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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Mai 2013 

Skorpionsfliegen


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Skorpionsfliegen
Systematik
Unterstamm : Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse : Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse : Insekten (Insecta)
Unterklasse : Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung : Neuflügler (Neoptera)
Ordnung : Schnabelfliegen (Mecoptera)
Familie : Skorpionsfliegen (Panorpidae)
Arten (Auswahl)
  • Panorpa communis
  • Panorpa vulgaris
Die Skorpionsfliegen (Panorpidae) sind eine Familie der Schnabelfliegen (Mecoptera) die weilweit in etwa 100 vorkommt. In Mitteleuropa sind nur fünf Arten Gattung Panorpa anzutreffen darunter besonders häufig Panorpa communis mit einer Körperlänge von etwa 18

Inhaltsverzeichnis

Merkmale der Skorpionsfliegen

Die Skorpionsfliegen besitzen wie alle anderen auch einen rüsselartig verlängertem Kopf (Bild) mit Mundwerkzeugen . Die Maxillen und das Labium sind basal verlängert. Die vier großen geäderten und oft dunkel gefleckten Flügel werde der Ruheposition flach und etwas gespreizt nach angelegt. Die Skorpionsfliegen zeigen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus. Männchen besitzen ein deutlich verdicktes Genitalsegment am des Hinterleibes welches meist nach oben gekrümmt wird und an den Stachel eines Skorpions erinnert. Es beinhaltet eine Drüse die Sexual pheromon produziert. Hinzu kommen ein Paar Zangen 9. Hinterleibssegment und Fortsätze am 3. und Hinterleibssegment. Beim Weibchen ist das Hinterleibsende zugespitzt wird als Legeröhre verwendet.

Lebensweise der Skorpionsfliegen

Die Fliegen halten sich im Sommer allem in schattigen Bereichen häufig an Büschen Sie ernähren sich vor allem von toten verletzten Insekten manchmal auch von Nektar oder Honigtau von Blattläusen . Von verschiedenen amerikanischen Arten wird beschrieben sie auch Insekten verspeisen welche in den von Webspinnen gefangen sind (Kleptoparasitismus) von europäischen Arten eine solche Verhaltensweise noch nicht berichtet. Sie zu diesem Zweck auf den Spinnenfäden und sich mit Hilfe ihres eigenen Mitteldarmsaftes auch klebrigen Fäden wieder zu lösen.

Fortpflanzungverhalten

Besonders gut erforscht ist das Fortpflanzungsverhalten Skorpionsfliegen. Die Weibchen werden durch das in Hinterleibsdrüse produzierte Pheromon vom Männchen angelockt wobei Reichweite etwa acht Meter beträgt. Das Weibchen sich auf das Substrat und das Männchen sich diesem mit auffälligem Flügelwinken sowie einer Auf-und-Ab-Bewegung des Hinterleibs. Durch letztere entsteht ein der vom Weibchen duch Sinneshaare an den registriert wird. Bei einer Paarungswilligkeit reagiert das mit der gleichen Bewegung häufig entfernt sich Weibchen durch ein kurzes Auffliegen jedoch ein woraufhin sich das Männchen erneut nähert.

Das Männchen kann nun drei verschiedene von Kopulationsstategien anwenden:

  1. Ist das Weibchen offensichtlich legebereit so es dem Weibchen ein totes Insekt an es auch gegen andere Männchen verteidigt.
  2. Ist das Weibchen noch nicht legebereit das Männchen diesem mehrere Speichelkügelchen als Geschenk es vorher in den Speicheldrüsen gebildet hat. kann es hintereinander sieben Kügelchen produzieren und Diese werden vom Weibchen bei der Kopulation und das Weibchen verhält sich nicht aggressiv
  3. Eine Vergewaltigung ist ebenfalls möglich.

Nachweislich wirkt sich die Übergabe von eindeutig positiv auf die Eiproduktion des Weibchens zurückzuführen wahrscheinlich auf die zusätzlichen Nahrungsressourcen welche Weibchen vom Männchen erhalten hat. Die Kopulation beginnt damit dass das Männchen das Weibchen den Hinterleibszangen packt und beide danach etwa bis 20 Minuten in einer V-Stellung beieinander Eine weitere Verkeilung findet über die Flügel Ein Pärchen kann sich mehrmals hintereinander paaren eine Begattung ist auch möglich während das frisst.

Die Eier legt das Weibchen wenige nach der Paarung mit dem gestreckten Hinterleib lockere Erde. Die Eier werden dabei zu verklebt. Ein Weibchen legt mehrere Gelege ab.

Larvalentwicklung

Die Larven der Skorpionsfliegen sind vom her raupenähnlich und dunkel gefärbt. Sie haben an Hinterleibssegmenten acht Paar kurze Stummelfüßchen und eine dem Rücken eine auf Warzen aufsitzende Beborstung. leben in Gängen im Boden und ernähren vor allem von dem Aas toter Insekten oder anderer Kleintiere aber von echtem Fleisch oder von Pflanzen. Mit lappenartigen Gebilden am After können sie sich am Boden anheften aufrichten.

Bei der Art Panorpa communis kommen vier Larvalhäutungen vor die Verpuppung in Erdhöhlen. Es werden bei dieser Art Generationen im Jahr gebildet die Überwinterung der Generation erfolgt als verpuppungsreife Larve.

Literatur

  • Honomichl K Bellmann H (1994): Biologie und Ökologie der Insekten ; CD-Rom Gustav Fischer Verlag Stuttgart.
  • Sauer KP Sommersell M (1988): Einfluß der Männchen auf die Fitness der von Panorpa vulgaris (Mecoptera Panorpidae) Verh. Dtsch. Zool. Ges. 81 261




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