Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Sonntag (v. althochdt.: sunnun tag aus lat.: dies solis aus griech.: heméra Helíou Tag der Sonne) ist nach deutscher ( DIN 1355) der 7. Wochentag nach christlich/jüdischer Zählung der 1. und den vom Christentum geprägten Ländern wöchentlicher Feiertag .
Die ersten Christen verstanden sich als Juden und hielten den in der Torah vorgeschriebenen Sabbat als Ruhetag. Parallel zum Sabbat trafen (Judenchristen und Heidenchristen) sich aber auch wöchentlich Tag des Herrn dem Sonntag zu Schriftlesung Gebet und Abendmahl . Es gibt keine Anzeichen dass den Christen der Sonntag ein Ruhetag war oder sie den Sabbath als Ruhetag abgelegt hätten.
An diesem Tag des Herrn wurde die Auferstehung gefeiert die nach Evangelien am dritten Tage nach der Kreuzigung d. h. am erfolgte. Die Bezeichnung Tag des Herrn lebt heute noch in vielen romanischen Sprachen als Bezeichnung des Sonntags fort: Dimanche Domingo leiten sich von dies domini der lateinischen Übersetzung des griechischen Kyriake heméra ab.
Eine erste Erwähnung des Sonntags gibt bereits in der Mitte des 1. Jahrhunderts Paulus im 1. Korintherbrief ;
1. Korinther 16 1f: Was aber die Sammlung für die Heiligen wie ich in den Gemeinden in Galatien habe so sollt auch ihr tun! An ersten Tag der Woche lege ein jeder euch bei sich etwas zurück und sammle soviel ihm möglich ist damit die Sammlung erst dann geschieht wenn ich komme.
Didache (ca. 90): Wenn ihr aber am Herrentag zusammenkommt dann das Brot und sagt Dank nachdem ihr eure Übertretungen bekannt habt damit euer Opfer sei.
Barnabasbrief Alexandria (um 100): Deshalb begehen wir auch den achten Tag den Sonntag den ersten Tag der neuen in Freude an dem auch Jesus von Toten auferstanden und nachdem er sich geoffenbart in den Himmel aufgestiegen ist.
Plinius Kleinasien (um 110): Sie pflegten sich an einem bestimmten Tage Sonnenaufgang zu versammeln Christus als ihrem Gott Wechselgesang zu singen... Hernach seien sie auseinandergegangen dann wieder zusammengekommen um Speise zu sich nehmen...
Justin der Märtyrer Rom 1. Apologie (um An dem nach der Sonne benannten Tage die Zusammenkunft von allen die in Städten auf dem Lande herum weilen an einem Ort statt. Es werden die Aufzeichnungen der und die Schriften der Propheten vorgelesen soweit die Zeit erlaubt. Wenn dann der Vorleser hat hält der Vorsteher eine Ansprache in er ermahnt und auffordert diesen schönen Lehren Beispielen nachzufolgen. Sodann stehen wir alle zusammen und schicken Gebete zum Himmel * für selbst ... und für alle anderen auf ganzen Welt auf daß wir würdig werden auch in Werken als gute ... Menschen als Beobachter der Gebote befunden zu werden so das ewige Heil zu erlangen. Nachdem die Gebete beendet haben grüßen wir einander einem Kusse. Dann wird dem Vorsteher der Brot gebracht und ein Becher mit einer von Wasser und Wein. Dieser nimmt es durch den Namen des Sohnes und des Geistes Lob und Preis zum Vater aller empor und verrichtet eine lange Danksagung dafür wir dieser Gaben von ihm gewürdigt wurden. er mit den Gebeten und der Danksagung Ende stimmt das ganze anwesende Volk ein es spricht: Amen. Nachdem der Vorsteher die vollbracht und das ganze Volk eingestimmt hat die Diakone wie sie bei uns heißen Anwesenden vom dankgesegneten Brot und vom mit vermischten Wein zum Genuß dar und bringen auch den Abwesenden.
Während die Einzelheiten bezüglich des Sonntags des Herrn) in christlichen Gruppen im 2. variierten (parallel zum Sabbat ohne Sabbat als Ruhetag als Arbeitstag mit Gottesdienst am Abend) es keine christliche Gruppe die den Tag Herrn nicht feierte. Auch gab es bereits zweiten Jahrhundert keinen Hinweis darauf dass der des Herrn als solcher je irgendwie umstritten war oder neu eingeführt wurde. Daraus lässt schließen dass der Brauch bereits zur Zeit ältesten Schriftquellen verbreitet war.
Im 3. Jahrhundert gibt es außer Ebioniten keine Gruppe mehr die parallel zum des Herrn auch den Sabbat feiert. Jedoch die orthodoxe Kirche bis heute an besonderen biblischen Lesungen während der Fastenzeiten erleichtertem Fasten sowohl für den Samstag wie auch den Sonntag fest.
Im Jahre 321 erklärte Konstantin I. den dies solis zum Feiertag. Dieser von den Christen Tag des Herrn gefeiert Tag war auch bei den des Mithraskults der heilige Tag. Konstantin konnte mit Edikt also gleich zwei wichtigen Religionen einen tun (und offen lassen welche er besonders
Alle Richter und Einwohner der Städte auch Arbeiter aller Künste sollen am ehrwürdigen Tag Sonne ruhen.
Dringende landwirtschaftliche Arbeit ist bei Konstantin
Während im Frühmittelalter Sonntagsruhe kein Thema entwickelten sich im Mittelalter kirchliche Gebote: Christen am Gottesdienst teilzunehmen der Sonntagsfrevel (Sonntagsarbeit) gefährde Seelenheil.
In der Reformation war der absolut Sonntag nicht wesentlich es ging bei der in erster Linie um den Gottesdienstbesuch.
Luther Großer Katechismus: Darum geht nun dies Gebot nach dem Verstand uns Christen nichts an denn es ganz äußerliches Ding ist wie andere Satzungen Alten Testaments an sonderliche Weise Person Zeit Stätte gebunden welche nun durch Christum alle gelassen sind. Aber einen christlichen Verstand zu für die Einfältigen was Gott in diesem von uns fordert so merke dass wir halten nicht um der verständigen und gelehrten willen denn diese bedürfen nirgends zu sondern auch um leiblicher Ursache und Notdurft willen die Natur lehrt und fordert für den Haufen Knechte und Mägde so die ganze ihrer Arbeit und Gewerbe gewartet daß sie auch einen Tag einziehen zu ruhen und Darnach allermeist darum daß man an solchem (weil man sonst nicht dazu kommen kann) und Zeit nehme Gottesdienstes zu warten; also man zu Haufe komme Gottes Wort zu und handeln darnach Gott loben singen und
Heidelberger Katechismus: 103. Was will Gott im vierten Gebot? Zum Ersten will Gott daß das Predigtamt die Schulen erhalten werden und ich besonders Feiertage regelmäßig zur Gemeinde Gottes komme um Wort Gottes zu lernen die heiligen Sakramente gebrauchen den Herrn öffentlich anzurufen und das Almosen zu geben. Zum Zweiten will er ich alle Tage meines Lebens von meinen Werken feiere den Herrn durch seinen Geist mir wirken lasse und so den ewigen in diesem Leben anfange.
Im 17. Jahrhundert kommt durch die den Puritanern beeinflussten Pietisten wieder eine sabbatähnliche auf die in den folgenden Jahrhunderten durch Industrialisierung immer weniger eingehalten wird.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts kommen erste Arbeitsgesetze die die Arbeit am Sonntag (z.B. Schweizer Fabrikgesetz von 1877).
Weimarer Republik 1919 : Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen gesetzlich geschützt.
Neben dem Christentum kennen auch das Judentum und der Islam den siebentägigen Feiertagsrhythmus. Im Islam nimmt Freitag die Rolle des Sonntags ein wobei religiösen Gründen nur der Besuch der Moschee werden sollte. Der Wochenbeginn ist jedoch auch Islam am Sonntag. Arbeitsfreier Tag wurde der analog zum Sonntag in westlichen Ländern.