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Sorben


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Die Sorben oder Wenden sind ein west slawisches Volk. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet erstreckte sich östlich einer Linie von Elbe und Saale ins heutige Polen. Im Zuge der deutschen Ostsiedlung wurden die meisten westslawischen Stämme (z.B. Daleminzen ) germanisiert. Im niedersächsischen Wendland erlosch z.B. die wendische Kultur und erst im 19. Jahrhundert.

Das heutige sorbische Siedlungsgebiet liegt in sächsischen Oberlausitz ( obersorbische Sprache vorwiegend katholisch) und in der brandenburgischen Niederlausitz (niedersorbische Sprache bzw. wendisch vorwiegend evangelisch). das Obersorbische dem Tschechischen näher steht ist das Niedersorbische dem Polnischen ähnlicher.
Die Kulturzentren sind Bautzen (Budyšin) Cottbus (Chośebuz) und Hoyerswerda (Wojerecy).
Bekannt sind sie durch ihre reiche Folklore (Osterreiten Ostereier) und Mythologie (die Mittagsfrau Psezpolnica Wassermann Gottesklage Drache Kobold usw.)
Es gibt sorbische Schulen die um Existenz kämpfen und Kindergärten.
Wichtigster sorbischer Dichter war Jakub Bart Gegenwartsautoren sind z.B. Jurij Brezan Kito Lorenc Angela Stachowa und Marja Krawcec. Der " Krabat " von Otfried Preußler spielt unter sorbischen Müllersburschen und bezieht auf die Folklore.
Wichtigstes Werk der sorbischen Kultur ist Frühlingsoratorium "Naleco". Im obersorbischen Gebiet um Ralbitz und Schmeckwitz (Smjeckecy) gibt es wie in viele Kruzifixe am Wegrand. Sehr eindrucksvoll ist auch sorbische Tracht die von älteren Frauen täglich von zu den großen Feiertagen getragen wird Fronleichnam z.B. die Tracht der Druzka "Patin".

Geschichte

  • Mitte des 16. Jahrhunderts übersetzen protestantische Bibel Katechismus und Gesang aus dem Deutschen schaffen eine eigene sorbische Literatur. Die sorbische Schriftsprache entsteht.
  • 40er Jahre des 19. Jhdts. gibt eine breite sorbische Volksbewegung und entfaltet sich breite sorbische bürgerliche Kultur.
  • 1912 wird als Dachverband sorbischer Vereine die Domowina gegründet.
  • 1937 werden Domowina sorbische Presse und anderen sorbischen Aktivitäten von den Nationalsozialisten verboten.
  • Nach 1949 entstehen
    • das Institut für sorbische Volksforschung
    • das Staatliche Ensemble für sorbische Volkskultur
    • der Domowina-Verlag
    • Grund- und Oberschulen
    • sorbische Abteilungen in den Ministerien für für Inneres und für Volksbildung
  • Im Einigungsvertrag wird der Fortbestand der Institutionen garantiert.
  • 1991 wird die "Stiftung für das Volk" gegründet die die Förderung der Sorben staatlicher Seite zusammenfasst.

Weblinks




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