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Sowjet


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Als Sowjet (russisch: Rat) bezeichneten sich in der Revolution von 1905 bis 1907 Arbeiterkomittees der und in Stadtteilen die Funktionen der politischen militärischen Macht ausübten. Sie bildeten sich spontan; Trotzki der während dieser Etappe als Vorsitzender Petersburger Sowjet wirkte konstatierte dass sie im der kommenden Revolution überall im Russischen Reich Sowjets bilden würden.

Dieser apriorischen Einschätzung entsprechend bildeten die aus dem Boden sprießenden Arbeitersowjets nach der Februar-Revolution von 1917 eine Gegenregierung zur bürgerlichen Kerenski - Regierung. Mit der Zuspitzung der sozialen und der Entwicklung der revolutionären Gärungsprozesse schwenkten zuerst stark mit den Menschewiki sympathisierenden Sowjets nahezu linear nach links die Kommunistische Partei Russlands ( Bolschewiki ) um Lenin und Trotzki schließlich den größten Einfluß auf die den Sowjets organisierten Arbeiter hatten. In der der Theorie der permanenten Revolution konformen Oktoberrevolution sich der von bolschewistischen Arbeiterdelegierten dominierte Allrussische zur neuen Obersten Insanz Russlands.

Das ursprüngliche Organisationsprinzip waren die Betriebe Armeeeinheiten weshalb man von einer nichtstaatlichen "Rätedemokratie" Infolge des Bürgerkrieges konnte das Sowjetsystem aber nur in Maße wirken zwar konnten entgegen vorherrschender Darstellungen freie Diskussion geführt friedliche Demonstrationen geplant und aufgestellt sowie auf kommunaler Ebene die Macht direkt von den und Bauern ausgeübt werden jedoch konnte die bolschewistische revolutionäre Staatsführung fundamentale Oppositionsbewegungen oder antibolschewistische nicht vollkommen akzeptieren. Allerdings ist zu bemerken zu dieser Zeit in der Sowjetgesellschaft verhältnismäßig Freizügigkeit herrschte etwa wurden sich selbst als deklarierende in Wahrheit im Falle der Übernahme Staatsführung für den Arbeiterstaat tödliche Bewegungen keinswegs solange sie nicht zu Aufständen aufriefen oder anwendeten wie zum Beispiel die Sozialrevolutionäre oder anarchistische Zirkel. Die Jahre bis 1923 waren also von der Notwendigkeit straffer in bezug auf die militärische Lage und wirtschaftliche Not geprägt was die ursprüngliche Hegemonie Sowjets einschnürte.

Ab 1923 also in einer Zeit des wirtschaftlichen begannen die Rufe unter den Arbeitern nach Wiederherstellung der Sowjetdemokratie immer lauter zu werden jedoch von der zunehmend auf die eigenen bedachte Bürokratie deren Macht zum einen aus angelegten Maßnahmen wie dem Verbot der Parteien und Fraktionen und zum anderen aus im Grunde illegalen Prozessen wie der im Bürgerkrieg erfolgten und von revolutionären Bolschewiki Anhängern durch einen Schlaganfall paralysierten Leninsund des an der Front beschäftigten Trotzkis scharf attackierten Verschmelzung des Partei- und Nach dem Tode Lenins begann die Bürokratie verkörpert durch das Stalin - Bucharin -Kamenew ihr Machtmonopol und ihre sozialen Vorteile auszubauen während sie die Arbeitermassen politisch expropriierte. Linke Opposition eine Organisation unter der Leitung Trotzkis versuchte bis 1936 zuerst eine großangelegte Reform dann eine zweite Revolution mit dem Zwecke der Wiederherstellung der Sowjetdemokratie des Mehrparteiensystems der Abschaffung der Bürokratie sich etc. zu erreichen. Diese Organisation artikulierte Grunde die Forderungen der Arbeiter was zur hatte dass die Linke Opposition eine im Stillen vom Proletariat gefeierte halblegale Untergrundpartei wurde. Die herbeigesehnte Revolution wurde jedoch hauptsächlich während der Großen Säuberung blutig zerschlagen ihre Aktivisten deportiert und Arbeiterklasse gewaltsam völlig demoralsiert.

Das Jahr 1936 markierte auch das Ende der Sowjetidee in der neuen Stalin'schen Verfassung wurde das Rätesystem auch formell abgeschafft und durch ein konventionelles Parlament (Trotzki: "Eine Karikatur eines Parlamentes!")

Umgangssprachlich bezeichnete das Wort Sowjet in Deutschland einen Bürger der Sowjetunion.

Siehe auch allgemein: Räterepublik ; in der deutschen Geschichte: Arbeiter- und Soldatenrat Novemberrevolution



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