Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 23. Dezember 2014 

Sowjetunion


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Neutralität dieses Artikels ist umstritten. Siehe Wikipedia:Neutraler Standpunkt .

Flagge der Sowjetunion

Die Sowjetunion oder UdSSR (für "Union der sozialistischen Sowjetrepubliken" oder Союз Советских Социалистических Республиках ( СССР ) Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublikach ( SSSR )) war ein diktatorisch regierter Staat in Osteuropa und Nordasien. existierte von 1922 bis 1991 . Die herschende Ideologie war die des Kommunismus und des Sozialismus . Millionen Menschen wurden v.a. unter der von Jossif (Josef) Wissarionowitsch Dschugaschwili genannt Stalin systematisch durch das Regime ermordet viele ihnen in den Gulags (Konzentrationslagern) in einem der grausamsten Verbrechen der Geschichte.

Das Territorium der UdSSR umfasste mit 4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich Schwarzen Meer und der Ostsee bis zum Pazifischen Ozean über fast 10.000 Kilometer. Von Norden Süden hatte es eine Ausdehnung von fast Kilometern. Die Sowjetunion umfasste 11 der 24 Zeitzonen der Erde.

Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286 717 Mio. Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das ehemalige Zarenreich Russland wurde mit der Oktoberrevolution benannt nach den allerdings schnell entmachteten (russ. Sowjets ) zur Sowjetunion. Lenin versuchte eine zentralwirtschaftliche nachholende Industrialisierung des Landes. Ein vorher in vielen rückständiges verarmtes Land in dem zum Teil Produktionsverhältnisse herrschten sollte innerhalb von 20 Jahren Industriemacht umgestaltet werden. Dies geschah vor allem den forcierten Aufbau der Schwerindustrie und durch eine Ausweitung der Bildung im Versuch den Analphabetismus auszurotten.

Der während der Revolution praktizierte Kriegskommunismus wurde 1921 durch die Neue Ökonomische Politik abgelößt welche eine Reihe marktwirtschaftlicher Elemente Stalin schaffte dann Ende der zwanziger Jahre Politik ab und führte die Planwirtschaft wieder ein.

Die Landwirtschaft wurde in Sowchosen und Kolchosen zwangskollektiviert.

Außenpolitik

In der Außenpolitik verfolgte die Sowjetunion den 20er und 30er Jahren eine Doppelstrategie. versuchte sie auch in anderen Ländern kommunistische herbeizuführen. Ein wichtiges Instrument dabei war die Kommunistische Internationale (Komintern). Anderseits versuchte die Sowjetunion aber Bündnispartner unter den "kapitalistischen" Staaten zu gewinnen die eigene Isolation zu überwinden. Die Jahre russischen Bürgerkrieges 1917 - 1921 in den auch Westmächte eingegriffen hatten wirkten lange Zeit als Die Sowjetunion erhoffte sich von guten diplomatischen zu anderen Staaten auch verbesserte wirtschaftliche Beziehungen. wichtiger Schritt aus der außenpolitischen Isolation bildete Ausgleich mit Deutschland ( Vertrag von Rapallo 1922).

Am 18. September 1934 trat die Sowjetunion dem Völkerbund bei.

Wenige Tage vor dem deutschen Überfall Polen (1. September 1939) schloß die Sowjetunion Deutschland den sogenannten " Hitler-Stalin-Pakt " ab. In einen geheimen Zusatzprotokoll teilten Sowjetunion und das Deutsche Reich Osteuropa in auf.

Am 17. September 1939 marschierte die Armee in Ostpolen ein. Stalin begründete diesen offiziell damit daß er die "verwandten Völker" Weißrussen und Ukrainer gegen die deutsche Bedrohung wolle. Am 28. September einem Tag nach Kapitulation der Stadt Warschau schloß die Sowjetunion Deutschland einen "Grenz- und Freundschaftsvertrag" ab. Am Februar 1940 folgte ein Wirtschaftabkommen zwischen den Staaten.

Am 30. November 1939 begann die den sogenannten " Winterkrieg " mit Finnland. Wegen dieses Angriffs wurde Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen.

Im Juni 1940 anektierte die Sowjetunion drei baltischen Staaten und im Juli 1940 Bessarabien sowie die Bukowina .

Am 22. Juni 1941 wurde die von Deutschland überfallen. In das sowjetische bzw. Geschichtsbewußtsein ist dieser Krieg als der " Große Vaterländische Krieg " eingegangen. Die Sowjetunion versuchte nach dem Überfall eine Allianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zu schließen. Hauptanliegen der Sowjetunion war die Errichtung einer Zweiten Front. Vor allem Verhältnis zu Großbritannien war jedoch von wechselseitigem geprägt. In den großen Konferenzen von Teheran und Jalta gelang es schließlich eine "Antihitlerkoalition" zu und den Kampf gegen Deutschland abzustimmen. Die trug in dem Kampf gegen Deutschland nach der meisten Historiker die Hauptlast.

Die Sowjetunion ging 1945 aus dem Weltkrieg innerlich geschwächt jedoch auch als Siegermacht Europa hervor. Die Sowjetunion war Besatzungsmacht im Teil Deutschlands ( vgl. SBZ ) und darüberhinaus auch in ganz Osteuropa. der Konferenz von Potsdam versuchten sich die drei Siegermächte des in Europa auf eine Nachkriegsordnung zu einigen jedoch nur zum Teil gelang. Die "Antihitlerkoalition" gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mühsam zustande war zerbrach nach dem Sieg über Hitler gegenseitigen Mißtrauen. Aus den unterschiedlichen Vorstellungen über europäische Nachkriegsordnung entwickelte sich schließlich der Ost-West-Konflikt .

Innere Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Sowjetunion ihre Position im Kalten Krieg zu stärken indem sie zahlreiche Satellitenstaaten bildete in Osteuropa meist in der von Volksdemokratien .

Der XX. Parteitag der KPdSU brachte die Abkehr vom Stalinismus Nikita Chruschtschow rief eine grundlegende Wende in der Politik aus.

Die von Michail Gorbatschow eingeleiteten Programme von Perestrojka und Glasnost sollten den Realsozialismus reformieren führten aber letztendlich zum Untergang Staates.

  
Im Jahr 1991 erklärten die baltischen Unionsrepubliken als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten der Union verbliebenen Republiken - der russischen und weißrussischen - die offizielle Auflösung der und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS .

Parteichefs der Bolschewiki ( 1903 - 1918 ) der Kommunistischen Partei Russlands (1918-1925) bzw. der Kommunistischen Partei der KPdSU ( 1925 - 1991 ) und somit eigentlicher Machthaber waren:

1903 - 1924 : Wladimir Iljitsch Uljanow ( Pseudonym : Lenin )
1922 - 1953 : Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili ( Stalin ) (Generalsekretär)
1953 - 1964 : Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (Erster Sekretär)
1964 - 1982 : Leonid Iljitsch Breschnew (ab 1966 Generalsekretär)
1982 - 1984 : Juri Wladimirowitsch Andropow (Generalsekretär)
1984 - 1985 : Konstantin Ustinowitsch Tschernenko
1985 - 1991 : Michail Sergejewitsch Gorbatschow

Regierungschefs der Sowjetunion: ( 1917 - 1946 ): Vorsitzende des Rates der Volkskommissare - 1946 - 1991 : Vorsitzende des Ministerrates)

1917 - 1924 - Wladimir Iljitsch Uljanow ( Pseudonym : Lenin ) Begründer der Bolschewistischen Partei
1924 - 1930 - Aleksej Iwanowitsch Rykow
1930 - 1941 - Wjatscheslaw Molotow
1941 - 1953 - Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili (aka Stalin )
1953 - 1955 - Georgij Malenkow
1955 - 1958 - Nikolai Bulganin
1958 - 1964 - Nikita Chruschtschow
1964 - 1980 - Aleksej Kossygin
1980 - 1985 - Nikolai Tichonow
1985 - 1991 - Nikolai Ryschkow
1991 - Valentin Pawlow (Januar bis August)
1991 - Iwan Silajew (August bis Dezember)

Staatsoberhäupter der Sowjetunion

Kalinin
Gromiko

Literatur


siehe auch: Russland GUS Geschichte der Sowjetunion Oktoberrevolution Sowjetische Wissenschaft Zweiter Weltkrieg Ostblock



Bücher zum Thema Sowjetunion

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sowjetisch.html">Sowjetunion </a>