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Soziale Frage


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Die Soziale Frage bezeichnete im 19. und 20. Jahrhundert ein langsames aber fühlbares Anwachsen von als und vernetzt empfundenen Lebensproblemen die sich aus sozialen Lage unterprivilegierter Bevölkerungsschichten ergeben. Die Suche einem 'eigentlichen Auslöser' hat sie stets begleitet.

Der Begriff setzte sich etwa ab langsam durch und umschrieb zunächst die mit Bevölkerungs- und Städtewachstum entstehende Verelendung dann die dem Gesellenüberschuss und den Arbeitsbedingungen der Frühindustrialisierung Kinder- und Frauenarbeit) verbundenen Konflikte. Die Krise vielfach fühlbar (Unterernährung und frühes Siechtum Untergang Wirtschaftsbetriebe – Höfe Einzelhandel Handwerk – Wohnungsnot Binnenmigration neue Kriminalitätsformen). Zur Lösung dieser Probleme sich bäuerliche bürgerliche kirchliche und besonders dann sozialistische ( marxistische ) Bewegungen neben zunächst den neuzeitlichen Genossenschaften und z. B. dem katholischen Kolping-Bund die Gewerkschaften endlich dann auch Parteien (im Deutschen zumal die SPD . Auch die staatliche Sozialpolitik versuchte eine Entschärfung dieser Konflikte durch sowie unter den Wissenschaften zumal die Nationalökonomie (vgl. den Kathedersozialismus ).

Aus der Sicht der Arbeiterbewegung war Soziale Frage ein Resultat des Klassenkampfes zwischen Kapital und Arbeit ein weithin Standpunkt. Doch ist auch an die vorher Genossenschaftsbewegung an die parallel anwachsende Frauenbewegung nach 1900 auch an die Jugendbewegung zu denken alle mit durchaus abweichender der Problembekämpfung.

Die großen schlagenden Krisen ab 1914 Erster Weltkrieg 1914-18 die Mega- Inflation bis 1923 die „ Weltwirtschaftskrise “ ab 1929 die populistische Verbrechensherrschaft ab und der Zweite Weltkrieg 1939-45) wurden nicht mehr als „Soziale diskutiert. Der Ausbau des Sozialstaats und die des allgemeinen Wohlstandsniveaus nach 1950 trugen endlich bei dass die Soziale Frage als Arbeiterfrage der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zumindest den Industrieländern als Begriff in Vergessenheit geriet.

In Deutschland begann in der zweiten der 1970er Jahre eine Diskussion unter dem Neue Soziale Frage . Ausgangspunkt war die Feststellung dass sich modernen Sozialstaat neue Formen der strukturellen Armut Ausgrenzung ergeben hätten die es zu beheben (z. B. bei Nichtorganisierten Alten Alleinerziehenden etc.). kommen unter dem Eindruck von Massenarbeitslosigkeit Armut Verslummung auch unter Erwerbstätigen ( Working Poor ) weitere Formen der Ausgrenzung dazu die einigen als Gefährdung der politischen Stabilität wahrgenommen

siehe auch: Soziale Gerechtigkeit Soziale Bewegung Soziale Ungleichheit

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