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Soziale Klasse


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Gesellschaftliche Klassen sind die Bausteine eines vertikalen Gesellschaftsmodells ökonomische Gesichtspunkte in den Vordergrund stellt. Der ist aus der englischen Politischen Ökonomie durch Karl Marx in die gesellschaftswissenschaftliche Debatte eingeführt worden.

Ursprüngliche Bestimmungen der Klassenzugehörigkeit einer Person sich im wesentlichen nach ihrer Stellung im insbesondere im Verhältnis zum Eigentum an Produktionsmitteln. Modelle berücksichtigen stärker die gesellschaftliche Mobilität und die sozialen Differenzen innerhalb gesellschaftlicher Milieus ( Schichten ).

Zur Einteilung einer Gesellschaft in soziale gibt es verschiedene Klassenschemata . Im folgenden Artikel sollen jedoch nur unterschiedlichen Klassendefinitionen behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis

Der Klassenbegriff von Marx

Nach Marx sind Klassen durch die Stellung im definiert. Er unterscheidet analytisch zwei Klassen: Arbeit und Kapital .
Aus der Analyse der ökonomischen Verhältnisse deutlich daß die Mitglieder der Gesellschaft die ihre Arbeitskraft zu verkaufen haben diametral andere haben als diejenigen die über Produktionsmittel verfügen Arbeitskräfte einstellen. Die einen wollen beispielsweise ihre möglichst teuer verkaufen die anderen die eingekaufte möglichst lange schaffen lassen. Dieser grundsätzliche Antagonismus besteht unabhängig von den Vorstellungen der über ihre eigene Lage (siehe auch: Fetisch).
Sobald Mitglieder einer Klasse ihre gemeinsamen wahrnehmen spricht Marx von einem Übergang von "Klasse an sich" (eine Klasse die nur die Stellung im Produktionsprozess gekennzeichnet ist) zur für sich" (also eine Klasse die sich selbst bewusst wird und bereit ist für Interessen gemeinsam einzutreten). Bewußt oder unbewußt befinden aber die beiden analytisch bestimmbaren Klassen Kapital Arbeit in einem permanenten Aushandlungprozess dem sog. Klassenkampf .

Der Klassenbegriff von Weber

Der Begriff der sozialen Klasse stammt von Weber er definiert Klasse als die

"typische Chance ... welche aus Maß und der Verfügungsgewalt (oder des Fehlens solcher) über Güter und Leistungsqualifikationen und aus der gegebenen Art ihrerer für die Erzielung von Einkommen und Einkünften innerhalb einer gegebenen Wirtschaftsordnung folgt"

er unterscheidet im folgenden 3-Klassen:

  1. Besitzklasse (wird durch den Besitz bestimmt)
  2. Erwerbsklasse (wird durch die Erwerbschancen bestimmt)
  3. soziale Klasse (Chance des sozialen Auf- Abstiegs).

Der Klassenbegriff von Bourdieu

Nach Bourdieu unterscheiden sich die Klassen durch ihren Habitus (vergleiche: Humankapitaltheorie ).

Modell nach Engel Blackwell und Kollat

Ein weiteres Modell das hauptsächlich zur des Konsumentenverhaltens dient ist das Modell von Engel Kollat dieses Modell verwendet ein dem Begriff sozialen Schicht ähnlichen Klassenbegriff.

1. Obere Oberklasse Diese soziale Klasse stellt eine soziale Elite dar die aus international bekannten Familien und von vererbtem Vermögen lebt. Charakteristisch sind Haushalte internationale Wohnsitze und Ausbildungsprogramme für den auf internationalen streng zugangsbeschränkten Eliteschulen. Die hauptsächliche besteht in der Verwaltung des umfangreichen Vermögens internationaler Verpflichtungen. Der Sozialstatus dieser Klasse erlaubt Mitgliedern auch die Ausrichtung von gesellschaftlich bedeutenden überregional bekannten Festen Bällen oder Ausstellungen. Die Interessen innerhalb Gruppe beziehen sich auf Selbstverwirklichung und Ästhetik eine für den Klassenerhalt vorteilhafte Partnerwahl erlesene Konsumgüter Yachten Flugzeuge und Immobilien . Sie sind das Vorbild der unteren Klassen und werden von diesen beobachtet und

2. Untere Oberklasse Hier finden sich vor allem Menschen durch besondere berufliche Leistungen oder selbst gesteigertes Erbschaftsvermögen zu beachtlichem Reichtum gelangt sind. Oft entstammen sie der oder sind "gefallene Superreiche" denen Fehler im mit ihrem Vermögen unterlaufen sind. Zu dieser gehören auch die sog. "Neureichen" die durch oder Lotteriegewinn zu wirtschaftlichem Einfluss gelangt sind und durch ein exzentrisches Konsumverhalten auffallen. Hier finden auch bekannte Musiker und Schauspieler erfolgreiche Sportler oder Schriftsteller . Das Marktinteresse zielt vor allem auf Autos schöne Boote Immobilien Schmuck und sehr individuelle Reisen oder Studienaufenthalte . In diesem Sozialstatus ist das Ziel in die Schicht der oberen Oberklasse aufgenommen werden. Zudem ist ein verstärktes Interesse an Projekten festzustellen für dass die Mitglieder der Oberklasse gerne die Schirmherrschaft übernehmen bzw. spenden.

3. Obere Mittelklasse Dies ist die Karriereschicht . Menschen dieses Sozialstaus haben sich als Freiberufler verwirklicht sind Lehrende oder Unternehmer mit mittelständischen Firmen oder sie sind Sparen über Generationen hinweg zu Immobilienbesitz gelangt. Häufig finden sich in dieser auch die Gewinner des Börsenbooms oder der Wiedervereinigung . Bildung ist für diese Schicht sehr wichtig. Statussymbole der Oberschicht gehören zum Selbstverständnis im Auftreten. Regelmäßige Urlaube sind selbstverständlich. Höheren Angestellten oder Beamten in besseren Positionen gelingt es in Sozialschicht begrenzten Einfluss in Politik und Wirtschaft zu nehmen. Die Vermeidung sozialen Abstieges ist für diese Gruppe besonders

4. Untere Mittelklasse In dieser Sozialschicht ist Fleiss besonders angesehen weniger die Selbstverwirklichung auf künstlerischer oder unternehmerischer Ebene. Die Angehörigen dieser leben in "gutbürgerlichen Verhältnissen" besitzen eine selbstgenutzte und halten sich streng an gesellschaftliche Normen Vorgaben. Die geordnete Haushaltsführung ist besonders wichtig die Erkundung fremder Länder und Sitten oder Unterstützen sozialer Projekte. Die Möbel werden regelmäßig neu erworben die Reparaturen Haus hingegen möglichst selbst durchgeführt. Es gibt ausgeprägtes Kostenbewusstsein bei Einkäufen "Gelegenheiten" haben einen Stellenwert. Das Interesse an Pauschalreisen ist groß es werden häufig Neuwagen In dieser Sozialschicht herrscht auch ein gewisses vor Sicherheit ist ein wichtiges Kaufargument. Ein Aufstieg die untere Oberschicht wird häufig angestrebt bleibt aus einem typischen Mangel an Risikobereitschaft eher Ausnahme.

5. Obere Unterklasse Hier finden sich vor allem einfache und Facharbeiter z.T. auch scheinselbständige Unternehmer ohne Mitarbeiter "Arbeiteraristrokaten" sowie Künstler überregionale Bedeutung. Die Wohnverhältnisse sind bescheiden entweder Miete oder in sehr einfachen Eigenheimen die geerbt sind. Häufig bewohnen die Mitglieder dieser Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus. Ihre Kaufgewohnheiten sind gleich selten werden kulturelle oder gesellschaftliche Ereignisse wahrgenommen. Die Schulbildung Mitglieder dieser sozialen Schicht ist einfach bis häufig hat die Ehefrau keine eigene berufliche Stellung. Halbtagsbeschäftigungen im Laden oder einfache Bürotätigkeiten bessern die Haushaltskasse auf auf Urlaub schon mal verzichtet. Diese Gruppe der sozialen bildet den wichigsten Markt für Gebrauchtwagen Last-Minute-Reisen oder Sonderangebote im Möbelhandel . Markenware ist nicht von hoher Bedeutung. Häufig in Versandhauskatalogen auf Teilzahlung bestellt oder in Fernsehshows telefonisch gekauft. Die Bestrebungen zum Aufstieg eine höhere soziale Schicht sind weniger stark als die Vermeidungsstrategie eines Totalverlustes an Sicherheit .

6. Untere Unterschicht Zu den Angehörigen der unteren Unterschicht vor allem Menschen ohne eigenes Einkommen Angehörige des zweiten Arbeitsmarktes Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfänger sowie Ausländer ohne berufliche Qualifikation . Geringe Schulbildung oder psychische bzw. gesundheitliche schränken die berufliche Betätigung ein. Rentner ohne Versorgung welche zusätzliche staatliche Unterstützung benötigen und Künstler" bzw. Angehörige der Obdachlosenszene bestimmen das soziale Bild dieser Gruppe. sind die der Mittelklasse entstammenden Werte und Normen verpönt. Häufig prägen Alkohol- Drogenmissbrauch den Alltag dieser Menschen. Produktqualität ist entscheidend für eine Kaufentscheidung Impulskäufe und unregelmäßige sind der Regelfall.

( Quelle auf europäische Verhältnisse adaptiert: Consumer Behavior James F. Engel Roger D. David T. Kollat the Dryden Press Holt-Verlag und Winston U.S.A 1978 )

aktuelle Debatte


Weblinks

  • Artikelserie: Die Klassen
I: Von den Kapitalisten (Einleitung: "Überwindet die Demokratie die Klassengesellschaft?") Die Grundeigentümer III: Von der Arbeiterklasse



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