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Soziales Kapital


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Der Begriff Soziales Kapital wurde von Pierre Bourdieu (1983) geprägt bezeichnet die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen die mit der Teilhabe an dem Netz sozialer Beziehungen gegenseitigen Kennens und Anerkennes verbunden sind. Gegensatz zum Humankapital bezieht sich das soziale Kapital nicht natürliche Personen sondern die Beziehungen zwischen ihnen Träger dieser Kapitalform.

In der amerikanischen Soziologie wurde das Anfang der 90er Jahre von Coleman und aufgenommen und soziales Kapital als Schlüsselmerkmal von charakterisiert. Soziales Kapital entsteht durch die Bereitschaft Bürger miteinander zu kooperieren und benötigt eine Basis des Vertrauens auf der sich Kooperation und gegenseitige entwickeln können. In einem Klima des Vertrauens auch die Bereitschaft entstehen anderen zu vertrauen allem auch Fremden ohne sofort ein gegenseitiges zu erwarten. Vertrauen ist auch nicht einfach Produkt von Sanktionsmöglichkeiten und der Angst vor Bestrafung. Ein angeführtes Beispiel für das Vorhandensein oder Fehlen Vertrauensklimas als Maß für soziales Kapital ist Lässt eine Mutter ihr Kind allein in Park spielen oder wagt sie dies nicht begleitet es oder lässt es begleiten?

Soziales Kapital bietet für das Individuum einen Zugang zu den Ressourcen des und gesellschaftlichen Lebens wie Unterstützung Hilfeleistung Anerkennung und Verbindungen bis hin zum Finden von und Ausbildungsplätzen. Dahinter steht die soziale Dynamik Kennen und Anerkennen wie sie etwa in (aber auch in allen anderen Bekanntschaftsnetzwerken) zu ist: Aus dem Kennen von Personen kann ein Informationsvorsprung entstehen das Wissen um einen neuen Job der nicht offiziell ausgeschrieben ist) der dann auch einen Vertrauensvorschuss "umgemünzt" werden kann (wenn der sich gegenüber dem Personalchef auf gemeinsame Bekannte Informationsquelle beruft).

Für die Gesellschaft verringert soziales Kapital Sozialkosten in dem wie Hilfeleistungen und Unterstützung im Rahmen der erbracht werden. Umgekehrt steigen die Kosten für und Hilfeleistung für Kranke Alte Behinderte und beeinträchtigte Personen in dem Maße wie in Gesellschaften im Zuge der Individualisierung und steigender Beziehungsnetze wie Nachbarschaften Freundeskreise Vereinsstrukturen usw. nicht greifen.

In einer Gesellschaft mit geringem sozialen ist Rechts- und Polizeigewalt zum Schutz des und staatliche Regulation von größerer Bedeutung weil und Kooperationsbereitschaft bei der Lösung von Problemen Konflikten nicht ausreichend vorhanden sind. So besteht Tendenz dass für kollektive Handlungsprobleme wie z.B. Probleme des Umweltschutzes keine einvernehmlichen Lösungen gefunden werden können. Integrationsprobleme durch zugewanderte Bevölkerungsgruppen können ebenfalls nur bewältigt werden da sie sich rein regulativ lösen lassen. Gelungene Integration hieße zugewanderten Gruppen Zugang zum sozialen Kapital zu erschließen das genug sein muss um diese zunächst zusätzliche zu tragen.

Der Grad des vorhandenen sozialen Kapitals einer Gesellschaft ist weiterhin am Wachstum oder des wirtschaftlichen Wachstums beteiligt. Geschäftsbeziehungen wirtschaftliche Transaktionen und Investitionen in einem mangelnden Vertrauensklima unsicherer und werden risikofreudig und zügig getätigt. Sie benötigen wesentlich Aufwand an Vorsondierung auftretender Probleme rechtliche Absicherungen Vertragsverhandlungen Aushandlungen von Garantieansprüchen Kosten durch nicht Verträge usw. Geringes soziales Kapital erhöht somit Transaktionskosten und verringert potentiell die Produktivität. Ökonomische besitzt das Sozialkapital im positiven Sinn auf Allokation Wachstum und Beschäftigung .

siehe auch: Ehrenamt

Weblinks

www.Sozialkapital.de

Literatur

  • Bourdieu Pierre (1983): Ökonomisches Kapital - Kulturelles Kapital - Soziales Kapital. In: ders. (1993): Die verborgenen Mechanismen der Macht S.49-80.
  • Coleman J.S. (1988): Social capital in creation of human capital American Journal of Sociology 94 (Supplement):
  • Putnam R.D. (1995): Bowling alone: America's declining social capital Journal of Democracy 6 (1): 65-78
  • Schechler: Sozialkapital und Netzwerkökonomik Frankfurt a.M. 2002



Bücher zum Thema Soziales Kapital

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