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Sozialismus


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Sozialismus ist die Bezeichnung für politische Theorien auf gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionmittel eine gerechten Verteilung der Güter an alle der Gemeinschaft hinzielen. Dabei wird die Ansicht dass Gerechtigkeit Freiheit sowie Gleichheit der Menschen nur durch diese Überwindung kapitalistischen Wirtschaftssystems erreicht werden kann.

Im Kapitalismus richte sich die Produktion nach dem Bedarf der Gesellschaft sondern nach Profitinteressen der Kapitaleigner. Daher tendiere privates Kapital sich in wenigen Händen zu konzentrieren. Diese führe zu einer finanziellen Oligarchie deren enorme Kraft auch von einer organisierten politischen Gesellschaft nicht kontrolliert werden kann. sei es notwendig die Produktionsmittel zu "vergesellschaften" sie der Verfügungsgewalt der Kapitalisten zu entziehen.

Im Gegensatz zum ideengeschichtlich verwandten Liberalismus bezieht sich der Sozialismus nicht hauptsächlich Chancengleichheit sondern auf Gleichheit im Ergebnis. Freiheit wird als Möglichkeit zur Emanzipation verstanden die sich nur durch eine Integration aller Menschen in die Gesellschaft erreichen

Eine explizit sozialistische Bewegung entwickelt sich in Folge von Aufklärung und industrieller Revolution . Sie ist eng verwoben mit der der Arbeiterbewegung . Wie bei allen -ismen trat der Sozialismus historisch in vielfältigen auf.

Inhaltsverzeichnis

Frühsozialismus

Thomas Morus ( Utopia ) und Jean-Jacques Rousseau werden von vielen Sozialisten als gedankliche bezeichnet.

Gerade in der Ausbildung des eigentlichen gab es vielfältige Varianten desselben. Frühsozialisten wie François Noël Babeuf Claude-Henri Comte de Saint-Simon Louis-Auguste Blanqui Charles Fourier Pierre-Joseph Proudhon William Godwin Robert Owen oder Moses Hess legten politische Konzepte von quasi-absolutistischen Diktaturen hin zu einem anarchistischen Föderalismus vor. Einig waren sie sich einerseits einer abwehrenden Reaktion gegen Effekte des Frühkapitalismus wie in der Hoffnung auf eine die mittelalterliche Standesunterschiede ebenso überwinden würde wie Klassengegensätze. Oftmals argumentierten sie sehr moralisch eine inspirierte Analyse wie sie von Marx geleistet fehlte. Sozialstrukturell gesehen wurde der Frühsozialismus nicht der Arbeiterklasse getragen sondern von Handwerkern und Kleinbürgertum . Diese begannen bereits die Verwerfungen der Revolution zu spüren ohne dass es schon Bildung eines Industrieproletariats gekommen wäre. Einige wie Owen versuchten den Aufbau abgeschlossener sozialistischer Gemeinschaften einer so empfundenen feindlichen Umwelt. Die meisten zielten auf eine grundlegende Veränderung der gesamten Sozialistisch inspirierte Aktivisten beteiligten sich an der französischen Revolution und an den europäischen Revolutionen von 1848 (siehe Märzrevolution ); einen letzten Höhepunkt hatten diese Bewegungen der Pariser Kommune von 1871 die überaus blutig endete. Durch die Entwicklung bedingt wurden die Diskussionslinien danach klarer: vielfältigen Ansätze des Frühsozialismus spalteten sich in Hauptlinien den Anarchismus und die vom Marxismus inspirierten kommunistischen und sozialdemokratischen Bewegungen. Vereinzelt wie bei den russischen der Münchner Räterepublik 1919 oder dem spanischen Bürgerkrieg 1936 bis 1939 kam es zur Zusammenarbeit der drei Die war jedoch jeweils nur kurzfristig meist heftigen internen Auseinandersetzungen geprägt und endeten im einer Gruppe oder der Niederlage aller.

Siehe auch: Utopischer Sozialismus

Sozialismus im Marxismus

Der Marxismus hatte lange Zeit die Deutungshoheit in sozialistischen Bewegung. Seit dem Verfall der Internationale über den größten Teil des gesamten 20. Jahrhunderts wurden Diskussionen innerhalb des und über Sozialismus überwiegend in dem von Karl Marx und Friedrich Engels geprägten Vokabular geführt. Dazu gehört die des Frühsozialismus als 'Utopischer Sozialismus' ebenso wie Gegenüberstellung des Marxismus als 'wissenschaftlicher Sozialismus'. Aus Anspruch folgt die absolute Prognosefähigkeit für die Entwicklung: Da der Kommunismus nicht unmittelbar zu ist sei der Sozialismus eine erste (niedere) des Kommunismus . Bei Marx selber – jedoch nicht Lenin und anderen Nachfolgern – ist die über den Sozialismus zum Kommunismus unaufhaltbar. Ziel Kommunismus wie des Sozialismus ist die Überwindung Kapitalismus und die Befreiung des Menschen von durch andere Menschen. In der ersten Phase sind dabei noch nicht alle Merkmale der Gesellschaft überwunden aber Ausbeutung und das Privateigentum an Produktionsmitteln sind bereits aufgehoben.

Der Sozialismus kann mit dem Schlagwort nach seinen Fähigkeiten jedem nach seiner Leistung " beschrieben werden im folgenden Kommunismus soll Grundsatz "Jeder nach seinen Fähigkeiten jedem nach Bedürfnissen " gelten.

Während Marx selbst noch eine ausgefeilte sozialwissenschaftliche Technik benutzte um seine Analysen zu geriet seine Theorie immer mehr zum politischen Machtinstrument . Der in seinem Anspruch auf Wissenschaftlichkeit gegebene Absolutheitsanspruch wurde nach der Machtübernahme sozialistischer Bewegungen immer mehr zum Mittel um (politisch wahre Weltanschauung und (politisch unerwünschte) falsche Ideologie unterscheiden.

Realsozialismus

Der Begriff des Realsozialismus wurde in den sich so nennenden geprägt. Mit der Oktoberrevolution 1917 bot sich die Gelegenheit die Ideen Sozialismus in die Praxis umzusetzen. Der Begriff Realsozialismus sollte erklären warum viele Vorhersagen der Theorie wie zum Beispiel das 'Absterben des nicht eintraten. Er sollte weiterhin darauf hinweisen sich diese Staaten weiterhin auf dem Weg Kommunismus befanden allerdings mit Problemen der Realpolitik ebenso wie mit feindlicher Einflussnahme durch Kräfte' zu kämpfen hatten. Spätestens seitdem sich Stalin in der Sowjetunion gegen Trotzki durchsetzte wurden die utopischen Hoffnungen der sozialistischen Bewegungen in den Staaten de facto aufgegeben. Der Realsozialismus geriet seiner Mischung aus Machtpolitik der Sowjetunion und einer diktatorisch-technokratischen Variante der Sozialdemokratie.

Spätestens seit der Wende von 1989 gilt der Realsozialismus weitgehend als endgültig Die Ursachen für das Scheitern des Realsozialismus als vielfältig. Als Hauptursachen werden unter anderem folgenden Entwicklungen angesehen:

  • Entgegen der Voraussagen des Marxismus entwickelten einige geprägte Staaten einen Sozialstaat der die schlimmsten sozialen Unterschiede und Armut abfederte.
  • Der Staatsapparat der realsozialistischen Staaten erwies sich zunehmend unflexibel und unfähig mit dem höheren hochmoderner Gesellschaften umzugehen.
  • Die Staaten des realen Sozialismus orientierten sich einem stets kapitalistisch geprägten Modernisierungsmodell nur konnten den Grad der Modernisierung dieser Staaten niemals Sie meinten trotzdem die sozialen Leistungen der Staaten zu übertreffen was Ursache für die "Überholen ohne einzuholen" wurde.

Sozialdemokratie

Die Sozialdemokratie versuchte in ihren Anfängen kommunistisch inspirierte Umgestaltung der Gesellschaft. Eine explizite zu kommunistischen Positionen trat erst mit dem Ersten Weltkrieg und der Oktoberrevolution auf. Obwohl die in ihrer Programmatik die Überwindung der kapitalistischen einer sozialistischen Produktion also die Vergesellschaftung der bis in das Heidelberger Programm von 1925 verfolgte ging sie in der politischen Alltagspraxis anderen Weg nämlich den der Reformpartei die Ziele nicht auf revolutionärem sondern auf parlamentarischem durchzusetzen suchte.

Mit dem Godesberger Programm von 1959 sich die SPD von einer Klassenpartei zur Damit einhergehend wurde eine Neudefinition des Begriffes Sozialismus erforderlich. Man entledigte sich der bis vorherrschenden marxistischen Ausrichtung und wählte als neue Demokratischer Sozialismus.

Demokratischer Sozialismus

Der Demokratische Sozialismus war daher lange praktisch ein Synonym für Sozialdemokratie. In der wurde der demokratische Sozialismus als "Sozialdemokratismus" verunglimpft. Seit dem Scheitern Realsozialismus und zunehmender Liberalisierung der Sozialdemokratie nehmen Bestrebungen nach einem eigenständigen Demokratischen Sozialismus zu. sich explizit nicht als sozialdemokratisch empfindene Sozialisten auf der Suche nach neuen politischen Konzepten. Sozialdemokratie selbst rückt immer weiter von Marxistischen und dem damit verbundenen Konzept des Sozialismus in der Partei wird darüber diskutiert ob Konzept des demokratischen Sozialismus aus dem Parteiprogramm tilgen sei. Demokratischer Sozialismus in diesen neuen setzt zum einen auf einen Ausbau des auf der anderen Seite auf eine stärkere des Parlamentarismus hin zu Elementen direkter Demokratie .

Siehe auch - weiterführende Artikel : Kommunismus Kommunistische Partei Sozialdemokratie Anarchismus

Literatur

  • Klaus von Beyme: Politische Theorien im der Ideologien. 1789-1945. Wiesbaden Westdeutscher Verlag. 2002. ISBN 3-531-13875-8
  • B. Crick: Socialism. Milton Keynes Open Press. 1989.
  • S. Mukherjee / S. Ranaswamy: A of Socialist Thought. London. Sage. 2000.
  • Eric Hobsbawm : Revolution und Revolte. Aufsätze zu Kommunismus und Umsturz im 20. Jahrhundert. Frankfurt Suhrkamp.
  • J.L. Talmon: Geschichte der totalitären Demokratie. Westdeutscher Verlag. 1961/1963 (2 Bände).
  • P. Weber: Sozialismus als Kulturbewegung. Frühsozialistische und das Entstehen zweier feindlicher Brüder Marxismus Anarchismus . Düsseldorf Droste. 2000.

Weblinks:

  
  



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