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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 1. September 2014 

Sozialistische Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft


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Die sozialistische Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft Kernprogramm vieler unterschiedlicher sozialistischer Gruppen die sich Einmarsch der Roten Armee in Ostdeutschland agierten. Unklar ist bis heute wie und in welchem Umfang sich die sowjetischen allen voran die Sowjetische Militäradministration in Deutschland und die sowjetische Führung um Stalin zu diesem Schritt entschloss.

Inhaltsverzeichnis

Ostdeutschland 1945

Der Einmarsch der Roten Armee in Ostdeutschland 1945 förderte zunächst eine Vielzahl sozialistischer und kommunistischer Gruppen zutage die alle an die Realisierung des Traums von Sozialismus glaubten. Die wenigsten dieser Gruppen standen direkter Kontrolle der Besatzungsmacht die zu diesem noch abwartend auf die baldige sozialistische Umgestaltung Zunächst galt es die Notwendigkeiten des Besatzungsalltags meistern und eine Verständigung mit den Westmächten der Deutschlandfrage zu erreichen. Von zentraler Bedeutung war die Frage nach Reparationen die auf der Potsdamer Konferenz nur grob vereinbart wurden. So machten Sowjets einen Anspruch auf ca. 20 Mrd. Entschädigungen geltend die durch Demontagen und Lieferungen aus laufender Produktion der Industrie gedeckt werden sollten.

Demontagen Reparationen und Enteignungen

Seit Beginn der Besatzungszeit begannen in Ostdeutschland umfassende Demontagen der Industrie . Besonders fatal daran war dass die Unternehmen keine Chance bekamen Reparationen durch laufendes zu erwirtschaften. Stattdessen wurden ihnen dringend benötigte durch Demontagetrupps entzogen ohne dass man den Schaden irgendwie kompensieren konnte. Von Sommer 1945 bis 1946 erfolgten zwei besonders umfassende Demontagwellen durch knapp ein Viertel der ostdeutschen Industriekapazitäten in Sowjetunion verschifft wurde oder - was auch - vor dem Abtransport verrotteten. Die Demontagen eng mit der Reparationsfrage verbunden. Vereinbart war die Westmächte Reparationen aus laufender Produktion aus Besatzungszonen an die Sowjetunion zahlen würden die im Gegenzug Nahrungsmittel den Westen liefern sollte. Da dies nicht und sich gleichzeitig die Nahrungsmittelkrise in Westdezrschland verschärfte kündigte US-General Lucius Clay im 1946 die Lieferung von Reparationen aus dem Westen auf. Damit verlagerten auch die wilden Demontagen in Ostdeutschland da die SMAD nunmehr ihr eigenes Einflussgebiet absichern musste. wurden vermehrt Enteignungen vorgenommen. 1946 intensiviert die SED gegen angebliche großkapitalistische Unterstützer des Nationalsozialismus und überführt durch ein Industriereferendum knapp Unternehmen in Staatseigentum. Die Sowjetmacht stoppte parallel wilden Demontagen enteignete aber auch selbstständig deutsche die in sog. Sowjetische Aktiengesellschaften (SAGs) überführt Bis Ende 1947 ist knapp 25% der Industrie sowjetisch Reparationen aus laufender Produktion gehen

Die Bodenreform

Den besonderen Hass der Besatzungsmacht und deutschen Sozialisten hatte das Junkertum wegen seiner Rolle als "Steigbügelhalter" Hitlers auf sich gezogen. hatte der Krieg letztlich den Großteil deutscher in den Tod oder in die Flucht dennoch galt es die großen Ländereien zu und unter sog. "Neubauern" (zumeist Flüchtlingen) zu Die Maßnahme bewirkt eine Umverteilung von knapp der agrarischen Nutzfläche bis 1947. Fakt ist sie auch im Westen nicht einer gewissen entbehrte da die sozialen Verwerfungen im Nachkriegsdeutschland Dezentralisierung der Landwirtschaft weithin wünschbar machten.

Die sozialistische Umgestaltung in der SBZ/DDR

Plakat der 2.SED-Parteikonferenz: Schöne neue Welt

Mit den Enteignungen Demontagen und der der Jahre 1945 - 1947 war eine erste Phase der vorsozialistischen realisiert. Der Aufbau der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) 27.6. 1947 institutionalisierte den Aufbau planwirtschaftlicher Strukturen. Die vereinte in sichdie Zentralverwaltungen für Industrie Finanzen Handel und Versorgung Arbeit und Sozialfürsorge Land- Forstwirtschaft Brennstoffindustrie und Energie Interzonen- und Außenhandel Statistik. Damit wurde sie zu einer prästaatlichen deren Gegenstück im Westen die Organe der Bizone waren. Wirklich offenen Kurs auf den des Sozialismus" nahm die neugegründete DDR aber erst auf ihrer 2.Parteikonferenz im 1952 .

Plakat der 2.SED-Parteikonferenz: Schöne neue Welt

Mit der von Stalin genehmigten Proklamation des "Aufbaus des Sozialismus" sich umfassende Kollektivierungsmaßnahmen (Aufbau von LPGs u.ä.) Normerhöhungen und ein noch rigiderer gegenüber den Resten privatwirtschaftlicher Strukturen. Die durch und eine umfassende Aufrüstung arg gebeutelte DDR schon kurz danach wirtschaftlich mit dem Rücken Wand. Walter Ulbricht bat die UdSSR um materielle Unterstützung die ihm diesen jedoch versagte. Nach dem Tod von Josef Stalin am 15. März 1953 übte die neue sowj. Führung an selbstgerechten und wirtschaftlich sinnlosen Kurs und forderte Dieser "Neue Kurs" wurde nur widerwillig von SED umgesetzt doch ohnehin brodelte es im schon so sehr dass der Volksaufstand vom 1953 nicht mehr überraschend kam. Sowjetische Panzer den Aufstand platt und Hilfslieferungen vom "großen sicherten den Eliten um Ulbricht das Überleben. begann im Juli 1952 mit der zweiten der SED die sozialistische Umgestaltung der DDR-Wirtschaft.




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