Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Stückzinsen sind Zinsen die vom Käufer einer kupontragenden Anleihe an den Verkäufer gezahlt werden müssen.
Anleihen können auf zwei Arten an Börse notiert sein:
cum Kupon - dann ist der seit der Kuponauszahlung aufgelaufene Anteil des Kupons im Kurswert Anleihe enthalten. Am Tag der Auszahlung des gibt es dann einen Kursabschlag.
ex Kupon - dann enthält der Anleihenkurs keinen
Im Unterschied zu Aktien werden Anleihen in der Regel ex Kupon notiert.
Beim Kauf einer Anleihe muß man Vorbesitzer nicht nur den Kurs der Anleihe sondern man muß ihm auch für "seinen" am Kupon entschädigen.
Dabei kommt in der Regel folgende zur Anwendung:
<math> Stueckzins = K \frac {d}{360} </math>
wobei
<math> \begin{matrix} \mbox{Tage seit letzter Kuponauszahlung &=& d \\ \mbox{Kupon } &=& K \end{matrix} </math>
Diese Formel ist finanzmathematisch nicht ganz Genau genommen müßte man dem Vorbesitzer nur Barwert des mit dieser Formel berechneten Betrages da der Kupon ja erst später ausbezahlt und der neue Besitzer auf diese Weise Kupon zinsfrei vorstrecken muß.
Trotzdem hat sich die einfache aber Formel eingebürgert.
<math> \begin{matrix} \mbox{Marktzinssatz } &=& r \mbox{Kupon } &=& K \\ \mbox{Zeit (in seit der letzten Kuponauszahlung } &=& t \end{matrix} </math>
Die Differenz zwischen der genauen ist nach und kurz vor dem Auszahlungstermin des am kleinsten; sie ist zwischen zwei Kuponauszahlungsterminen vernachlässigbar. Idealerweise sollte der Markt diese Ungenauigkeit Berechnung ausgleichen so daß zwischen zwei Kuponterminen Anleihe etwas niedriger notiert als rund um Kupontermin.