Der Fläche nach belegt der Kanton 6 der Einwohnerzahl nach Platz 5 unter insgesamt 26 Schweizer Kantonen.
St. Gallen hatte auf den 1.1.2003 Einwohner. In den letzten zehn Jahren hat Kantonsbevölkerung um 4.9 % zugenommen. Die Bevölkerung in dieser Zeitperiode vor allem in den See-Gaster (8.6%) Werdenberg (8.1%) und Rheintal (7.5%) während sie in den Wahlkreisen Toggenburg (0.0%) St. Gallen (1.6%) fast gleich blieb.
Amtssprache ist Deutsch.
Da der Kanton St. Gallen erst aus verschiedenen Territorien geschaffen worden ist ist konfessionell sehr heterogen. Rein katholisch sind das Fürstenland (einst Besitz des St. Galler Fürstbischofs) mit Ausnahme der traditionell reformierten Stadt St. (einst freie Reichsstadt) sowie die südlichen Teile Kantons (einst Untertanengebiete der Innerschweiz). Das im gelegene Toggenburg ist gemischt doch überwiegend reformiert im Osten gelegene Rheintal ist ebenfalls gemischt vorwiegend katholisch (ausgenommen insbesondere das reformierte ehemalige und glarnerische Untertanengebiet von Sax und Werdenberg).
Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom Jahre
Gesetzgebendes Organ ist der Kantonsrat der Mitglieder zählt und vom Volk auf eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Über Volksabstimmungen (obligatorisches Referendum bei Verfassungsänderungen fakultatives Referendum bei Gesetzesänderungen Volksinitiative) hat auch das Volk direkten Anteil der Gesetzgebung. Die Abstimmung über ein Gesetz 4'000 Stimmberechtigte verlangen um ein Gesetz vorzuschlagen es der Unterstützung durch 6'000 Stimmberechtigte und eine Verfassungsänderung zu beantragen sind 8'000 Stimmberechtigte Eine allgemeine rechtsetzende Tätigkeit schliesslich können 4'000 verlangen (Einheitsinitiative). Sitzverteilung im Kantonsrat nach den Wahlen 2004 (in Klammern 2000 und 1996):
CVP 55 (62 - 66) SVP (42 - 14) SP 35 (27 - FDP 32 (40 - 44) GP/Unabh. 10 - 10) EVP/EDU 2 (2 - 2) 0 (0 - 10) Sonstige 1 (1 0).
Die Regierung hat sieben gleichberechtigte Mitglieder die vom Volk auf eine feste Amtszeit vier Jahren gewählt werden. Parteipolitische Zusammensetzung nach den Wahlen von
3 FDP 2 CVP 1 SP Sitz noch nicht wiederbesetzt)
Gerichte auf kantonaler Ebene sind das das Kassationsgericht das Handelsgericht das Verwaltungsgericht und Versicherungsgericht; auf regionaler Ebene bestehen Kreis- und auf kommunaler Ebene die Vermittler.
Als dezentrale Einheiten kennt der Kanton Gallen als Normalfall die politischen Gemeinden. siehe: Gemeinden des Kantons St. Gallen Spezialgemeinden sind die Orts- und die die es nicht im ganzen Kanton gibt die evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirchgemeinden. Die Aufgaben früheren Bezirke (siehe unten) wurden in den Jahren zunehmend auf andere Körperschaften übertragen; als wurden die Bezirke schliesslich mit der neuen abgeschafft.
Sankt Gallen entsendet - wie jeder - zwei Abgeordnete in den Ständerat und seiner Einwohnerzahl 12 Vertreter in den Nationalrat.
Am Schweizerischen Volkseinkommen hat Sankt Gallen Anteil von 5 3% seine Finanzkraft liegt bei etwa 80% des schweizerischen Durchschnitts. Die liegt bei 1635 CHF pro Einwohner (2002). des Kantons ist die Steuerkraft unterschiedlich. So Mörschwil SG eine Steuerkraft von 2798 CHF während diese in Stein SG bei 784 CHF liegt.
Der Kanton St. Gallen bietet 237'000 (inkl. Teilzeit) an das heisst pro 100 im Schnitt 52 Arbeitsplätze.
Der Kanton Sankt Gallen wurde 1803 Antrag des helvetischen Abgeordneten Karl Müller-Friedberg von Napoleon aus dem bis 1798 bestehenden Fürstbistum Gallen der Grafschaft Toggenburg und mehreren Untertanengebiete anderer Kantone ( Rapperswil Landvogteien Uznach Gaster Sargans Rheintal Grafschaft Werdenberg Amt Gams Herrschaft Sax) geschaffen. Als Neuschöpfung trat er gemeinsam mit den ebenfalls geschaffenen Kantonen Thurgau Waadt Aargau Graubünden und Tessin als gleichberechtigtes Bundesglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Der junge Kanton gab sich 1803 1814 die ersten Kantonsverfassungen und konnte sich der nachnapoleonischen Zeit gegenüber territorialen Ansprüchen des Fürstabts einerseits und von separatistischen Kantonsteilen anderseits In der Verfassung von 1814 wurden aufgrund konfessionellen Heterogenität des Kantons Angelegenheiten wie Kirchen- und Schulsachen nicht dem Staat sondern den (katholischen und reformierten) sog. "Kantonsteilen" überantwortet so neben dem allgemeinen gesetzgebenden Grossen Rat (heute auch ein katholischer und ein reformierter Grosser eingeführt wurde (konfessioneller Dualismus). 1831 wurde eine Verfassung eingeführt die mit dem "Volksveto" bereits direkt-demokratische Züge aufwies und das bisherige oligarchische ablöste. 1861 übernahm der Staat nach heftigen das bisher kirchliche Schulwesen. Die starke Konfessionalisierung Kantons prägte den Kanton aber noch weit ins 20. Jh. hinein. 1875 wurde das durch das fakultative Referendum (Einspracherecht des Volkes Gesetze) ersetzt. In der neuen Verfassung von wurden mit der Einführung der Volksinitiative (Recht Volkes Gesetze vorzuschlagen) der Erleichterung das Referendums der Volkswahl des Regierungsrates die Volksrechte modernisiert. Grundgesetz galt mit vielen Änderungen bis zum der heutigen Verfassung von 2001 welche in Linie die zahlreichen verfassungsrechtlichen Neuerungen der vergangenen Jahre zusammenfasste und die Reorganisation des Kantons
Stand Einwohnerzahlen: 1. Januar 2003