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Ministerium für Staatssicherheit


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Das Ministerium für Staatssicherheit kurz MfS war der Geheimdienst der SED in der DDR . Im Volksmund wurde das MfS als bezeichnet.

Wappen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Aufgaben des MfS

Den Startschuss für den Aufbau einer Geheimpolizei gab das Politbüro der SBZ am 28. Dezember 1948. diesem Beschluss konnten sich Walter Ulbricht Wilhelm Pieck sowie Otto Grotewohl gegen die Befürchtungen des sowjetischen Ministers Staatssicherheit Victor S. Abakumow durchsetzen der Sorgen der Wirkung dieses Beschlusses auf die Westalliierten

Das MfS wurde am 8. Februar 1950 gegründet. Als Leiter wurde Wilhelm Zaisser eingesetzt Erich Mielke als sein Stellvertreter.

Nachdem es bei der Verhinderung des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 "versagt" hatte wurde das Ministerium von zu einem "Staatssekretariat für Staatssicherheit (SfS)" umgeformt dem Innenministerium unterstellt. Erst 1955 erhielt es Ministeriumsrang. Leiter des SfS war Ernst Wollweber. wurde von Walter Ulbricht 1957 abgelöst und durch Erich Mielke Mielke leitete das MfS bis zu seiner 1989. Leiter der Auslandsaufklärung des MfS war 1955 bis 1986 Markus Wolf .

Rechtliche Grundlage für die Tätigkeit des war das "Gesetz über die Bildung eines für Staatssicherheit" die Statuten des SfS/MfS von bzw. 1969 (die allerdings strengster Geheimhaltung unterlagen welchen aber die geheimdienstlichen Befugnisse von der oder dem Nationalen Verteidigungsrat sanktioniert wurden) sowie Strafprozessordnung und das Volkspolizei-Gesetz von 1968 dessen 20 die Angehörigen des MfS mit polizeilichen ausstattete. Allerdings bewegte sich der Geheimdienst auch dieser rechtlichen Grundlagen und verstieß bei seiner auch gegen Verfassungsgarantien der eigenen DDR-Verfassung.

Durch den Beschluss des SED-Politbüros vom 23. Oktober 1953 wurden dem DDR-Geheimdienst folgende Aufgaben zugeteilt:

  • Auklärungsarbeit in Westdeutschland und Westberlin mit dem Ziel dass Mitarbeiter des in allen wichtigen Institutionen der Westalliierten anzutreffen (Bonner Regierung Industrie Forschung )
  • aktive Spionageabwehr durch das Eindringen von Informatoren in alle wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens
  • Durchführung von Agenturarbeit z.B.: Kontrolle von gezielte Zersetzung und Spaltung von Kirche und Jugendgruppe Intellektuellenkreise und seiner Dissidenten .
  • Aufdeckung und Beseitigung feindlicher Zersetzungstätigkeiten
  • Gewährleistung des absoluten Schutzes von verantwortlichen
  • Gewährleistung der genauen Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsorganen Polizei

Bekannte Inoffizielle Mitarbeiter (IM)

Opfer oder Personen die beobachtet wurden

Siehe auch

  • Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der DDR (Birthler-Behörde)
  • Liste von Nachrichtendiensten

Offizielle Mitarbeiter

  • Wilhelm Zaisser - Minister für Staatssicherheit (Februar 1950 Juli 1953)
  • Ernst Wollweber - Minister für Staatssicherheit Juli 1953 - Ende 1957)
  • Erich Mielke - Minister für Staatssicherheit (1957 -
  • Markus Wolf - Leiter der Auslandsaufklärung

Umfang des MfS

Das MfS diente dem Regime hauptsächlich Unterdrückungs- und Bespitzelungsapparat gegen die eigene Bevölkerung. wird geschätzt dass 1989 etwa 91.000 Menschen für das MfS arbeiteten. Da sich das als "Schild und Schwert der Partei" verstand ein Großteil seiner Mitarbeiter zugleich Mitglied in SED. Hinzu kamen weit mehr als 100.000 genannte "Inoffizielle Mitarbeiter" von denen viele sich Spitzel und im Ausland als Spione betätigten.

Die oben genannten Zahlen zeigen dass auf die Gesamtzahl der OM und IM 200.000 und der Gesamtzahl der Bürger der (80 Mil.) jeder 400. für das MfS hat. Unter Ausschluss der Kinder und Alten Jahre) müsste vermutlich jeder 200. bis 300. in Gesamtdeutschland für das MfS gearbeitet haben. man von einem Hauptschwerpunkt der Mitarbeiter in DDR (16 Mio. Einwohner) aus und dass (140.000) der Mitarbeiter dort tätig waren war ca. jeder 50. zwischen 18 und 80 für das MfS tätig. Viele der IM hauptamtlich Polizisten Staatsbeamte und Armeeoffziere aber auch wie Kollegen Mitarbeiter selbst Familienangehörige.

Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der DDR in der Bundesrepublik rund 1500 Spione vorwiegen Westdeutschland für die Stasi aktiv wie eine der so genannten Rosenholz-Dateien im März 2004 ergab. Die Anzahl der IM welche die Hauptverwaltung Aufklärung in der DDR selbst waren wurde dabei mit 20.000 beziffert.

Der Eintrag als IM ist vorerst als Indiz für eine Geheimdiensttätigkeit zu werten: kann nicht ausgeschlossen werden dass auch reine des MfS durch einen Aktenbeleg als IM sind. Alleine aus Vermerken und sonstigen Eintragungen Karteikarten lässt sich nicht immer zweifelsfrei feststellen eng die Beziehung einer Person zum MfS sie liefern nur Indizien. Die Geschehnisse können nur an Hand der Akten umfassend nachvollzogen Diese sind für manche IM noch erhalten andere IM vernichtet. Allerdings finden sich Querverweise anderen Berichten die ein Bild über die eines IM geben können. Eine Verpflichtungserklärung (zur mit dem MfS) ist in diesen Fällen nicht mehr aufzufinden da eine erhebliche Aktenanzahl dem Zusammenbruch der Behörde vernichtet wurde.

Vorläufer des MfS

Das MfS war nicht der erste zur Überwachung der DDR-Bevölkerung. In der DDR es vor der Gründung des Ministeriums am 8. Februar 1950 zwei Vorläufer.

Zum einen installierten die sowjetischen Ministerien Inneres und für Staatssicherheit ( NKWD/NKGB bzw.MWD/ MGB) eine Reihe von selbständigen Apparaten in der SBZ die unter der Leitung des Generalobersten A. Serow ab 1946 Nikolai K. Kowaltschuk

Zum anderen wurde im August 1946 die Deutsche Verwaltung des Inneren (DVdI) die die politische Polizei unter der Bezeichnung vereinheitlichte. Sehr früh wurde die K5 schon betraut geheimdienstliche Operationen/ Aufgaben durchzuführen und zu Anfangs hatte die K5 einen Personalbestand von 160 (1946) und später einen Bestand von 700 (April 1948) Mitarbeitern.

Ausbildungsstätten des MfS

Am 16. Juni 1951 eröffnete Walter Ulbricht im Beisein von Wilhelm Zaisser die "Schule des Ministeriums für Staatssicherheit" Golm bei Potsdam . Ernst Wollweber der Nachfolger Zaissers wandelte 1955 in die "Hochschule des Ministeriums für um obgleich es zu diesem Zeitpunkt noch Hochschule war sondern langsam dazu verändert wurde. 1963 konnte man ein Diplom erwerben. Seit 1965 wurde sie nach außen hin "Juristische Potsdam" genannt. Intern wurde von 1976 bis 1989 der Name "Hochschule des Ministeriums für verwendet. Am 18. Juni 1968 erhielt die Hochschule Promotionsrecht (Dr. jur. A) ab 1. Juni 1981 auch Dr. sc. [scientiae] jur. [juris] B)). Alle Arbeiten unterlagen den üblichen Geheimhaltungsregeln Geheimdienstes. Ziel der Ausbildung war es leitende für den MfS auszubilden.

Bis 1961 wurde ein Lehrstuhl "Juristische Ausbildung" eine "Kriminalistik" und Institute für "Marxismus-Leninismus" "Recht" und eingerichtet. 1988 kamen Lehrstühle für "Grundprozesse der politisch-operativen "Spionage" "Politische und ideologische Diversionstätigkeit (PID)" "Politische (PUT)" und "Grundfragen der Arbeit im und dem Operationsgebiet" hinzu.

Am 19. Juni 1970 wurde die "Juristische Fachschule des Ministeriums Staatssicherheit" gegründet und am 4. November 1970 von Erich Mielke eröffnet. Sie war der Juristischen Hochschule angegliedert. Möglich war hier die Absolvierung eines oder ein Fachschulfernstudiums. Zugangsvoraussetzung war die vorherige für das MfS. Bis 1984 gab es 6.343 Absolventen gemäß Hochrechnungen es bis zur Auflösung der Schule circa

(Literatur hierzu: Günter Förster: Die Juristische des MfS Bundesbeauftragter für die Unterlagen des der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) Abteilung und Forschung. Berlin. 1996)

Gliederung des MfS

Das MfS war in mehrere Hauptabteilungen Unterabteilungen und Arbeitsgruppen gegliedert die alle eng in Verbindung standen. Die Hauptgruppen waren meist römischen Ziffern durchnummeriert und jede von ihnen auf ihrem ihr zugewiesenen Tätigkeitsfeld von Reiseangelegenheiten visuelle Überwachung Personenschutz bis hin zu Spionage Untertätigkeiten der Einzelnen Hauptabteilungen waren u.a. und Ausbildung und Unterstützung der RAF .

  • Minister für Staatssicherheit
    • Abteilung 26 - Telefonüberwachung
    • Abteilung Bewaffnung/Chemischer Dienst (BCD)
    • Abteilung Finanzen
    • Abteilung Nachrichten - Sicherstellung des Nachrichtenwesens
    • Abteilung X - Internationale Verbindungen
    • Abteilung XI - Chiffrierdienst
    • Abteilung XIV - Untersuchungshaft und Strafvollzug
    • Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung (AG BKK)
    • Arbeitsgruppe des Ministers (AGM) - Mobilmachung
      • Wachregiment Berlin "Feliks Dzierzynski"
    • Arbeitsgruppe E beim Stellvertreter des Ministers Mittig (AG E)
    • Arbeitsgruppe XVII - Besucherbüros Berlin (West)
    • Büro der Leitung (BdL)
    • Büro der Zentralen Leitung der Sportvereinigung
    • Hauptabteilung I (HA I) - Abwehrarbeit der NVA und Grenztruppen
    • Hauptabteilung II (HA II) - Spionageabwehr
      • Abteilung M - Postkontrolle
    • Hauptabteilung III (HA III) - Funkaufklärung
    • Hauptabteilung VI (HA VI) - Paßkontrolle Interhotel
    • Hauptabteilung VII (HA VII) - Abwehrarbeit Ministeriums des Innern (MdI) und Deutschen Volkspolizei
    • Hauptabteilung VIII (HA VIII) - Beobachtung/Ermittlung
    • Hauptabteilung IX (HA IX) - Untersuchungsorgane
    • Hauptabteilung XIX (HA XIX) - Verkehr Nachrichtenwesen
    • Hauptabteilung XVIII (HA XVIII) - Sicherung Volkswirtschaft
    • Hauptabteilung XX (HA XX) - Staatsapparat Kirche Untergrund
    • Hauptabteilung XXII (HA XXII) - Terrorabwehr
    • Hauptabteilung Personenschutz (HA PS)
    • Hauptabteilung Kader und Schulung (HA KuSch)
      • (Juristische) Hochschule des MfS
      • Zentraler Medizinischer Dienst (ZMD)
    • Operativ-Technischer Sektor (OTS)
    • Verwaltung Rückwärtige Dienste (VRD)
    • Zentrale Arbeitsgruppe Geheimnisschutz (ZAGG)
    • Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG)
      • Abt.XII Zentrale Auskunft/Speicher
      • Abt.XIII Zentrale Rechenstation
      • Rechtstelle
    • Zentrale Koordinierungsgruppe (ZKG) - Flucht und
    • Zentraler Operativstab (ZOS)

Weblinks



Bücher zum Thema Ministerium für Staatssicherheit

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