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Staatsbürgerschaft


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Eine Staatsbürgerschaft/ Staatsangehörigkeit ist eine politische und rechtliche Konstuktion Staates (Verwaltungsgebilde) die man entsprechend den jeweiligen auf verschiedene Art und Weise erwerben kann oder aus der man ggfls. auch entlassen kann ( Ausbürgerung ).

Der Erwerb und der Verlust einer Staatsbürgerschaft ist abhängig von den Bestimmungen des Staates .

Inhaltsverzeichnis

Prinzipien des Staatsangehörigkeitserwerbs

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten:

1. Das Abstammungsprinzip ( ius sanguinis ): Kinder von Staatsbürgern eines bestimmten Staates unabhängig von dem Land in dem sie sind Staatsbürger dieses Staates. Diese Regelung ist in den meisten europäischen Staaten.

2. Territorialprinzip ( ius soli auch Bodenrecht genannt): Jeder im Staat bekommt die Staatsbürgerschaft dieses Staates (z.B. in und Kanada).

Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft:

1. Abstammungsprinzip: Eheliche Kinder erhalten die des Vaters oder der Mutter uneheliche die Mutter.

2. Verleihung: Eine Verleihung kann erfolgen

  • ein ordentlicher Wohnsitz in Österreich von zehn Jahren vorliegt
  • ein ordentlicher Wohnsitz in Österreich von vier Jahren vorliegt und zusätzlich berücksichtigungswürdige Gründe (zb. Verwandte mit österreichischer Staatsbürgerschaft im Inland
  • außerordentliche Leistungen auf den Gebieten der des Sportes der Wirtschaft der Kulturen im der Republik Österreich vorliegen oder zu erwarten

Die Verleihung muss erfolgen:

  • nach ordentlichem Wohnsitz in Österreich von als 30 Jahren
  • wenn der Ehegatte Österreicher ist

3. Universitätsprofessor Ein Fremder der den als Universitätsprofessor an einer österreichischen Universität antritt die österreichische Staatsbürgerschaft. Weiters erhalten der Ehegatte die minderjährigen unverheirateten Kinder ebenfalls die österreichische Auf die bisherige Staatsbürgerschaft muss jedoch nicht werden obwohl eine doppelte Staatsbürgerschaft in Österreich normalen Bedingungen nicht möglich ist.

Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft:

Dies kann erfolgen durch

  • Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit
  • Eintritt in den Militärdienst eines fremden
  • Entziehung (zb. Schädigung des Ansehens der
  • Verzicht

Rechte und Pflichten des Staatsbürgers:

Die Grundrechte lassen sich in die die für alle Staatsbürger gelten und in die auch für Fremde gelten unterteilen.

Der Staatsbürger hat Recht auf einen Aufenthalt im Land er hat politische Rechte Teilnahme an Volksabstimmungen etc.) er hat Recht Gleichheit vor dem Gesetz und hat weiters Recht auf Schutzanspruch österreichischer Vertretungsbehören im Ausland.

Der Staatsbürger hat aber auch Treuepflicht dem Staat Männer müssen den Wehrdienst absolvieren haben sie die Pflicht zur Übernahme eines

Verleihung und Nachweis der Staatsbürgerschaft:

Verliehen wird die Staatsbürgerschaft durch den Landeshauptmann.

Bestätigungen dass man die österreichische Staatsbürgerschaft den Staatsbürgerschaftsnachweis stellt die jeweilige Gemeinde aus. Diese sind jedoch meist zu Staatsbürgerschaftsverbänden zusammengeschlossen. Als Staatsbürgerschaftsnachweis gilt auch meist Reisepass da man diesen auch nur bei aufrechten Staatsbürgerschaft bekommt.

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit

durch Geburt

Durch Geburt ist ein Kind deutscher wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt im der deutschen Staatsangehörigkeit ist (§ 4 Abs. StAG).

Sogenanntes Optionenmodell

Auch wenn beide Elternteile nicht die Staatsangehörigkeit besitzen erwirbt ein Kind nach dem Optionsmodell (seit dem 01.01.2000) die deutsche Staatsangehörigkeit den Fällen des § 4 Abs. 3 wenn
  • sich ein Elternteil seit 8 Jahren im Bundesgebiet aufhält und
  • seit drei Jahren im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder einer Aufenthaltsberechtigung
ist.

Kinder die auf diese Weise die Staatsangehörigkeit erworben haben besitzen in der Regel eine weitere Staatsangehörigkeit. Im Alter zwischen 18 23 Lebensjahren müssen diese Kinder gegenüber der Behörde erklären (Optionspflicht Erklärungszwang) ob sie die Staatsangehörigkeit behalten wollen oder die andere Staatsangehörigkeit

durch Einbürgerung

Die Einbürgerung erfolgt nur auf Antrag. Ausländergesetz sieht im § 85 einen Anspruch Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit vor wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind (8 Jahre Aufenthalt Aufenthaltserlaubnis Sicherung des Lebensunterhaltes keine nicht geringfügigen Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung). In der muss die ausländische Staatsangehörigkeit aufgegeben werden. Ausnahmen nur möglich wenn die Staatsangehörigkeit nur unter schweren Bedingungen aufgegeben werden kann (§ 87

Besteht kein Anspruch auf Einbürgerung kann Staatsangehörigkeitsbehörde im Ermessen über die Einbürgerung entscheiden. Die Voraussetzungen eine Ermessenseinbürgerung sind in der Regel strenger ergeben sich aus den §§ 8 ff.

Weblinks

Siehe auch



Bücher zum Thema Staatsbürgerschaft

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