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Staatsoper Unter den Linden


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Die Staatsoper Unter den Linden (auch: Lindenoper ) ist das älteste Opernhaus sowie das älteste Theatergebäude überhaupt in

Siehe auch: Portal Musik Oper Geschichte der Oper Opernhaus

Staatsoper Unter den Linden Berlin Nachtaufnahme vom 2004; im Giebelportikus ist die rekonstruierte Inschrift Rex Apollini et Musis´ erkennbar

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

18. Jahrhundert

Der Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff begann im Juli 1741 im Auftrag von Friedrich II. mit Bau der Königlichen Hofoper ; noch Monate vor der Fertigstellung des 1743 wurde das Opernhaus am 7. Dezember 1742 mit Carl Heinrich Grauns Cleopatra e Cesare eröffnet. Das Gebäude gehörte zur Anlage Forum Fridericianum am Opernplatz dem heutigen Bebelplatz und über drei separate Hallen die zu einem Festsaal verbunden werden konnten:

  • "Apollosaal" - ein Foyer- und Bankettsaal
  • "Tanz- und Theatersaal" - der Hauptsaal Opernaufführungen
  • "Korinthischer Saal" - eine weitere Bühne Opernaufführungen.

Das Haus war das erste königliche und das erste freistehende Opernhaus Deutschlands sowie damals größte Europas.

1787 erfolgten grössere Umbauten durch Carl Gotthard Langhans .

19. Jahrhundert

In der Nacht vom 18. zum 19. August 1843 brannte die Lindenoper bis auf die Grundmauern ab. Das dem Architekten Carl Friedrich Langhans unter Verlegung Eingangs an die Nordseite wieder aufgebaute Opernhaus ein Jahr später mit Giacomo Meyerbeers Ein Feldlager in Schlesien neu eröffnet. Kleinere Umbauten erfolgten 1869 .

Bereits im 17. Jahrhundert begleitete die Staatskapelle (die damalige "Königliche Kapelle" ) die Opernaufführung als Orchester . Die historischen Wurzeln der Staatskapelle reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück; sie wird im Jahr 1570 erstmals urkundlich als "Kurfürstliche Hofkapelle" erwähnt. Wilhelm Taubert initiierte 1842 die bis heute bestehende Tradition selbstständiger regelmäßiger Sinfoniekonzerte der Kapelle. Ebenfalls im Jahre 1842 wurde Giacomo Meyerbeer als Nachfolger von Gaspare Spontini zum Generalmusikdirektor berufen während Felix Mendelssohn Bartholdy die Sinfoniekonzerte leitete.

Als Chor der Staatsoper fungierte zunächst ein aus Schülern der Gymnasien bestehender Laienchor; ab 1821 wurde jedoch der Staatsopernchor fest engagiert.

20. Jahrhundert

Das Opernhaus wurde 1918 (andere Quellen: 1919 ) in Staatsoper Unter den Linden umbenannt und aus der Königlichen Kapelle entstand die Kapelle der Staatsoper . Bis April 1928 wurde das Bühnenhaus umgebaut; neu hinzugefügt eine Drehbühne sowie Unter- und Seitenbühnen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Staatsoper zweimal durch Bombeneinschlag vollständig zerstört zuerst der Nacht vom 9. zum 10. April 1941 und erneut am 3. Februar 1945 . Es folgten Neuaufbauten 1941 - 1942 durch E. Meffert sowie 1952 - 1955 durch Richard Paulick nach dem Knobelsdorffschen die beide mit einer Aufführung von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg zelebriert wurden (zuletzt am 4. September 1955 ).

1945 nach Kriegsende nannte sich die Lindenoper erneut um in Deutsche Staatsoper Berlin ; das erste Opernkonzert fand am 16. Juni 1945 mangels eines bespielbaren Hauses im Großen Sendesaal des Funkhauses in der Masurenallee statt. 1945 und 1955 wurde der Admiralspalast (das heutige Metropol-Theater) Spielstätte genutzt.

In den 50er Jahren wurde am die Inschrift Fridericus Rex Apollini et Musis entfernt.

Das Haus verfügt derzeit über 1.396 im Hauptsaal (Parkett und drei Ränge) und im Apollosaal 240 Zuschauer. Das Opernhaus wurde zuletzt 1983 bis 1986 umfassend restauriert.

1990 / 1992 beim Übergang der Staatsoper aus der Verantwortung des Ministerrates für Kultur der DDR in die des Berliner Kultursenators war Personalkörper der Oper 1.275 Mitglieder stark; zum des Geschäftsjahres 2001 waren an der Staatsoper nur noch Mitarbeiter beschäftigt.

Der am 6. Dezember 1992 gegründete Verein der Freunde und Förderer der Deutschen Berlin e.V. unterstützt die Arbeit der Staatsoper finanziell ideell. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehören Hans-Dietrich Genscher Friede Springer Teddy Kollek und Henry Kissinger .

Mitte der 1990er Jahre wurde das Haus erneut umbenannt Staatsoper Unter den Linden .

Gegenwart

Derzeit steht die Existenz der drei Opernhäuser ( Staatsoper Deutsche Oper und Komische Oper ) und deren künstlerische Unabhängigkeit zur Diskussion. Rahmen von Sparmaßnahmen versucht der Berliner Senat Ensemble die Haustechnik und die Werkstätten aus Beschäftigungsverhältnissen des öffentlichen Dienstes auszugliedern und in Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln.

Bedeutende Uraufführungen

Auswahl bedeutender Uraufführungen in der Staatsoper :


Die erfolgreichsten Inszenierungen

1991 bis 2002

  1. Wolfgang Amadeus Mozart Così fan tutte (Aufführungen: 14; Auslastung: 99%)
  2. Peter Iljitsch Tschaikowski Der Nussknacker (Aufführungen: 30; Auslastung: 98%)
  3. Richard Wagner Tannhäuser (Aufführungen: 13; Auslastung: 98%)
  4. Richard Wagner Das Rheingold (Aufführungen: 10; Auslastung: 97%)
  5. Richard Wagner Der fliegende Holländer (Aufführungen: 11; Auslastung: 96%)
  6. Richard Wagner Tristan und Isolde (Aufführungen: 11; Auslastung: 96%)
  7. Peter Iljitsch Tschaikowski Schwanensee (Aufführungen: 64; Auslastung: 96)
  8. Giuseppe Verdi Otello (Aufführungen: 14; Auslastung: 96%)
  9. Vincenzo Bellini Norma (Aufführungen: 19; Auslastung: 96%)
  10. Richard Wagner Götterdämmerung (Aufführungen: 12; Auslastung: 96%)
  11. Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni (Aufführungen: 17; Auslastung: 94%)
  12. Giuseppe Verdi Falstaff (Aufführungen: 10; Auslastung: 94%)
  13. Richard Wagner Die Walküre (Aufführungen: 17; Auslastung: 94%)
  14. Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte (Aufführungen: 103; Auslastung: 94%)
  15. Giuseppe Verdi Aida (Aufführungen: 34; Auslastung: 93%)
  16. Darius Milhaud Christoph Kolumbus (Aufführungen: 10; Auslastung: 92%)
  17. Giacomo Puccini La Bohème (Aufführungen: 8; Auslastung: 90%)
  18. Peter Iljitsch Tschaikowski Dornröschen (Aufführungen: 65; Auslastung: 89%)
  19. Wolfgang Amadeus Mozart Die Hochzeit des Figaro (Aufführungen: 32; Auslastung: 89%)
  20. Richard Wagner Lohengrin (Aufführungen: 19; Auslastung: 89%)

Künstlerische und musikalische Leiter Generalmusikdirektoren ab

Künstlerische Leiter und Generalmusikdirektoren ab 1918

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es verschiedene Chefdirigenten:

Ab 1936 gab es unter dem Intendanten Heinz mehrere ständige Dirigenten mit unterschiedlich grossem Einfluss:

Musikalische Leiter

Siehe auch: Kroll Oper Berlin

Generalmusikdirektoren bis 1918

Intendanten und Dirgenten

Intendanten ab 1918

Siehe auch: Kroll Oper Berlin

Intendanten und Dirgenten bis 1918

Bedeutende Aufführungen und künstlerische Ereignisse

  • Zyklus mit sämtlichen Sinfonien und Klavierkonzerten Beethovens mit Daniel Barenboim als Solist und Dirigent
  • Zehnteiliger Wagner-Zyklus zu den Festtagen 2002 - weltweit erste Aufführung der zehn Wagners unter derselben musikalischen Leitung Regie und als geschlossenes künstlerisches Ereignis innerhalb einer Woche.
  • Aufführung von Barockopern wie Cleopatra e Cesare Croesus L´opera seria und Griselda unter der Leitung von René Jacobs der Akademie für Alte Musik Berlin und Freiburger Barockorchester auf historischen Instrumenten.

Gastspiele

Auswahl von Gastspielen der Staatsoper:

Weblinks




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