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Staatsverschuldung


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Die Staatsverschuldung bezeichnet die Gesamtverbindlichkeiten eines Staates in also die von Bund Ländern Kommunen und

Inhaltsverzeichnis

Begriffe und Zahlenangaben für Deutschland

Laut Angaben des Bundes der Steuerzahler die Gesamtverschuldung der Bundesrepublik um ca. 2300 pro Sekunde. Die aktuelle Verschuldung (2003) beträgt Mrd. € das entspricht 62.7% des Bruttoinlandsproduktes (zum Vergleich: 1960 waren es noch und ca. 16.300 € pro Kopf. Rechnet zur nominalen Verschuldung noch versteckte Schulden wie zukünftig anfallende Renten- und Pensionszahlungen wird die Schuldenquote wesentlich höher: Hans-Werner Sinn des münchener ifo-Instituts gibt an dass ein Deutschland geborenes Kind eine Schuldenlast von 81.000 trage ( Die Zeit 13.05.04 S. 26).

Daneben wird oft die Nettokreditaufnahme (=Nettoneuverschuldung) angegeben. 2001 lag sie im Bund 154 Mrd. €. Seit 1962 kam es jedem Jahr zu einer Nettoneuverschuldung des Bundes; im Zeitraum von 1950 bis 1961 war acht Jahren eine Nettotilgung der Bundesschuld möglich.

Entsprechend sind die Zinslasten gewachsen. Die Zinslastquote (Zinsausgaben in % der Gesamtausgaben) lag für den Bund im Jahr bei 16 2%; in einigen Bundesländern noch darüber.

Zwischen 1965 und 2002 überstieg die der Zinsausgaben die Summe der Neuverschuldung. Die deckte also nicht einmal die Zinsausgaben. Dieses der Bundesbank als "Teufelskreis einer Schuldendynamik" bezeichnete Problem hat bereits zu einem geführt der nicht abgetragen werden kann. Selbst einer (unter heutigen Bedingungen unrealistischen) jährlichen Rückzahlung 13 Milliarden € wäre dies in 100 nicht möglich. Ein Ausweg könnte die Einführung Insolvenzrechtes auch für öffentliche Schuldner sein. (Und was machen dann die Gläubiger der Hand?)

Die Entwicklung in Deutschland seit 1991 folgenden Verlauf:
(in Billionen Euro nominal Quelle: Destatis)

1991 : 0 569
1992 : 0 681
1993 : 0 766
1994 : 0 840
1995 : 1 009
1996 : 1 069
1997 : 1 119
1998 : 1 153
1999 : 1 183
2000 : 1 198
2001 : 1 203
2002 : 1 253
2003 : 1 326

Die Steigerungsrate betrug in den Jahren 1991 bis 1998 ~10 6 % p.a.
Die Steigerungsrate betrug in den Jahren 1998 bis 2003 ~ 2 8 % p.a.
Die Abflachung im Jahr 2000 rührt von den UMTS -Erlösen.

Gründe für den in den 1990er erheblichen Anstieg der Staatsverschuldung waren die deutsche Wiedervereinigung und die wachsende Massenarbeitslosigkeit .

Grenzen der Staatsverschuldung

Der Staat darf nicht unbegrenzt Schulden Nach Art. 115 GG besteht ein Parlamentsvorbehalt eine inhaltliche Begrenzung (die Kredite dürfen nicht Summe der Investitionen übersteigen). Außerdem legt die EU in den Konvergenzkriterien zur gemeinsamen Währung (im Maastricht-Vertrag von 1992) folgende Grenzen fest:
  • Das Haushaltsdefizit darf maximal 3 0 % BIP betragen.
  • Die Gesamtverschuldung darf 60 0 % des nicht überschreiten.

Historischer und internationaler Vergleich

Historisch waren Kriege Wirtschaftskrisen und Verschwendungssucht wesentlichen Antriebskräfte für steigende Verschuldung. Die Phase Wirtschaftswachstums vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis der 1970er Jahre ermöglichte in den meisten einen Schuldenabbau. Danach ist die Verschuldung in allen OECD-Ländern bis 1996 rasant angestiegen; seitdem sie leicht. Der Durchschnitt lag 2001 bei 6% (bei starken Unterschieden: Australien 20 9% 132 6% Deutschland 60 2% nach OECD-Kriterien).

Verschuldung ist nicht nur ein Problem Industrienationen sondern noch extremer der Entwicklungsländer und Wirtschaftsräume ( siehe: Verschuldungskrise).

Volkswirtschaftliche Bedeutung

Die Bewertung der Staatsverschuldung ist in Wirtschaftwissenschaften kontrovers: "Eine der schrecklichsten Geißeln die jemals zur einer Nation erfunden wurden" vs. keynesianische Rechtfertigung verstärkter Verschuldung zur des Wirtschaftswachstums.

Staatsschulden sind auf die Zunkunft verschobene Kritiker einer Verschuldungspolitk argumentieren dass durch die Staatsverschuldung die jetzige Generation auf Kosten zukünftiger lebe (Generationenbilanz). In Deutschland ist dies nur Teil richtig: Ca. 60% der Staatsschulden sind des Staates bei seinen Bürgern. Werden in Zukunft diese Schulden zurückgezahlt erfolgt lediglich eine von Steuerzahlern zu den Gläubigern (Besitzer von u.ä.). Lediglich 40% der deutschen Verschuldung sind Ihre Rückzahlung wird in der Zukunft der Geld entziehen.

Ein weiterer volkswirtschaftlich bedeutender Effekt hoher ist der Verdrängungseffekt auf dem Kapitalmarkt: Durch hohe Nachfrage des Staates nach Geld steigen Finanzierungskosten der Unternehmen. Für sie werden Kredite Investitionen unterbleiben. Dadurch sinkt ihre Wettbewerbsfähigkeit das leidet.

Die Kehrseite der öffentlichen Verschuldung ist den Folgen der Kürzungsanstrengungen der öffentlichen Haushalte Vermögenswachstum der Gläubiger. Kritiker beschreiben daher die auch als gigantische Umverteilung von unten nach oben . In Deutschland verfügen die oberen zehn der privaten Haushalte über mehr als 50% Geldvermögens von 3.730 5 Milliarden €.

Ökonomen wie Heiner Flassbeck weisen darauf hin dass die Gesamtgeldmenge einer Volkswirtschaft stets Null ist. Minhin wenn die Privatleute nicht verschulden dies der Staat müsse um deflationären Tendenzen vorzubeugen. Keynesiansich inspirierte zur Staatsverschuldung sehen nach einer "Anschubfinanzierung" eines eine Refinanzierung durch die höhere Besteuerung der vor. Auch kann die Senkung von Leitzinsen Last der Staatsverschuldung dämpfen.

Ob der Verzicht auf Staatsverschuldung zu Wachstum führt scheint mit Blick auf die 2003 und 2004 sowie im Vergleich der und Deutschlands fraglich.

Ob eine hohe Staatsverschuldung zu mehr führt scheint mit Blick auf die Rekordverschuldungen letzten Jahrzehnts und die gleichzeitig sehr niedrigen fraglich.

Weblinks




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