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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Standard notation


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Standard notation (englisch) ist die klassische Schreibweise für Jazz - Standards bei der über der Melodie des Stücks textuelle Abkürzungen stehen die einem bestimmten Code verfasst sind der die des Stücks anzeigt und damit Akkorde bezeichnet. Derartige Akkorde nennt man im Changes .

Die Standard notation ist nicht die einzige Form Jazz Jazzvorlagen zu notieren. Werke die auf Vamps basieren oder Werke des Free Jazz benutzen eigene besondere Notationssysteme .

Werke in Standard notation sind keine auskomponierten Jazzstücke oder gar Transkriptionen von Improvisationen . Sie bilden vielmehr die klassische Grundlage das Zusammenspiel der Jazzmusiker die sich insbesondere der harmonischen Struktur richten und ihre Soli darauf aufbauen.

Bei der Standard notation unterscheidet man hierbei grundlegend zwischen Dur - Moll - und anderen Changes wobei Dur-Akkorden ( major changes ) im Jazz (und nur im Jazz) der ionischen Skala definitionsgemäß die mixolydische Skala und Moll-Akkorden ( minor changes ) statt der äolischen Skala definitionsgemäß die Skala zugrundeliegt. Beide Skalen haben insbesondere kleine Septimen gemeinsam.

Die gebräuchlichen Abkürzungen für Changes werden von Beispielen erläutert. Für alle folgenden Beispiele ein Akkord auf F; Akkorde sind von nach oben gebrochen zu lesen:

  1. F = Durdreiklang: f a c
  2. F min oder F mi oder F- = Molldreiklang ( min = minor): f as c
  3. F 0 oder F dim = Verminderter Akkord ( dim = diminuished): f as ces oder as h

Die Erweiterung dieser Akkorde findet über Symbole statt die Zahlen sein können. Eine Zahl schließt hierbei wenn nicht ausdrücklich anders alle ungeraden Zahlen unter sich mit ein. Ausnahme bildet die 7 die allerdings nur notiert wird wenn höhere Töne alteriert sind. Sonderbehandlung verbessert auch die Lesbarkeit.

  1. F 9 = Septnonenakkord der (mixolydischen) Basisskala = a c es g
  2. F min 11 = Septnonenakkord der (dorischen) Basisskala = as c es g b

Den Ausschluss eines unter dem höchsten liegenden Tons bezeichnet man mit "omit" das Hinzunehmen mittels "add":

  1. F min 9 (omit 5) = f as es g
  2. F 7 (add 4) = f a b c es

Ein Quartvorhalt wird durch

  1. sus = (add 4) (omit 5)

angezeigt.

Der Ersatz des Baßtons wird mit Schräg- oder Bruchstrich vor bzw. über dem Ton angedeutet:

  1. F / F# = fis f a c

Hierzu können sich alterierte Töne gesellen der einfacheren und vor allem schnellen Lesbarkeit meist nicht enharmonisch korrekt notiert werden:

  1. maj 7 gelegentlich auch als nach unten zeigendes Dreieck notiert = große Septime ersetzt das unübliche Erhöhen der in beiden Grundskalen kleinen durch #7 = e
  2. b5 = Erniedrigung der Quinte = ces h
  3. + oder #5 selten auch aug = Erhöhung der Quinte (Übermäßiger Akkord aug = augmented) = cis oder des
  4. b9 = Erniedrigung der None = ges
  5. #9 = Erhöhung der None = as gis
  6. 6/9 = eine Sonderbezeichnung entspricht 9 (omit 5) (add 6)

Abschließend noch ein paar Beispiele für Jazz-Akkorde:

  1. F- maj 9 = Vermollter Septnonenakkord mit erhöhter Septe f as c e g
  2. F7 #9 = Septnonenakkord mit übermäßiger None bzw. mit Doppelterz. Die Doppelterz bildet hierbei die Blue Note : f a c es as. Hier sich dass der Einschub der 7 notationstechnisch sinnvoll ist denn sonst wäre Change leicht mit F# 9 = fis ais cis e gis verwechseln.
  3. F7 b5 b9 = Doppelt verminderter Septnonenakkord: f a es ges
  4. F7 #5 #9 = Übermäßiger Septnonenakkord mit blue note : f a des es as




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