Hellmuth Flieg der aus einer Chemnitzer jüdischen Kaufmannsfamilie stammte engagierte sich früh Antifaschist . 1931 wurde er auf Druck der örtlichen Nationalsozialisten wegen eines antimilitaristischen Gedichts vom Gymnasium seiner Heimatstadt verwiesen. Er legte seine Reifeprüfung an einer Schule in Berlin ab begann dort ein Studium der Zeitungswissenschaften. Nach Reichstagsbrand floh er in die Tschechoslowakei wo er den Namen Stefan Heym
Ab 1943 nahm Heym nunmehr amerikanischer Staatsbürger am Zweiten Weltkrieg teil. Als Mitglied einer Einheit für psychologische Kriegsführung unter dem Kommando des Emigranten Hans Habe erlebte er 1944 die alliierte Invasion in der Normandie . Seine Aufgabe bestand vorwiegend im Verfassen Texten die per Flugblatt Frontzeitung durch Lautsprecherübertragungen und Rundfunksendungen die der Wehrmacht beeinflussen sollten. Nach Kriegsende leitete Heym Ruhrzeitung in Essen und war anschließend in München Redakteur der "Neuen Zeitung" einer der wichtigsten der amerikanischen Besatzungsmacht . Wegen seiner prosowjetischen Einstellung wurde Heym 1945 in die USA zurückversetzt.
Heym verließ die Armee und arbeitete in den folgenden Jahren als freier Schriftsteller . Im Jahre 1952 entzog er sich drohenden erneuten Einberufung zum Einsatz im Koreakrieg zuerst nach Prag von wo er 1953 in die DDR übersiedelte.
In der DDR wurde Heym anfangs heimgekehrter antifaschistischer Emigrant privilegiert behandelt. Er lebte mit seiner Frau einer vom Staat zur Verfügung gestellten Villa Berlin-Grünau. Von 1953 bis 1956 arbeitete er der " Berliner Zeitung " mit danach hauptsächlich wieder als als freier Schriftsteller . In den ersten Jahren seines DDR-Aufenthalts der überzeugte Sozialist Heym durchaus bereit das DDR-Regime mit dezidiert sozialistischen Romanen und Erzählungen zu unterstützen. Heyms Werke die er wie vor in englischer Sprache verfasste erschienen einem eigens für ihn gegründeten Verlag namens "Seven Seas Publishers" und erreichten deutscher Übersetzung hohe Auflagen .
Zu Konflikten mit der Staatsführung der kam es bereits ab 1956 als diese Entstalinisierung die Veröffentlichung von "Fünf Tage im Heyms Buch über den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ablehnte. Die Spannungen verschärften sich ab als Erich Honecker Heym während des 11. Plenums der SED heftig angriff. 1969 wurde Heym wegen zu einer Geldstrafe verurteilt weil er den Roman "Lassalle" in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht hatte. Dennoch war es ihm wie vor möglich die DDR für Auslandsreisen verlassen (u.a. 1978 für einen zweimonatigen USA-Aufenthalt) seine Bücher erschienen wenn auch in kleineren weiterhin in der DDR.
1976 gehörte Heym zu den Unterzeichnern Petition mit der DDR-Autoren gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestierten. Von diesem Zeitpunkt an konnte nur noch im Westen veröffentlichen; seine Werke er nunmehr nur noch in deutscher Sprache . 1979 wurde er ein zweites Mal Verstoßes gegen das Devisengesetz der DDR verurteilt aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Heym sich bereits 1982 für die deutsche Wiedervereinigung ausgesprochen hatte unterstützte in den Achtzigerjahren Bürgerrechtsbewegung in der DDR und hielt im 1989 mehrere Reden während der Ost-Berliner Demonstrationen . Nach der Wende wurde er im November 1989 wieder den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen und 1990 rehabilitiert .
Stefan Heym hat sich in seiner - gerade wenn sie historische Themen behandeln mit seiner Gegenwart kritisch auseinandergesetzt. Dies konnte mit einer spannenden Handlung verbinden weshalb viele Werke zu Bestsellern wurden.