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Sternkatalog


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In der Astronomie werden wegen ihrer Anzahl die meisten Sterne einfach über Katalognummern referenziert. Es gibt ganze Reihe verschiedener Sternkataloge die im Lauf der Jahre zu Zwecken erstellt wurden. Dieser Artikel führt nur der häufiger Genannten auf. Die meisten der jüngerer Zeit geschaffenen Kataloge können vom Astronomical Data Center der NASA oder anderswo heruntergeladen werden (siehe Weblinks ).

Inhaltsverzeichnis

Historische Kataloge

Obwohl sie schon lange nicht mehr ernsthaften Astronomen verwendet werden sollte der Sternkatalog Ptolemäus erwähnt werden der 1022 Sterne enthält von Alexandria aus sichtbar sind und im 2. Jahrhundert n. Chr. als Teil seines Almagest veröffentlicht wurde. Er war für über Jahre der Standardkatalog in der westlichen und Welt. Sein Katalog basierte zu einem gewissen auf einem früheren von Hipparchos von Nikaia aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Ein noch früherer Katalog war der Timocharis von Alexandria der etwa 300 v. Chr. geschrieben und später von Hipparch benutzt

Zwei Systeme die in historischen Katalogen wurden werden auch heute noch eingesetzt. Die Bayer-Bezeichnungen aus Johann Bayers Sternkatalog Uranometria von 1603 bei denen die helleren Sterne eines Sternbilds mit griechischen Buchstaben bezeichnet wurden z. B. Orionis oder κ  Lyrae . Etwas mehr als hundert Jahre später 1712 die Flamsteed-Bezeichnungen aus der Historia coelestis Britannica von John Flamsteed in der statt der knappen griechischen Nummern verwendetet wurden. Die selben Beispielsterne heißen 24 Orionis und 1 Lyrae.

Kataloge für den gesamten Himmel

Bayer und Flamsteed verzeichneten nur wenige Sterne die alle mit bloßem Auge sichtbar Theoretisch sollten also Kataloge für den gesamten die verbleibenden Sterne auflisten. Da es allerdings in der Milchstraße Milliarden von Sternen gibt ist dies unerreichbares Ziel. Daher wird in dieser Art Katalogen meist versucht jeden Stern aufzuführen der als eine vorgegebene scheinbare Helligkeit ist.

Henry-Draper-Katalog (HD/HDE)

Der Henry-Draper-Katalog des Harvard College Observatory wurde in Bänden zwischen 1918 und 1924 veröffentlicht und stellt die erste großangelegte dar auch die Spektraltypen von Sternen zu katalogisieren. Er deckt gesamten Himmel ab und enthält 225.300 Sterne hinab zu einer scheinbaren Helligkeit von 9 m . 1949 wurde der Katalog um nochmals 133.783 insgesamt 359.083 Sterne ergänzt. Die Positionsdaten beziehen beide Male auf die astronomische Epoche 1900.0.

Die Sterne darin werden mit der HD gefolgt von der Nummer des Sterns z. B. HD 185037. Auch bei den Sternen des (HDE HD extension ) wird meist HD verwendet da die Sterne eindeutig nummeriert sind. HD-Nummern werden heute für Sterne verwendet die keine Bayer- oder besitzen.

SAO-Katalog

Der Katalog des Smithsonian Astrophysical Observatory um 1965 für die Satellitengeodäsie in der Standard-Epoche 1950.0 erstellt. Er enthält 250.000 Sterne hinab zu 9 m aus verschiedenen Quellen. Daher besteht eine Überlappung mit dem HD-Katalog. Am Nordhimmel hat Genauigkeiten besser als 1". Ein Satz von 200 Sternkarten ergänzt das 4-bändige Werk.

In der neuesten Ausgabe ist die der Positionsdaten J2000.0. Der SAO-Katalog enthält eine zusätzliche wichtige Information die HD-Katalog nicht enthält nämlich die Eigenbewegung der Sterne. Daher wird er oft wenn dies von Bedeutung ist. In der Fassung sind außerdem die entsprechenden Nummern im und BD-Katalog angegeben.

Die Namen im SAO-Katalog beginnen mit Buchstabenfolge SAO gefolgt von einer Nummer. Die werden in achtzehn 10°-Bändern zugewiesen wobei die innerhalb eines Bands nach Rektaszension geordnet sind.

Bonner Südliche Córdoba und Cape Photographic (BD/SD/CD/CPD)

Die Bonner Durchmusterung und ihre Folgeausgaben waren die umfassendsten bevor die Fotografie zu diesem Zweck eingeführt wurde.

Die Bonner Durchmusterung (BD) selbst wurde Friedrich Wilhelm Argelander Adalbert Krüger und Eduard zwischen 1852 und 1859 herausgegeben. Sie enthielt die Örter von Sternen in der Epoche 1855.0.

Da sie fast nur den nördlichen Sternenhimmel abdeckte wurde sie 1886 durch die Südliche Durchmusterung (SD) mit 120.000 Sternen und 1892 durch die Córdoba Durchmusterung (CD) mit nochmals 580.000 Sternen erweitert. folgte im Jahr 1896 die Cape Photographic Durchmusterung (CPD) mit nochmals 450.000 Sternen.

Astronomen ziehen in der Regel die eines Sternes vor da in ihm auch spektroskopische Informationen enthalten sind. Da aber die wesentlich mehr Sterne enthalten werden diese älteren gelegentlich herangezogen wenn keine Eintrag im HD-Katalog

In den Durchmusterungskatalogen werden Sterne mit Initialen des jeweiligen Werkes (BD SD CD gefolgt von der Deklination in Grad und einer weiteren Nummer Letztere Nummer ist mehr oder weniger willkürlich es zu jedem Deklinationswinkel tausende von Sternen Beispiele für diese Art der Bezeichnung sind oder CD-45°13677.

U.S. Naval Observatory (USNO-B1.0)

Der USNO-B1.0 ist ein Katalog der des U.S. Naval Observatory der für 1.042.618.261 die Örter Eigenbewegungen scheinbaren Helligkeiten bei verschiedenen Wellenlängen und Abschätzungen dafür enthält ob es um Stern oder Galaxie handelt ermittelt aus 3.643.201.733 Einzelbeobachtungen. Die wurden durch Katalogisierung von 7435 Schmidt-Platten gewonnen bei verschiedenen Durchmusterungen im Lauf der letzten Jahre aufgenommen wurden.

Vom USNO-B1.0 nimmt man an dass den gesamten Himmel bis hinab zu 21 m abdeckt eine Genauigkeit von 0 2" der Epoche J2000.0 und eine Genauigkeit von 3 m bei der photometrischen Helligkeitsmessung in bis zu fünf Farben sowie 85% Genauigkeit bei der Unterscheidung von von nichtstellaren Objekten.

Weitere Kataloge

  • Harvard Revised (HR)
  • Positions and Proper Motions (PPM): Katalog Astronomischen Recheninstituts Heidelberg
  • Tycho und Tycho-2 (TYC TYC2): 1.058.322 Sterne 11 5 m bzw. 2.557.501 bis 12 m die im Rahmen des Hipparcos -Projekts (siehe unten ) erfasst wurden.

Spezialkataloge

Spezialisierte Kataloge zielen nicht darauf ab Sterne des Himmels aufzulisten sondern stattdessen Sterne astronomische Objekte eines bestimmten Typs wie z. B. veränderliche Sterne Doppelsterne oder sehr nahe Sterne.

Aitken-Doppelsternkatalog (ADS)

In seinem Katalog New general catalogue of double stars within deg of the North Pole von 1932 führt Robert Aitken 17.180 Doppelsterne von bis 90° Deklination auf.

Gliese (Gl) und Gliese-Jahreiß (GJ)

Der Katalog von Wilhelm Gliese (Gl) mit Hartmut Jahreiß (GJ) hat das Ziel Sterne innerhalb von 25  Parsec um die Erde zu erfassen. Er mehrmals erweitert:

  • Catalogue of Nearby Stars ( Katalog naher Sterne 1969 Gliese): die zweite Ausgabe mit Nummern 1.0 bis 965.0. Zur Unterscheidung von den der ersten Ausgabe wurden hier Dezimalpunkte eingefügt. Katalog selbst wird auch als CNS2 bezeichnet nicht in Zusammenhang mit den Katalognummern.
  • Extension of the Gliese catalogue ( Erweiterung des Gliese-Katalogs 1970 Woolley Epps Penston und Pocock): Nummern bis 9850.
  • Nearby Star Data Published 1969-1978 ( Daten naher Sterne veröffentlicht 1969–1978 1979 W. Gliese and H. Jahreiß): Mit Nummern 1000 bis 1294 sind nahe Sterne mit 2001 bis 2159 solche von denen vermutet wird.
  • Preliminary Version of the Third Catalogue of Stars ( Vorläufige Version des dritten Katalogs naher Sterne 1991 Gliese und Jahreiß): Nummern 3001 bis

Obwohl letztgenannte Version des Katalogs als bezeichnet wurde ist sie die immer noch (im September 2001 ) und wird CNS3 genannt. Er enthält Sterne von denen die meisten bereits GJ-Nummern aber auch 1388 neue. Ein Beispiel für bereits allgemein bekannten Stern aus dieser »inoffiziellen« ist GJ 3021 der von einem Planeten ( Exoplanet ) umkreist wird.

Hipparcos (HIP)

Der Hipparcos-Katalog wurde aus Daten des astrometrischen Satelliten Hipparcos der Europäischen Weltraumorganisation ESA zusammengestellt der zwischen 1989 und 1993 im Einsatz war. Der Katalog wurde 1997 veröffentlicht und enthält 118.218 Sterne in einmaliger Präzision - durchschnittlich ±0 003". Er auch wegen seiner Parallaxenmessungen interessant die um einiges akkurater sind von Observatorien am Boden vorgenommene und wegen Messungen von Radialgeschwindigkeiten .

Neben diesen sehr genauen Messungen kartografierte Satellit noch eine Vielzahl weiterer Sterne mit geringerer Genauigkeit. Diese beiden Tycho-Kataloge Tycho und Tycho 2 enthalten 1 bzw. Millionen Sterne mit 0 03" Genauigkeit.

Fundamentalkataloge

In so genannten Fundamentalkatalogen sind die und Eigenbewegungen von Sternen verzeichnet die über Zeiträume genau vermessen wurden. Sie legen ein absolutes Koordinatensystem fest das Fundamentalsystem welches weitgehend einem Inertialsystem entspricht.

Diese "Fundamentalsterne" werden für verschiedene Arten Messungen herangezogen bei denen eine hohe absolute erforderlich ist z. B. für geographische Breite Lotrichtung oder die Ortszeit . Dem ersten Katalog FK3 (1937) folgte 1963 der doppelt so umfangreiche FK4 des Recheninstituts Heidelberg mit 1535 Sternen und 1988 der Fundamentalkatalog FK 5. Seit 2000 ist der mit Hipparcos wesentlich verfeinerte FK 6 mit 3300 Sternen Einsatz.

Weitere Kataloge

  • General Catalogue of Variable Stars (GCVS): veränderliche Sterne
  • Washington Double Star Catalog (WDS): 83.211

Weblinks


Siehe auch



Bücher zum Thema Sternkatalog

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