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Stift (Kirche)


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Ein Stift (Mehrzahl: die Stifter) ist jede mit und Rechten ausgestattete zu kirchlichen Zwecken bestimmte einer geistlichen Korporation übergebene Anstalt mit allen gehörigen Personen Gebäuden und Liegenschaften.

Die ältesten Anstalten dieser Art sind Klöster nach deren Vorbild sich später das Leben der Geistlichen an Kathedralen und Kollegiatstiftskirchen gestaltete. Im Gegensatz zu mit den Kathedralkirchen verbundenen Erz- und Hochstiftern je einem Erzbischof oder Bischof an der Spitze hießen die Kollegiatkirchen welchen kein Bischof angestellt war Kollegiatstifter. Die derselben wohnten in einem Gebäude zusammen und von dem Ertrag eines Teils der Stiftsgüter Zehnten unterhalten. So bildeten sich die Domkapitel deren Glieder die Canonici sich Kapitularen Dom- Chor- oder Stiftsherren nannten. Infolge des häufigen Adliger entzogen sich dieselben schon im 11. Jahrhundert der Verpflichtung des Zusammenwohnens ( Klausur ) verzehrten ihre Präbenden einzeln in besondern bildeten jedoch fortwährend ein durch Rechte und ausgezeichnetes Kollegium welches seitdem 13. Jahrhundert über die Aufnahme neuer Kapitularen zu bei Erledigung eines Bischofsitzes ( Sedisvakanz ) die provisorische Verwaltung der Diözese zu führen und den neuen Bischof seiner Mitte zu wählen hatte.

Vor der durch den Reichsdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803 verfügten Säkularisation hatten die deutschen Erz- oder Hochstifter Mainz Trier Köln Salzburg Bamberg Würzburg Worms Eichstätt Speyer Konstanz Augsburg Hildesheim Paderborn Freising Regensburg Passau Trient Brixen Basel Münster Osnabrück Lüttich Lübeck und Chur sowie einige Propsteien ( Ellwangen Berchtesgaden etc.) und gefürstete Abteien ( Fulda Korvei Kempten etc.) Landeshoheit und Stimmrecht auf dem daher sie auch reichsunmittelbare Stifter hießen und Fürstentümern gleich geachtet wurden.

In andern Ländern waren die Stifter zu so hoher Macht gelangt. Auch in bei der Reformation protestantisch gewordenen Ländern blieben meist die und die Domkapitel jedoch ohne einen Bischof ohne Landeshoheit und ihre Einkünfte wurden als vergeben. Ausnahmen bildeten nur das ganz protestantische Lübeck und das aus gemischten Kapitularen bestehende zu Osnabrück. Jetzt sind alle Stifter mittelbar h. der Hoheit des betreffenden Landesherrn unterworfen. den unmittelbaren Hoch- und Erzstiftern mußten die ihre Stiftsfähigkeit durch 16 Ahnen beweisen; sie Versorgungsanstalten für die jüngern Söhne des Adels Während diese adligen Kapitularen sich den Genuß Rechte ihrer Kanonikate vorbehielten wurden die geistlichen den regulären Chorherren auferlegt woher sich der der weltlichen Chorherren (Canonici seculares) welche die Kapitularen sind von den regulierten Chorherren (Canonici schreibt.

Die säkularisierten und protestantisch gewordenen Stifter häufig ihre eigene Verfassung und Verwaltung; meist aber ihre Präbenden in Pensionen verwandelt welche zuweilen mit gelehrten Stellen sind. In Preußen sind die evangelischen Domkapitel zu Brandenburg Merseburg und Naumburg sowie das Kollegiatstift in Zeitz bemerkenswert. (Vergleiche: Schneider Die bischöflichen Domkapitel 1885)).

Außer den Erz- Hoch- und Kollegiatstiftern es auch noch weibliche Stifter und zwar und weltliche. Erstere entstanden durch eine Vereinigung Chorfrauen und glichen den Klöstern; bei den weltlichen Stiftern dagegen legen die Kanonissinnen nur Gelübde der Keuschheit und des Gehorsams gegen Obern ab können jedoch heiraten wenn sie ihre Pfründe verzichten und haben die Freiheit die vom Stift zufließenden Einkünfte zu verzehren wo wollen. Nur die Pröpstin und Vorsteherin nebst geringen Zahl Kanonissinnen pflegen sich im Stiftsgebäude Auch die Pfründen dieser Stifter wußte der Adel vielfach ausschließlich für seine Töchter zu doch hängt häufig die Aufnahme auch von Einkaufssumme ab. Auch sind für die Töchter verdienten Beamten Stiftsstellen geschaffen worden. Die Kanonissinnen "freien weltadligen Damenstifter" werden jetzt gewöhnlich Stiftsdamen

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