Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Liebfrauenmünster (frz. Cathédrale Notre-Dame ) in Straßburg gehört zu den großen Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte. Wie auch die Straßburg im Allgemeinen verbindet das Münster deutsche französische Kultureinflüsse.
Während die östlichen Bauteile v.a. Chor und Südportal noch der ausgehenden Romanik angehören sind Langhaus und vor allem berühmte mit tausenden Figuren geschmückte Westfassade Meisterwerke Gotik .
Als Wahrzeichen und Bischofskirche der wohlhabenden Freien Reichsstadt Straßburg ist das Münster der deutschen zuzurechnen. Ähnlich wie beim Kölner Dom orientierten sich die Baumeister darunter Ulrich von Ensingen (der zuvor am Ulmer Münster tätig war) und Erwin von Steinbach an Einflüssen der französischen Kathedralgotik. Dazu zählen die Doppelung der Westtürme und die sich ergebende breite Westfassade sowie der basilikale Aufriss des Langhauses im Unterschied zu in Deutschland beliebteren Hallenkirchen .
Der 1439 fertiggestellte Nordturm war bis 1874 das höchste Gebäude der Welt . Das Straßburger Münster ist mit seiner asymmetrischen Form (der Südturm wurde nie gebaut) heute das Wahrzeichen des Elsass und auch vom drei Kilometer entfernten Rheinufer von den Vogesen und dem Schwarzwald aus weithin sichtbar.
Der Münsterplatz gehört zu den schönsten Stadtplätzen. Dominiert von der Westfassade des Münsters hier zahlreiche teilweise vier- bis fünfgeschossige Fachwerkhäuser Stile alemannisch-süddeutscher Architektur. Charakteristisch sind die steilen mit bis zu vier Dachgeschossen. An der des Münsterplatzes steht das bekannte reich verzierte Kammerzell.