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Strafgesetz der Islamischen Republik Iran


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Das Strafgesetz der Islamischen Republik Iran 25. 8. 1982)

Anmerkung: Das islamische Recht unterscheidet vier

  • 1.) Ġesās = Vergeltung oder Blutrache (wie Alten Testament: Auge um Auge Zahn um
  • 2.) Dije = Blutgeld oder Sühne
  • 3.) Hadd = Strafen die im Koran sind (Sure 5 ff)
  • 4.) Ta´zir = leichte Strafen (durch den ausgesprochen wie z.B. Haft Prügelstrafe u.a.)

Auszüge:

Art. 27: Ein Mord kann bewiesen durch a) eigenes Geständnis b) Zeugenaussage c) eines Eides d) Persönliches Wissen des Richters

Art. 33: a) Vorsätzliche Tötung gilt bewiesen durch Zeugenaussage zweier gerechter Männer. b) oder irrtümliche Tötung gelten als bewiesen durch zweier gerechter Männer oder eines gerechten Mannes zweier gerechter Frauen ...

Art. 43: Vorsätzliche Tötung zieht Ġesās sich; wenn sich jedoch der Bluträcher und Mörder dahingehend einigen kann Ġesās durch Zahlung Dije in voller Höhe oder weniger bzw. ersetzt werden.

Art. 65: Zur Sicherung der Gleichheit Vollzug von Ġesās muss die Größe der präzise gemessen werden und es müssen alle dafür geschaffen werden das exakt Gleiches mit vergolten wird.

Art. 68: Das Instrument das zur von Ġesās genutzt wird muss scharf sauber zweckdienlich sein;

Art. 91: Unzucht (Anmerkung: unerlaubter Geschlechtsverkehr) als bewiesen durch die Aussage von vier männlichen Zeugen oder drei gerechten männlichen Zeugen zwei gerechten weiblichen Zeugen gleich ob auf Unzucht Auspeitschung oder Steinigung steht.

Art. 99: In folgenden Fällen wird mit dem Tode bestraft: c) Geschlechtsverkehr eines mit einer Muslimin – in diesem Fall der Nichtmuslim zum Tode verurteilt.

Art. 100: In folgenden Fällen besteht für Unzucht in Steinigung: a) Unzucht eines Mannes.... b) Unzucht einer verheirateten Frau....

Art. 102: Hadd für Unzucht einer oder eines Mannes die nicht als verheiratet besteht in 100 Peitschenhieben.

Art. 103 Treibt ein Mann der Unzucht bevor er das erste Mal mit eigenen Frau Geschlechtsverkehr hatte wird er zu Rasieren des Kopfes und einjähriger Verbannung verurteilt.

Art. 111: Auspeitschungen dürfen nicht bei kaltem oder sehr warmem Wetter durchgeführt werden.

Art. 114: Bei Steinigung einer verheirateten die auf Grund ihres eigenen Geständnisses wegen verurteilt worden ist wirft der islamische Richter ersten Stein die anderen folgen; wurde Unzucht durch Zeugenaussage bewiesen werfen die Zeugen die Steine; der islamische Richter und die anderen

Art. 115: Ein Mann der wegen zu Auspeitschung verurteilt worden ist muss während Strafvollzuges stehen und entkleidet sein; lediglich die müssen bedeckt bleiben. Der Kopf das Gesicht die Geschlechtsteile müssen von Peitschenhieben verschont bleiben. Frau wird sitzend ausgepeitscht wobei ihre Kleidung Körper festgebunden sein muss.

Art. 117: Bei einer Steinigung wird Mann bis zur Taille und eine Frau zur Brust in die Erde eingegraben; erst beginnt die Steinigung.

Art. 119: Die bei einer Steinigung Steine dürfen nicht so groß sein dass Verurteilte schon durch ein oder zwei Steinwürfe wird; auch dürfen die Steine nicht so sein dass man sie nicht als Steine kann.

Art. 135: Wenn jemand wiederholt berauschende zu sich genommen hat und jedes Mal mit Hadd bestraft wurde wird er beim Mal hingerichtet.

Art. 140: Sowohl der aktive als der passive Teil des homosexuellen Verkehrs wird Hadd bestraft.

Art. 141: Auf Päderastie steht die die Art des Strafvollzugs liegt im Kompetenzbereich islamischen Richters.

Art. 159: Hadd für Lesbiertum besteht beide Seiten in je 100 Peitschenhieben.

Art. 161: Wurde eine Person dreimal Lesbiertum verurteilt und Hadd vollstreckt wird sie vierten Mal zum Tode verurteilt.



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