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Streuobstwiese im Frühling
Die Streuobstwiese ist die traditionelle Obstbauform bei der Obstbaumsorten in Hochstammform auf einer Wiese stehen. Gegensatz zum modernen Plantagenanbau haben dabei die auch jeweils ein unterschiedliches Lebensalter.
Da Kulturen mit intensiver Bewirtschaftung heute einzig wirtschaftlich zu betreibenden Anlagen sind ging Zahl der Streuobstwiesen im 20. Jahrhundert immer mehr zurück. Seit den 80er ist jedoch wieder ein Umdenken zu verzeichnen der Streuobstanbau aus ökologischen und landschaftsschützerischen Gründen wird. Selbst "Biobauern" produzieren ihr Obst jedoch auf Streuobstwiesen da diese Form der Landbewirtschaftung betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten unrentabel ist.
Streuobstbau bedeutet heute Hochstamm-Obstbau ohne Verwendung Behandlungsmittel wie Pestiziden oder Mineraldünger. Ein Obstbaum dann ein Hochstamm wenn die ersten Äste ab 1 80 Meter Höhe anfangen.
Die Herleitung der Bezeichnung Streuobstwiese ist umstritten. Es gibt mindestens zwei
Die Bäume stehen ungleichmäßig verstreut auf der Wiese.
Die Verwendung der Wiesen zur Herstellung Ein streu (Stroh). Da es sich bei Streuobstwiesen aller Regel um ertragsschwache Böden handelt wäre durch den gleichzeitigen Anbau von Obst und Nutzung der Fläche zur Streugewinnung die Bewirtschaftung worden.
Am Blankensee Naturpark Nuthe-Nieplitz Brandenburg
Der Streuobstbau erfüllt eine Vielzahl ökologischer landschaftsgestaltender Funktionen. Er nimmt eine ökologische Mittelstellung Wald und offener Feldflur ein. Extreme Temperaturen abgeschwächt und die Windgeschwindigkeit vermindert. Die Bodenerosion Steilhängen und Hangschultern wird durch Baumbewuchs mit gemindert. Vom Mittelalter bis weit in das Jahrhundert waren Dörfer und Kleinstädte von Obstgärten so daß die Streuobstwiese mit ihren unterschiedlichen Blühzeiten und -farben und Herbstfärbung auch ein Element hatte.
Streuobstwiesen bieten einer mannigfachen Pflanzen- und Lebensraum. Im Unterwuchs gibt es neben zahlreichen eine große Anzahl bunt blühender Wiesenkräuter. Nach haben bis zu 2.000 verschiedene Tierarten in Streuobstbestand ihre Heimat gemäß den Schätzungen des sind es sogar 5.000. Den größten Anteil dabei Insekten Spinnentiere und Tausendfüßler ein. Käfer Wespen Hummeln und Bienen finden hier ebenfalls Lebensraum. Sie alle sind Nahrungsgrundlage für eine Reihe verschiedener Wirbeltiere. eine Reihe mitteleuropäischer Vogelarten sind Streuobstbestände die Brutstätten. Der Rückgang der Streuobstflächen in den Jahren hat deswegen beispielsweise dazu geführt daß Rotkopfwürger in Deutschland sehr selten geworden ist.
Ein großes Problem bei Streuobstwiesen ist sehr schwierige und aufwendige Pflege bzw. die arbeits-intensive Ernte da es sich um Hochstamm-Anlagen die nur mit Leitern o.ä. bearbeitet werden Auch sind Spritzungen (auch von biologischen Pflanzenschutzmitteln) sehr verlustreich auszubringen und die unerwünschte Abdrift aufzutragenden Substanzen (etwa Schwefel im Bioanbau) ist des stärkeren Windes in den lockeren und Anlagen beträchtlich. Auch die so genannte Umtriebszeit ist ein Problem da die Dauer der Pflanzung bis zum Vollertrag sehr lang So stünden die in den siebziger Jahren Massensorten (beste Beispiele: Golden Delicious Gloster ) heute im Vollertrag und einige der besser schmeckenden und widerstandsfähigeren Sorten würden erst ein bis zwei Jahrzehnten in den Handel
Die heute zu recht geschätzten alten sind nur aufgrund ihrer "Vernachlässigung" wegen der Wirtschaftlichkeit ein "Eldorado" für seltene Tiere und "Vernachlässigung" bedeutet jedoch trotzdem Pflege. Stellt man Streuobstwiese unter Naturschutz schneidet aber die Obstbäume das Gras darunter nicht verändert sich das sowie der Tier- und Pflanzenbestand trotzdem. Alle für Naturschutzgebiete rufen eine Wandlung der Tier- Pflanzenwelt hervor wenn sie nicht zur genauen der historisch überkommenen Nutzung führen.
Den wirtschaftlichen Anforderungen genügende neue Streuobstanlagen überhaupt möglich wären wohl kaum mit den Streuobstanlagen zu vergleichen in denen oft jahrelang wertvolle aber ökonomisch untragbare langsam absterbende Bäume bereits abgestorbene Bäume einfach stehen gelassen werden ihre Beseitigung in den wirtschaftlich nicht rentablen keinen Sinn hat. Einziger Ausweg aus diesem scheint die Erstellung von Streuobstanlagen zu sein nicht wirtschaftlichen Zwängen unterliegen z.B. durch ökologisch Initiativen finanzierte Anlagen.
Der Streuobstanbau setzt Obstbäume mit bestimmten voraus. Sie müssen robust sein eine gewisse aufweisen und auch mit schlechten Böden zurechtkommen. unterscheiden sich damit von den heute typischen des Erwerbanbaus. Im folgenden sind einige Obstsorten die für den Streuobstanbau typisch sind:
Bittenfelder der eine der besten Sorten für und Süßmost ist.
Weißer Matapfel der bevorzugt für die Apfelweinherstellung verwendet
Welschisner der auch noch auf schlechten Boden Erträge bringt.
Jakob Fischer der allerdings nur eingeschränkt lagerfähig ist.
Luikenapfel der noch vor 100 Jahren auf Streuobstwiesen in Baden-Württemberg die am meisten verbreitete war und heute nur noch gelegentlich zu ist. Er ist ebenfalls ein guter Most- Saftapfel
Der Unterwuchs einer Streuobstwiese zeichnet sich verschiedenen Gräsern durch eine große Anzahl blühender aus die je nach Standortbedingungen anders zusammengesetzt Diese Zusammensetzung war früher auch dadurch begünstigt Streuobstwiese extensiv beweidet wurden. Beispielhafte Pflanzen die Standort Streuobstwiese zählen sind u.a.: