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Suite (Musik)


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Unter einer musikalischen Suite (von frz. suivre folgen) versteht man einen Zyklus von Instrumental- oder Orchesterstücken der in vorgegebenen Abfolge ohne längere Pausen gespielt wird. 18. Jahrhundert wurden Suiten auch als Ouvertüren bezeichnet.

Estienne du Tertre benutzte den Ausdruck 1557 für seine suyttes de bransles die wie zu jener Zeit üblich Paaren von Tänzen bestanden. Die erste erkennbare ist 1611 Peuerls Newe Padouan Intrada Dantz and Galliarda in denen die vier im Titel Tänze in zehn Suiten erscheinen. Das Banchetto musicale von Schein ( 1617 ) enthält zwanzig Abfolgen von jeweils fünf Tänzen.

Im Barock -Zeitalter sind die Einzelstücke einer Suite in Regel echte oder stilisierte Tänze und stehen in der gleichen Tonart . Der Zusammenhang wird neben der gemeinsamen manchmal auch durch Substanzgemeinschaft zwischen den Einzelsätzen Die "klassische" Suite bestand aus Allemande Courante Sarabande und Gigue in dieser Reihenfolge und wurde im des 17. Jahrhunderts in Frankreich entwickelt wobei die Gigue später als anderen auftaucht. Allerdings wurde diese Abfolge nie befolgt. Im weiteren Verlauf wurde es üblich der abschließenden Gigue weitere Sätze wie Menuette Gavotten Bourrées Passepieds etc. einzuschieben und der Suite eine Ouvertüre als Eröffnungssatz voranzustellen. In dieser Form sie als "Ouvertüren-Suite" besonders unter deutschen Komponisten So kann beispielsweise Telemann über zweihundert für reklamieren. Von Johann Sebastian Bach stammen vier Orchestersuiten die Französischen Suiten Ouvertüre) Englischen Suiten und Partiten für Cembalo mehrere Suiten für Violoncello Violine und Flöte . Georg Friedrich Händel benutzte die Form für seine Wassermusik Feuerwerksmusik und schrieb zweiundzwanzig Suiten für Cembalo.

Um 1750 kam die Suite aber aus der und wurde durch die Sinfonie und das Konzert ersetzt. Nur wenige Komponisten schrieben danach Suiten. Im 19. Jahrhundert hatte die Suite ein Comeback. Nun der Begriff für eine Auskopplung von Instrumentalsätzen einer Oper oder einem Ballett ("Die Nussknackersuite") benutzt die - in oder weniger bunter Folge - entweder vom selbst oder von einem Bearbeiter vorgenommen wurde. der Zeit der Operette wurden die einzelnen Stücke immer seltener übernommen und mit Überleitungen verbunden so dass Potpourri entstand - eine Form die im Medley immer noch lebt. Von Komponisten wie Grieg Sibelius oder Peter Iljitsch Tschaikowski wurde der Begriff für eine Abfolge kleineren Stücken benutzt die durch ein gemeinsames verbunden waren.

Elemente der klassischen Suite

Das Menuett ist ein französischer Tanz in gemessenem Takt. Oft findet sich das Menuett in Form d.h. auf ein erstes Menuett folgt zweites dem sich an dritter Stelle das wieder anschließt (so zu finden bei z.B. Bach).

Die Bourrée ist ein aus der Auvergne stammender Volkstanz des 16. Jahrhunderts in schnellem auftaktig beginnenden 4/4- 2/4- 2/2- Takt. Im 17. Jahrhundert wurde die zum Hoftanz und fand neben dem Eingang die Suite auch Eingang in Oper und

Der Passepied ist ein ebenfalls französischer der seit dem 16. Jahrhundert sich verbreitete. wurde er in mäßig schnellem Tempo und später in belebtem Tempo und ungeradem Takt 3/4 oder 6/8) meist auftaktig beginnend musiziert.

Die Sarabande ist seit etwa 1650 ein gravitätischer Tanz in langsamem 3/2- oder 3/4- Takt. Sarabande weist einen besonderen rhythmischen Charakter auf durch Punktierung und Betonung der zweiten Zählzeit wird.

Die Gigue ist aus dem irisch-schottischen Jig im des 16. Jahrhundert hervorgegangen. Es handelt sich einen schnellen Tanz im 3/8- 6/8- oder Takt und beschloss im 17./ 18. Jahrhundert die Suite.




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