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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Täter


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Täter ist nach § 25 I 1. StGB wer eine Straftat selbst begeht. In 25 I 2. Alt. StGB ist die Täterschaft geregelt bei der der Täter sich Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.

Inhaltsverzeichnis

Feststellung der Täterschaft

Problematisch kann in manchen Fällen die zwischen Täterschaft und Teilnahme sein. Die Rechtsprechung grenzt dabei vorrangig nach subjektiven Kriterien Täter ist wer die Tat als eigene ( animus auctoris ) Teilnehmer wer sie lediglich als fremde ( animus socii ). Dies führte allerdings dazu dass sich Bundesgerichtshof vom Wortlaut des Gesetzes löste: Er einen Spion der mehrere Menschen erschoss lediglich Beihilfe zu einem Tötungsdelikt weil er behauptete er die Tat nicht als eigene wollte. konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Danach vollzog die Rechtsprechung eine Wende orientierte sich mehr in die Richtung die der Literatur vertreten wird. Nach deren Ansicht Täter wer die tatsächliche Sachherrschaft hat. Umstritten dabei ob eine Gestaltungsmacht ausreichend ist (die B. auch der nur im Hintergrund tätige hat) oder ob ein Täter nur sein wer "Tatausführungsherrschaft" hat also bei Tatbegehung vor ist und das Geschehen in den Händen Auch wenn die Rechtsprechung im Ergebnis häufig demselben Ergebnis kommt verfolgt sie weiterhin ihren Ansatz; für sie ist Tatherrschaft lediglich ein dafür dass der Betreffende mit anmius auctoris handelte.

Formen der Täterschaft

Das Gesetz unterscheidet drei verschiedene Formen Täterschaft: Unmittelbare mittelbare und Mittäterschaft. Daneben gibt auch noch den Begriff der Nebentäterschaft.

unmittelbarer Täter

Nach § 25 I 1. Alt. ist (unmittelbarer) Täter wer die Straftat selbst Dies hängt maßgeblich von der Verwirklichung des Tatbestandes einer Strafnorm ab.

mittelbarer Täter

Mittelbarer Täter ist gemäß § 25 2. Alt. StGB wer eine Straftat "durch" einen anderen begeht. Auch der Täter muss aber die notwendige Täterqualifikation haben B. Amtsträgereigenschaft bei § 348 StGB). Dieser muss als Werkzeug des Hintermannes tätig werden. wird dafür verlangt dass derjenige der als fungiert einen "Strafbarkeitsdefekt" hat: Ihm darf sein strafrechtlich nicht vorgeworfen werden können sei es er tatbestandslos rechtmäßig oder schuldlos handelte. Dies z. B. der Fall wenn der mittelbare einen gutgläubigen Passanten bittet "seinen" Koffer aus Taxi zu nehmen der in Wirklichkeit einem gehört. In diesem Fall handelte das Werkzeug

Umstritten ist ob es auch einen hinter dem Täter" geben kann ob mittelbare also auch möglich ist wenn das Werkzeug verantwortlich handelt. Der Bundesgerichtshof hat dies bisher nur in zwei angenommen: Bei organisierten Machtapparaten die erhebliche Organisationsstrukturen ( Mafia das nationalsozialistische sowie das DDR -Regime) sowie dann wenn der Täter in vermeidbaren Verbotsirrtum handelt. Darüber hinaus wird in Literatur noch vertreten dass ein solcher Fall vorliegt wenn der unmittelbare Täter über seinen Handlungssinn getäuscht wird.

Mittäter

Mittäter sind gemäß § 25 II Täter die eine Tat gemeinschaftlich begehen. Dies voraus dass die Täter auf Grund eines Tatplanes tätig werden; dass sie nur zufällig gleichen Tatort Straftaten verüben reicht nicht aus.

Wichtig ist bei der Mittäterschaft dass jeder den gesamten objektiven Tatbestand einer Strafnorm muss. Ausreichend ist dass insgesamt alle Tatbestandsmerkmale werden. Merkmale die ein Täter nicht in Person erfüllt werden über den gemeinsamen Tatplan Dies gilt jedoch nur für den objektiven nicht für den subjektiven - Vorsatz und müssen z. B. bei jedem Mittäter vorliegen.

Nebentäter

Den Begriff des Nebentäters kennt das StGB nicht. Nebentäter sind Täter die unabhängig dasselbe Rechtsgut angreifen. Zu unterscheiden sind hierbei Nebentäter kumulativer und bei alternativer Kausalität . Kumulative Kausalität liegt vor wenn die der beiden Täter nur gemeinsam zum Erfolg z. B. weil verabreichtes Gift in der jeweiligen Dosierung allein nicht gewirkt hätte. Alternative Kausalität liegt vor wenn tatbestandliche Erfolg zwar eingetreten wäre wenn man Tatbeitrag jeweils eines Täters wegdenkt aber nicht Tatbeiträge weggedacht werden können ohne dass der Erfolg ausbleibt. In diesem Fall (z. B. verabreicht dem Opfer eine tödliche Dosis Gift) könnte sich jeder Täter darauf dass sein Handeln nicht kausal für den geworden ist was seine Strafbarkeit ausschließen würde. wird jedoch allgemein abgelehnt.

Die Nebentäterschaft kennzeichnet damit nur besondere der Täterschaft die für die strafrechtliche Beurteilung Verhaltens nicht unbedingt einer besonderen Bezeichnung bedurft

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