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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Tabakrauchen


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Unter Tabakrauchen (verkürzt: Rauchen ) versteht man das Inhalieren von Rauch der durch das Verbrennen von tabakhaltigen Genussmitteln ( Zigaretten Zigarillos Zigarren in Pfeifen Shishas etc.) entsteht.

Das Rauchen war in verschiedenen altamerikanischen Kulturen schon lange üblich und gelangte der "Entdeckung" Amerikas durch Columbus auch nach Europa wo zuvor bereits einige andere Pflanzen worden sein sollen so z.B. der Lavendel . Einige Jahrhunderte lang war das Rauchen von Männern ein selbstverständlicher Bestandteil der europäischen und Kultur jedoch wurde ab der Mitte des 20. Jahrhunderts die starke Gesundheitsschädlichkeit allgemein bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Tabakrauchen als Gesundheitsrisiko

Nikotin ist neben Alkohol eine der westlichen Ländern am weitesten verbreiteten legalen Drogen .

Das vor allem in den Blättern Tabakpflanze enthaltene Alkaloid Nikotin (Nicotin) wird für die Suchtentwicklung bei Rauchern verantwortlich gemacht ( Nikotinsucht ). Das Rauchen gilt als Verursacher und Ursache zahlreicher Erkrankungen vor allem des Lungenkrebs und vieler Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Versuche an Hunden dass nach dem Inhalieren einer Zigarette sich Erektion mehr einstellte. Ähnliche Versuche bei Menschen allerdings zu einem anderen Ergebnis. Dennoch gilt als eine Hauptursache für erektile Dysfunktionen bei Männern.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Rauchern liegt im Vergleich zu um etwa sieben Jahre niedriger. Die Gesundheitsgefahren Rauchen sind durch ausgefeilte statistische Verfahren zweifelsfrei

Von besonderem Interesse sind dabei die Feststellungen sog. statistischen Zwillingen. Dies sind Personen die einer großen Zahl von Probanden ausgewählt worden weil 25 Faktoren die gesundheitliche Bedeutung haben ihnen übereinstimmten. Dazu gehörten Alter Geschlecht Familienstand und Gewicht Vorkrankheiten erbliche Belastung für Krebs auch Erziehung und Religion Stadtwohnung oder Landwohnung selbst Abstammung und Nationalität. In dem zu prüfenden aber stimmten sie nicht überein: die einen die anderen nicht. Hammond hat 36.975 derartige Zwillingspaare im Alter zwischen 40 und über Jahren über einige Jahre untersucht. Am Ende Beobachtungszeit waren 1.385 Raucher aber nur 662 gestorben das ist ein Verhältnis von mehr 2 : 1. Von den Nichtrauchern starben an Lungenkrebs von den Rauchern hingegen 110 (Public 1161-1187 Mai 1964).

Weiterhin wurde nachgewiesen dass das im enthaltene Benzo(a)-pyren das für die Krebsabwehr zuständige Gen P-53 schädigt.

Todesursache Tabakrauchen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die Staatsekretärin Bundesgesundheitsministerium Marion Caspers-Merk spricht für 2003 von 110 000 Todesfällen Folge des Rauchens in Deutschland (Zum Vergleich: Drogentod durch illegale Drogen 1 477 Tod als Folge von Alkoholkonsum: 40 000 ).
(Quelle: Drogen- und Suchtbericht 2004)

Verbote des Tabakrauchens

Seitdem die gesundheitsschädlichen Wirkungen des Rauchens erwiesen sind gab es in verschiedenen Ländern wieder und mit steigender Tendenz Appelle an Entscheidungsträger von staatlicher Seite dem Rauchen entgegenzuwirken. übergeordnete Gründe derartiger Appelle stehen die Aufforderung den Staat einer gesundheitlichen Fürsorgepflicht gegenüber den zu genügen sowie der Hinweis auf den die gesundheitlichen Folgen verursachten volkswirtschaftlichen Schaden im Vordergrund. Der Staat seinerseits sich häufig schwer mit derartigen Forderungen da sich in einem Dilemma befindet: Einerseits lockt Vorstellung sich als fürsorglicher Schützer der Volksgesundheit profilieren; andererseits ist der Staat (speziell in an fortgesetztem Tabakkonsum der Bürger interessiert weil Einnahmen aus der Tabaksteuer eine wichtige staatliche Einnahmequelle darstellen.

Als eine der ersten staatlichen Reaktionen die Forderung nach Eindämmung des Rauchens ist in Frankreich in den 1990er Jahren erlassene Regelung zu sehen wonach Restaurants rauchfreie Zonen einzurichten sind (was in Praxis allerdings zumeist ignoriert wird). In zunehmendem geraten auch in den USA die Raucher Druck wobei dort in der Regel kommunale vorschreiben inwieweit das Rauchen toleriert wird oder Hier sind bereits Fälle bekannt wo in Kommune das Rauchen in der Öffentlichkeit (also auf öffentlichen Straßen und Plätzen) generell verboten In New York City wurde 2003 das in Restaurants verboten. Zugleich gelten hier extrem Zigarettenpreise.

Als erstes EU-Land führte die Republik Irland im Jahr 2004 ein totales Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen Betroffen waren in erster Linie die 10 Pubs des Landes. Bis zu 400 amtlich Kontrolleure überwachen die Einhaltung. Den Besitzern von Bars und Restaurants - sowie allen anderen - drohen Geldstrafen von bis zu 3 Euro wenn in ihren Einrichtungen gegen das verstoßen wird.

Anteil der Raucher an der Bevölkerung

Der Anteil der Raucher an der (Alter über 15 Jahre) der jeweiligen EU-Länder Europäische Kommission 1999)

EU-Land Raucheranteil (in %)
Belgien 37
Dänemark 38
Deutschland 34
Finnland 30
Frankreich 38
Griechenland 45
Großbritannien 35
Irland 32
Italien 27
Luxemburg 34
Niederlande 32
Österreich 38
Portugal 28
Spanien 37
Schweden 22

Rauchen und sozialer Status

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts das Rauchen sozial weitgehend akzeptiert und sogar besetzt als Mittel zum Ausdruck von Gelassenheit Überlegenheit. Aus der allgemeinen Akzeptanz und Praxis Rauchens erwuchs geradezu ein Zwang selbst ebenfalls rauchen um "dazu zu gehören". Mit der Verbreitung der medizinischen Erkenntnisse über die gesundheitsschädlichen des Rauchens hat sich die allgemeine Einschätzung Rauchens jedoch stark zum Negativen hin gewendet. des öffentlichen Lebens vermeiden es heute meist öffentlich zum Rauchen zu bekennen.

Allerdings ist die Rezeption der medizinischen und die individuelle Entscheidung daraus persönliche Konsequenzen ziehen (im Sinne einer Ablehnung des Rauchens) ein gewisses Bildungsniveau gebunden. Entsprechend ist der von Rauchern in gut ausgebildeten Schichten deutlich als in schlecht ausgebildeten Schichten. Die WHO berichtet 2004 dass in China unter ohne Schulbildung siebenmal häufiger Raucher anzutreffen sind unter Menschen mit College-Abschluss.

In Deutschland beträgt laut einer 2004 Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg der unter Männern mit einem Einkommen von weniger 730 Euro im Monat 43%; bei Männern einem Einkommen oberhalb dieser Schwelle liegt der nur bei 23%. Von Personen die einfache Tätigkeiten ausüben rauchen etwa 50%. Der Anteil Raucher in der Gruppe der Ärzte Gymnasial- Hochschullehrer liegt dagegen bei nur 15%. In Gruppe der 18-19Jährigen mit Hauptschulabschluss liegt der der Raucher bei 64%; bei gleichaltrigen Abiturienten der Anteil lediglich 39%.

Siehe auch: Inhaltsstoffe und Herstellung von Zigaretten Tabaktrafik

Weblinks




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