Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Taifa-Reiche Bezeichnung für die muslimischen Kleinkönigreiche in Andalusien nach dem Zerfall des Kalifat von Cordoba .
Mit dem Sturz des Kalifen Hischam II. begann nach 1009 der schnelle Niedergang des Kalifat von Im Verlauf der Kämpfe zwischen den Berbertruppen und der arabischen Aristokratie lösten sich Provinzen unter neuen Dynastien zunehmend vom Reich. bildeten sich 20 Taifa-Königreiche (arab. taifa: Partei)
Auch wenn die Fürstentümer und kleinen in Andalusien politisch keine große Bedeutung hatte die Konkurrenz unter den Herrschern doch zu großen kulturellen Aufschwung vor allem im Bereich Poesie Kunst und Wissenschaft. So lebten in Zeit die bedeutenden Historiker al-Bakri († 1094) Cordoba al-Udri aus Granada (*1002 †1085) oder Hayyan (*987 † 1076). Ibn Sida aus (*1007 † 1066) verfasste zwei große Wörterbücher arabisches Nationallexikon und wurde dabei von Mudschahid Denia gefördert. Bei den Medizinern wurde Abu (Abulcasis) az-Zahrawi († 1010) mit seinem Buch at-Tasrif berühmt dass im 12. Jahrhundert auch Gerhard von Cremona ins Latein übersetzt wurde. den Astronomen ist Ibn az-Zarqala von Toledo 1000) erwähnenswert der unter dem Namen Azarquiel in Europa bekannt war. Von den bedeutenden Universalgelehrten dieser Zeit ist vor allem Ibn Hazm zu nennen.
Zwar stiegen die Abbadiden von Sevilla zum mächtigsten muslimischen Reich in Spanien auf mussten auch sie 1064 die Oberhoheit von Kastilien anerkennen und Tribute zahlen. Als Kastilien Alfons VI. 1085 Toledo eroberte mussten sich die Kleinkönige um an die Almoraviden in Marokko wenden. Diese landeten in und besiegten die Kastilier in der Schlacht Zallaqa in der Nähe von Badajoz. Allerdings die Almoraviden 1090 mit der Unterwerfung der Taifa-Reiche in die 1110 mit der Eroberung von Zaragoza abgeschlossen
Nach dem Zerfall des Almoravidenreiches im Jahrhundert gelang es Ibn Mardanisch zeitweise um Valencia ein eigenständiges Reich errichten dass allerdings bald von den Almohaden unterworfen wurde. Erst mit dem Niedergang Almohadenreiches konnten mit Ibn Hud und den Nasriden andalusische Muslime wieder an die Herrschaft Andalusien erringen und bis zur entgültigen Vertreibung Muslime aus Spanien am Ende des 15. Jahrhundert behaupten.
Literatur:
Ulrich Haarmann Geschichte der Arabischen Welt C.H. München 2001