Er lebt seit seiner Studentenzeit in München -Schwabing und ist hauptsächlich durch zeitkritische Theaterstücke Drehbücher und als Regisseur international bekannt geworden.
Tankred Dorst wuchs in Oberlind bei in einer wohlhabenden Bürgerfamilie auf die am eine Maschinenfabrik besaß. Aus der Oberschule wurde noch als Schüler 1943 zum Arbeitsdienst und 1944 zur Wehrmacht einberufen. Nach kurzer Ausbildungszeit ging er Soldat an die Westfront und geriet dort in Kriegsgefangenschaft . Das Ende des 2. Weltkriegs erlebte er in Gefangenenlagern in England und den USA . Als er Ende 1947 aus der Gefangenschaft nach Westdeutschland entlassen wurde gehörten Oberlind und Sonneberg seit zwei Jahren zur sowjetischen Besatzungszone . Die Maschinenfabrik war enteignet und die vor weitergehenden Repressalien zu Verwandten nach Westdeutschland
Die ersten großen Theaterstücke kamen 1960 in Lübeck und Mannheim mit Erfolg auf die Bühne . Diesen Erfolg setzte er bis heute einer Vielzahl von Bühnenwerken und einigen Verfilmungen vor internationalem Publikum fort. Schon 1963 wurde er als Mitglied in die Bayerische Akademie der Schönen Künste aufgenommen. Während der Arbeit am Fernsehfilm Sand lernte er Ursula Ehler kennen die seit Anfang der 70er Jahre durch sein Leben und Werk Lebensgefährtin und Co-Autorin begleitet. Seit Mitte der 70er Jahre er fast alle Veröffentlichungen mit seiner Frau herausgegeben.
1975 - Auf dem Chimborazo ; Uraufführung am Schlosspark-Theater Berlin Regie: D. / 1976 Neufassung und Erstaufführung an den Kammerspielen Regie: H. Clemen.
1977 - Goncourt oder die Abschaffung des Todes (zusammen mit H. Laube); Uraufführung an Städtischen Bühnen Frankfurt am Main Regie: P.
1980 - Die Villa ; Uraufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus/Württembergischen Staatstheater Stuttgart Regie: J. Chundela/G.
1981 - Merlin oder das wüste Land ; Uraufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus Regie: J.
1985 - Heinrich oder die Schmerzen der Phantasie ; Uraufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus Regie: V.
1986 - Ich Feuerbach ; Uraufführung am Bayerischen Staatsschauspiel München Regie: Hesse.
1987 - Der verbotene Garten - Fragmente über D'Annunzio ; Uraufführung am Stadttheater St. Gallen Regie: J. Gillar.
1987 - Parzival ; Uraufführung am Thalia Theater Hamburg Regie: R. Wilson / 1990 Neufassung und Uraufführung an Städtischen Bühnen Frankfurt am Main Regie: A.
1988 - Der verbotene Garten ; deutsche Erstaufführung an der Freien Volksbühne Regie: H. Neuenfels.
1988 - Korbes ; Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Regie: Minks.
1988 - Grindkopf ; Uraufführung an den Städtischen Bühnen Frankfurt Main Regie: A. Brill.
1990 - Karlos ; Uraufführung an den Münchner Kammerspielen Regie: Dorn
1992 - Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben ; Uraufführung am Burgtheater Wien Akademietheater Regie: W. Minks.
1994 - Herr Paul ; Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg J. Wieler.
1994 - Nach Jerusalem ; Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg M. Hartmann.
1995 - Die Schattenlinie ; Uraufführung am Burgtheater Wien Akademietheater Regie: Hollmann.
1996 - Die Geschichte der Pfeile (ein Triptychon); Regie: T. Fischer.
1997 - Die Legende vom armen Heinrich ; Uraufführung an den Münchner Kammerspielen Regie: Herzog.
1997 - Harrys Kopf ; Uraufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus Regie: W.
1997 - Was sollen wir tun ; Uraufführung am Schauspiel Bonn /Staatsschauspiel Dresden Regie: A. Uitdehaag/T. Wellemeyer.
1998 - Wegen Reichtum geschlossen (eine metaphysische Komödie); Uraufführung am Bayerischen München Regie: A. Lang.
2000 - Große Szene am Fluss ; Uraufführung am Bayerischen Staatsschauspiel München Regie: Emmerich.
2001 - Kupsch (Monolog); Uraufführung am Deutschen Theater Göttingen Regie: B. von Poser.
2002 - Die Freude am Leben ; Uraufführung am Schauspiel Bonn Regie: H.
2002 - Othoon (ein Fragment); Uraufführung am Schauspiel Frankfurt A. Brill
1960 - La Buffonata ( Libretto Ballet Chanté; Musik: W. Killmayer); Uraufführung den Städtischen Bühnen Heidelberg Regie: H. Neugebauer
1964 - Yolimba oder die Grenzen der Magie (musikalische Posse; Musik: W. Killmayer); Uraufführung Hessischen Staatstheater Wiesbaden Regie: H. Neugebauer
1969 - Die Geschichte von Aucassin und Nicolette (Libretto Musik: G. Bialas); Uraufführung an Bayerischen Staatsoper München.
2001 - Die Legende vom armen Heinrich (Oper von E. A. Klötzke); Uraufführung Staatstheater Wiesbaden musikalische Leitung: E. Delamboye Regie: Gerath-Prein.
1982 - Ameley der Biber und der König auf Dach ; Uraufführung am Burgtheater Wien Regie: P. Preissler.
1994 - Wie Dilldapp nach dem Riesen ging ; Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Regie: Loepelmann.
2000 - Don't eat little Charly! ; Uraufführung am Royal National Theatre London / Erstaufführung in Deutschland als Friss mir nur mein Karlchen nicht! an den Städtischen Bühnen Heidelberg Regie: M. Bauer.
2000 - König Sofus und das Wunderhuhn ; Uraufführung am Thalia Theater Halle Regie: P. Mader.