Die Tanzfliegen (Empididae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und werden den Fliegen (Brachyptera) zugeordnet. Aus dieser Gruppe sind etwa 2500 Arten bekannt in Deutschland etwa Die früher ebenfalls in diese Familie eingeordneten Buckeltanzfliegen (Hybotidae) und Kleinen Tanzfliegen (Microphoridae) stellen heute eigene Familien dar.
Die meist sehr kleinen Fliegen sind unscheinbar braun gefärbt. Der Kopf ist rundlich die Männchen sehr häufig stark vergrößerte Komplexaugen besitzen. Der Rüssel ist bei einigen auffällig lang und dient dem Anstechen und der Beutetiere. Die Beine der Fliegen sind lang wobei ein Beinpaar oft zu einem mit bedorntem Oberschenkel ( Femur ) und gekrümmtem Unterschenkel ( Tibia ) ausgebildet ist so etwa bei den der Gattung Chelifera .
Die Tanzfliegen ernähren sich primär von Insekten die sie meist im Flug packen anstechen. Dabei werden sehr häufig auch Insekten die deutlich größer als die Fliegen sind Kannibalismus kommt ebenfalls vor. Die Vertreter der Empidinae haben sich im Laufe der Evolution zu Blütenbesuchern entwickelt die tierische Nahrung nur als Larve und bei der Paarung aufnehmen. stark verlängerten Mundwerkzeuge der Gattungen Empis und Rhamphomyia entwickelten sich entsprechend als Saugrüssel.
Sehr gut erforscht ist das Fortpflanzungsverhalten Tanzfliegen. Bei vielen Arten dieser Gruppe bilden im Vorfeld kleinere Schwärme die als "Tanzgruppen" werden und für die Namensgebung verantwortlich sind. Einzelindividuen fliegen in diesen Gruppen in schnellen und Kurvenflügen durcheinander wobei der Wind und Auftrieb durch Luftmassen eine große Rolle spielt. Tanzgruppen bestehen dabei immer komplett entweder aus oder aus Weibchen und werden von Vertretern jeweils anderen Geschlechts angeflogen. Bekannt sind diese vor allem bei den Empis - Rhamphomyia - und Hilara-Arten.
Die Annäherung des Männchens an ein erfolgt meist von unten. Bei einigen Arten sich die beiden Partner offensichtlich gegenseitig die ( Tarsen ). Ebenfalls verbreitet ist das Verhalten bei das Männchen dem Weibchen ein Beutegeschenk übergibt das Weibchen während der Paarung aussaugt. Dies ist auch bei den eigentlich "vegetarischen" Empidinae beobachten. Bei manchen Hilara -Arten ist das Geschenk von Spinnfäden umhüllt mit den Spinndrüsen im verbreiterten ersten Fußglied werden. Männchen von Empis opaca wurden dabei beobachtet wie sie das nach der Paarung wieder mitnahmen und einem Weibchen übergaben. In diesen Fällen wirkt das offensichtlich paarungsstimulierend. Es wird von den Weibchen angenommen jedoch nicht genutzt manchmal wird auch ein mit Spinnfäden umwickeltes Pflanzenteil übergeben. Die Kopulation findet entweder sitzend oder hängend statt.
Das Männchen von Hilara sartor hält beim Tanz einen Fadenschleier mit Beinen der offensichtlich als optisches Signal Weibchen Das Männchen wird vom Weibchen unterflogen und sich auf dieses fallen die Paarung findet Flug statt während der Schleier herabfällt.
Die Larven der Tanzfliegen sind ebenfalls und ernähren sich von verschiedenen Insekten. Zur ist ihr Tracheensystem nur vor und hinten geöffnet (amphipneustisch). leben teilweise im Wasser oder in überrieseltem meist jedoch im Boden. Auch die Verpuppung hier statt.