Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 21. September 2019 

Tausch (Soziologie)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
In der Soziologie werden unterschiedliche „ Tausch “-Konzepte verwandt:

(1) Akteurbezogene (individualistische paarige antagonistische) Ansätze ( mutual reciprocity ): Die Akteure tauschen soziale Sanktionen miteinander (oft werden hier nur positive oder ambivalente Sanktionen unterstellt radikalere Ansätze begreifen auch negative Sanktionen ein – z. B. den Krieg ). – Die Akteure stehen einander kontradiktorisch Ein jeder versucht (a) möglichst wenig aufzuwenden (b) vom Gegenüber möglichst viel zu erlangen der Volkswirtschaftslehre wo es nur um positive Sanktionen Waren in Märkten – geht „Minimax-Prinzip“ genannt) bzw. versucht (bei Einbezug negativer sozialer Sanktionen in den d. h. bei antagonistischem Tausch) (a) möglichst ertragreich wegzukommen und den Gegenüber möglichst viel aufwenden zu lassen.

(2) Kollektivbezogene (gemeinschaftliche systembezogene gruppenzentrierte) Ansätze ( univocal reciprocity ): Die Akteure tauschen mit Rücksicht auf Gruppenerhalt (zumeist positive) Sanktionen miteinander aus (Beispiele der Frauentausch zwischen mehreren Clans mit allen gemeinsamen Exogamieregeln das Kula Riesenhaushalte {Fürstenhöfe Serails} aber durchaus auch Aktienbörse). – Die Akteure stehen einander teils teils aber auch mit einem gemeinsamen Interesse Wohlergehen des Kollektivs gegenüber: Sie müssen also sich selbst und dem Gegenüber einen Kompromiss der durch ‚allgemein‘ gültige Rituale (z. B. der Handschlag) oder Rechtsnormen B. das Handelsrecht ) stabiliert wird.

(3) Biosoziologische (anthropologische synagonistische) Ansätze: Hier verhalten sich Beteiligten eines Tausches so dass beide möglichst davon haben und dies fördert das Überdauern Gattunng Mensch . Es ist also eine anthropologisch zu Gegebenheit. Das geläufigste (nicht einzige) Beispiel dafür die Dyade zwischen Säugling und Dauerpflegeperson (z. B. Amme).

Dass Tauschformen sozial anders wahrgenommen oder werden als eine soziologische (auch anthropologische) Analyse ist anzunehmen. Wie auch die Frage nach Gerechtigkeit (auch Äquivalenz ) eines Tausches richtet dies sich nach Werten oder es wird bei Vertretern einander Werthaltungen unterschiedlich beurteilt.




Bücher zum Thema Tausch (Soziologie)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Tausch_(Soziologie).html">Tausch (Soziologie) </a>