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Teezeremonie


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Die Japanische Teezeremonie ( jap.: 茶道 sadō oder veraltet chadō) auch als Teeweg und Teeritual steht in ihrer zugrundeliegenden Philosophie dem Zen nahe. Es ist eine in ihrem bestimmten Regeln folgende Zusammenkunft bei der ein mehrere Gäste von einem Gastgeber Tee und leichte Speisen gereicht bekommen. Um dem Gast die Möglichkeit zur inneren Einkehr zu findet die Zusammenkunft in einem bewusst schlicht Teehaus statt.

Daneben gibt es auch eine Chinesische Teezeremonie .

Inhaltsverzeichnis

Japanische Teezeremonie - Cha do

Ablauf

Auch wenn es Jahrzehnte dauert bis Teemeister die Teezeremonie beherrscht so kann man auch als interessierter Laie zuhause durchführen. Eine Anleitung gibt es hier .

Im Folgenden wird im Groben der einer formalen Teezeremonie skizziert. Der Ablauf ist und spart außerdem die Vor- und Nachbereitungsphasen (in denen z.B. nach der Einladung ein Vorbesuch ( zenrei ) erfolgt).

  • Die Gäste nehmen (in bestimmter Sitzordnung) Warteraum Platz nachdem sie die Dekoration betrachtet Vom Gehilfen des Gastgebers ( hanto ) werden ihnen Schalen mit heißem Wasser welche die Gäste nach einer Verbeugung trinken.
  • Anschließend betreten die Gäste den Garten begeben sich zu einer kleinen Laube in sie Platz nehmen und warten.
  • Der Gastgeber verlässt das Teehaus und Wasser um ein steinernes Wasserbassin. Er stellt Wasser und Schöpfkelle bereit und wäscht sich und Hände. Anschließend betritt er wieder das
  • Die Gäste waschen sich nun ebenfalls und Hände und betreten dann das Teehaus dem sie die Atmosphäre (Schriftrolle Blumenschmuck Holzkohlefeuer auf sich wirken lassen und Platz nehmen.
  • Der Gastgeber betritt nun aus dem ebenfalls den Hauptraum des Teehauses in den von den Gästen eingeladen wird. Es werden ausgetauscht.
  • Anschließend reicht der Gastgeber in mehreren leichte Speisen Suppen kleine Köstlichkeiten (z.B. aus Sake usw. wobei er sich während die essen jeweils in den Vorbereitungsraum begibt. Jeder (z.B. die Reihenfolge in der sich die gegenseitig Sake einschenken) folgt bestimmten Regeln.
  • ... ergänzen ...

Geschichte

Die Chinesen entdeckten bereits um 2780 Chr. beim Erforschen verschiedener Kräuter Wurzeln und dass aufgebrühte Teeblätter belebende und Müdigkeit vermindernde haben.

Unter Prinz Shotoku (572-622 n.Chr.) durchlief Japan eine Phase in der viele neue kulturelle Werte von China übernommen wurden. Japaner reisten nach China dort den Buddhismus zu studieren bei ihrer brachten sie unter anderem auch den Tee nach Japan. Das Teetrinken wurde aber nur populär vom 10.-12. Jahrhundert geriet die Praxis vollständig in Vergessenheit bis der Gründer der Rinzai -Schule in Japan Eisai (1141-1215) nach dem des Zen-Buddhisums in China versuchte den Tee Japan als Hilfsmittel zur Verbreitung des Zen verwenden.

Bis 1400 hatte sich das Teetrinken von der Oberschicht über die Samurai -Kaste bis hin zu den Bürgern verbreitet. folgten Phasen in denen sich sowohl besonders Formen der Teezeremonie als auch Gegenbewegungen -- eine besonders schlichte Form der Teezusammenkunft ( soan cha Grashüttentee; bzw. wabi cha Tee des stillen Geschmacks) propagierten --

Während der Meiji -Periode verlor die Sekishu Schule welche die vertrat in der Teezeremonie müsse sich die Struktur Japans widerspiegeln schließlich an Einfluss da zu sehr mit dem alten Feudalsystem in gebracht wurde und kaum Unterstützung aus der erfuhr. Die seit jeher egalitären das wabi cha vertretenden Senke Schulen gewannen hingegen an die drei Senke Schulen zählen heute zu größten in Japan.

In der westlichen Welt trug 1906 Tenshin Okakura mit der Veröffentlichung des The Book of Tea in den USA zum Bekanntwerden des Teerituals bei.

Bezeichnung

Die japanische Bezeichnung für die Teezeremonie mit zwei Kanji geschrieben:

  • 茶 wird cha oder sa ausgesprochen und bedeutet Tee
  • 道 wird oder michi ausgesprochen und hat die Bedeutungen Weg Bezirk Reise Kurs Methode Lehre.
    (道 wird im Japanischen recht häufig zur von Übungsmethoden - Übungs-Wegen verwendet so z.B. Judo Aikido Kendo …)

Eine andere gängige Bezeichnung ist 茶の湯 chanoyu ) was wörtlich übersetzt einfach heißes Wasser für Tee bedeutet.

Manche Anhänger des chadō halten die oft gewählten Übersetzungen Teezeremonie (bzw. tea ceremony im Englischen) oder Teeritual für Fehlübersetzungen. Sie argumentieren die wortgetreue sei Teeweg auch gehe es bei chadō nicht um das Vollziehen einer Zeremonie oder eines Rituals sondern um einen Lebensweg. ( Siehe hierzu auch: Soshitsu Sen in einem (englischen) Interview ).

Wesen und Prinzipien des Teewegs

Als die vier Grundprinzipien gelten wa (Harmonie) kei (Respekt) sei (Reinheit) und jaku (Ruhe).

Häufig wird folgende Anekdote zur Erklärung des Wesens des Teeweges

Ein Schüler Rikyu Sens fragte einst folgendes: genau sind die wichtigsten Dinge die bei Teezusammenkunft verstanden und beachtet werden müssen?"

"Bereite eine köstliche Schale Tee; lege die so dass sie das Wasser erhitzt; arrangiere Blumen so wie sie auf dem Feld im Sommer erzeuge das Gefühl von Kühle; Winter Wärme; tue alles vorzeitig; sei auf vorbereitet; und widme jenen mit denen du zusammenfindest dein ganzes Herz."

Der Schüler war mit dieser Antwort etwas weil er in ihr nichts von so Wert finden konnte dass es als Geheimnis Verfahrens hätte bezeichnet werden können. "Das alles ich bereits…"

Rikyu antwortete "Wenn du also eine Teezusammenkunft kannst ohne von einer der Regeln die nannte abzuweichen dann werde ich dein Schüler."

(Antworten des Meisters nach dem Muster werde ich dein Schüler" sind in Zen nicht unüblich. Siehe auch: Zen-Koans )

Chinesische Teezeremonie - Gong fu cha

Die Chinesische Teezeremonie (gong fu cha) unterscheidet sich völlig der japanischen. Dient die japanisch Form der Einkehr so dient die chinesische dem Genuss Tees ansich. Die Entstehung datiert in die der Ming Dynastie (1368-1644) Die Schritte der - Teegeschirr anwärmen - Tee schauen - öffnen/ Tee waschen - Tee anbieten - genießen (wird in 2 Methoden unterteilt)

  1. Der Tee wird direkt in die Trinkbecher
  2. Der Tee wird in die Duftbecher eingeschenkt

Für die Zeremonie werden folgende Dinge

- ein Wasserkocher - ein Teetisch aus Ton Holz oder Metall mit und Auffangschale - eine Teekanne - eine - Teetassen/Duftbecher - Teesieb - eine Teeschaufel ein Wasserthermometer - ein Tuch - eine

Weblinks:

Quelle Literatur

  • Chado The Japanese Way of Tea Soshitsu Sen
  • Achim Schwarze Teetrinker sind bessere Menschen Eichborn Verlag a.M. 1991



Bücher zum Thema Teezeremonie

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