Bei der Untersuchung von Grapheneigenschaften schließt häufiger von lokalen auf globale Eigenschaften von und umgekehrt. Um derartige Vorgänge besser beschreiben können definiert man geeignete Relationen zwischen Graphen lokalen Gebieten innerhalb dieser Graphen. Besonders wichtig dabei Teilgraphenbeziehungen die im folgenden näher definiert
Umgekehrt heißt G 2 Supergraph oder Obergraph von G 1 .
Bei einem knotengewichteten bzw. kantengewichteten Graph G 2 wird von einem Teilgraph G 1 zudem verlangt dass die Gewichtsfunktion g 1 von G 1 kompatibel zu der Gewichtsfunktion g 2 von G 2 ist d.h. für jeden Knoten v bzw. für jede Kante e von G 2 gilt <math>g_1(v) = g_2(v) \mbox{ bzw. g_1(e) = g2(e)</math>.
In der folgenden Abbildung sind die G 1 G 2 G 3 Teilgraphen von G wobei aber nur G 2 und G 3 induzierte Teilgraphen sind. G 3 entsteht dabei aus G durch Weglassen der Knoten 1 3 7 und ihrer inzidenten Kanten.
Ein Graph G 1 wird Minor des Graphen G 2 genannt falls G 1 isomorph zu einem durch Knotenverschmelzung enstandenen Untergraph von G 2 ist. Knotenverschmelzung bedeutet hier dass zwei adjazente (benachbaarte) V 1 und V 2 unter Entfernung einer zu diesen beiden inzidenten Kante zu einem Knoten V 12 „verschmolzen“ werden wobei alle restlichen Kanten werden.
Zum Beispiel ist in der folgenden G 1 ein Minor von G 2.
Robertson und Seymour haben gezeigt dass jede unendliche Folge G 1 G 2 ... von endlichen Graphen stets Indizes i und j mit i < j existieren so dass G i ein Minor von G j ist.