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Tempel


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Tempel (v. lat. templum ) ist die deutsche Bezeichnung von Gebäuden die in vielen Religionen als Heiligtum dienen.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung

Bei den Völkern des klassischen Altertums der Gottheit geweihter Bezirk dann das auf stehende Gebäude zur Aufnahme der Götterbilder des Altars und der Priester aber nur selten des Volkes bestimmt.
Im Innern des eigentlichen Tempelhauses oder Zelle (cella) stand die Bildsäule oder das Bild der Gottheit welcher der Tempel gewidmet war auf Postament an der dem Eingang gegenüberliegenden Mauer vor ihm ein entweder runder oder Opfer - und Bet altar .
Die Decke bestand aus Holz selten Stein und war gewöhnlich eben später bisweilen gewölbt. Der Fußboden war anfangs aus Steinplatten aus Mosaik hergestellt. Die Säulen des Portikus schmückte man oft mit erbeuteten feindlichen Schilden .

Stufen hatten die griechischen Tempel in der Regel und zwar liefen stets ringsherum. Der dadurch geschaffene Stufenunterbau hieß
Der Platz um den Tempel soweit der Gottheit geweiht war hieß Peribolus. Mit Mauer umgeben enthielt er Altäre Statuen Monumente aller Art.

Die israelitischen Tempel

Die Hebräer besaßen jeweils nur einen Tempel zuerst den Zelt-Tempel später den berühmten zu Jerusalem ihr Nationalheiligtum.

Der Zelt-Tempel (Stiftshütte)

Rekonstruktion der Stiftshütte

Im 2. Buch Mose 25-27 und 36-39 ist die Konstruktion zerlegbaren und transportablen Zelt-Tempels genau beschrieben. (In Lutherbibel heißt er "Hütte des Stifts" in Revision 1975 im Zwischentitel zu 2. Mose 26 "Stiftshütte". Viele Bibelübersetzungen nennen ihn "Wohnung".) Dieser diente den während ihrer Wüstenwanderung und bis zur Zeit König Davids als Heiligtum. Zuerst wurde er auf Wanderungen mitgeführt später hatte er seinen Standort Schilo etwa in der Mitte des Landes Nachdem David Jerusalem von den Jebusitern erobert zur Hauptstadt Israels gemacht hatte ließ er Tempelzelt dorthin bringen.

Die Größenangaben sind in der Bibel Ellen angegeben die 44 5cm oder 51 entsprechen kann. Nach der biblischen Beschreibung war Stiftshütte 30 Ellen lang 10 Ellen hoch 10 Ellen breit. Im Inneren befand sich Allerheiligste wahrscheinlich ein Würfel mit 10 Ellen Daneben war das Heilige das zweimal länger breit war. Die Konstruktion bestand aus Fachwerkrahmen. war aus mit Gold überzogenem Akazienholz gemacht. diesen Rahmen wurden Leinendecken gehängt auf die Cherube gestickt waren. Auch der Übergang vom zum Allerheiligsten war mit solch einer Decke da nur der Hohe Priester einmal im zum Sühnetag das Allerheiligste betreten durfte. Auf Leinendecken lagen Decken aus Ziegenhaar darauf Decken rot gefärbten Widderfellen und darauf schließlich Decken Seehundfellen.

Am Eingang zum Heiligen standen fünf Gold überzogene Säulen.

Die Stiftshütte war von einem Vorhof der 100 mal 50 Ellen maß. Er nach Außen hin mit einem 5 Ellen Zaun umgeben. Er wurde mit kupfernen Säulen

Im Allerheiligsten stand die Bundeslade mit Cheruben über ihr. Im Heiligen waren die Leuchter der goldene Räucheraltar der Schaubrottisch und Geräte. Im Vorhof stand der Brandopferaltar und kupfernes Becken das mit Wasser zum Waschen Priester gefüllt wurde.

In der Forschung wird heute angenommen manche Details in der Beschreibung des Zelt-Tempels seiner Zeremonien in Wirklichkeit dem späteren steinernen entstammen und erst nachträglich dem Zelt-Tempel beigelegt Martin Noth beruft sich im Neuen Göttinger auf die kostbaren Materialien die verwendet wurden aber nicht dass die Israeliten bei ihrem aus Ägypten offenbar große Mengen von Wertgegenständen (2. Mose 12 35) und für den des Heiligtums offenbar große Mengen davon spendeten Mose 35 5).

Der salomonische Tempel

Der erste feste Tempel (Salomonischer Tempel) Salomo seit 990 v. Chr. auf dem Berg Moria in Jerusalem mit Hilfe phönizischer Meister errichtet war ein steinernes Gebäude 60 Ellen Länge 20 Ellen Breite und 30 Höhe an drei Seiten mit Seitenzimmern umgeben in drei Stockwerken übereinander zur Bewahrung der und Gerätschaften des Tempels dienten an der Seite aber mit einer 10 Ellen breiten geziert welche von zwei bronzenen Säulen Iachin und Boas ("Festigkeit und Stärke") getragen wurde. Im zu heutigen christlichen Kirche befand sich der im Osten das Allerheiligste im Westen.

Das Innere enthielt einen 40 Ellen Vorderraum das Heilige worin die goldenen Leuchter der Schaubrottisch und der Räucheraltar standen einen durch einen Vorhang davon geschiedenen Hinterraum 20 Ellen Länge das Allerheiligste mit der Bundeslade . Beide Räume waren an den Wänden Allerheiligste (Adyton) auch am Boden und an Decke mit Holzwerk getäfelt.
Letzteres war nur dem Hohenpriester das nur den Priestern zugänglich.
Das Tempelgebäude war von einem innern der Priester mit dem Brandopferaltar dem Reinigungsbecken anderen Gerätschaften umgeben und dieser durch Säulengänge ehernen Toren von dem für das Volk und von einer Mauer umschlossenen äußern Vorhof

Der herodianische Tempel

Nachdem er 586 durch Nebukadnezar zerstört worden war erhob sich an Stelle nach der Rückkehr der Juden aus Babylonischen Gefangenschaft der zweite nach Serubbabel genannte Tempel der wahrscheinlich wie auf Stätte so auch (zumindest im groben) nach Plan des ersten errichtet und 516 vollendet diesem aber an Größe und Pracht nachstand. Antiochos Epiphanes 169 entweiht wurd er von Judas Makkabäus wiederhergestellt und millitärisch befestigt. Unter Herodes d. Gr. begann seit 21 v. Chr. eine gänzliche Umgestaltung des Tempels in Maßstab im griechischen Stil (daher Herodianischer Tempel). Tempelbau war nach Flavius Josephus eine Stadie lang und eine Stadie Im jüdisch- römischen Krieg im Jahr 70 war der Tempel die letzte Schutzwehr Juden. Die Westmauer dieses Tempels bildet heute Klagemauer .
Seit 644 stehen auf der Tempelstätte eine Moschee (die so genannte "Al-Aksa-Moschee") und der Felsendom .
Die Aufzeichnungen über den Salomonischen Tempelbau finden außer einzelnen Notizen bei Jeremia 52 und 2. Buch der Könige 25 im 1. der Könige Kap. 5-7 und 2. Chron. 2-4.

Der Tempelbau der Griechen

Die höchste künstlerische Ausbildung erfuhr der durch die Griechen welche von der einfachsten Form ausgehend zu einer Anzahl von Typen gelangten die nur für die Römer maßgebend gewesen sind sondern auch auf Baukunst der neuern Zeit Einfluss geübt haben. unterschied die einzelnen Gattungen der Tempel entweder der Anordnung der Säulenstellungen vor und hinter Tempelfront oder an den Seiten des Tempels 1. Antentempel. 2. Prostylos. 3. Amphiprostylos. nach Zahl der Säulen an der Tempelfront (siehe Die erstere Einteilung ist die geläufigere. Man demnach:

  1. Tempel in anti (Antentempel) bei welchen zwischen über dem Haupteingang zur Cella vorgeschobenen Seitenmauern des Tempels zwei Säulen standen. Die dadurch Vorhalle hieß Pronaos. Um die Cella auch hinten zugänglich zu machen wurde die Rückseite Tempels später mit einer gleichen Anlage (Opisthodomos versehen.
  2. Prostylos hieß der Tempel wenn die Stirnseiten Seitenmauern bis zur Eingangstür der Cella zurücktraten die Vorhalle des Tempels allein durch Säulen wurde.
  3. Der Amphiprostylos entsteht wenn diese Säulenstellung sich Hinterhaus des Tempels wiederholt
  4. Der Peripteros ist die Erweiterung des Amphiprostylos eine Säulenhalle welche um alle vier Seiten Tempels ats freier Umgang herumgeführt wird. Es die edelste Form des griechischen Tempelbaues dessen Beispiel der Parthenon ist. Eine römische Abart ist der bei welchem die Säulen in Form von und Pilastern den Seitenwänden angefügt waren und das trugen..
  5. Der Dipteros entsteht wenn um den Tempel doppelte Säulenstellung herumgeführt wird also an der und Rückseite vier Reihen von Säulen stehen. Pseudodipteros unterscheidet sich von dem Dipteros dadurch die innere Säulenstellung fehlt aber der Zwischenraum der äußern Säulenstellung und der Cellawand der geblieben ist.

Je nach der Zahl der Säulen der Vorderseite welche immer eine gerade war man: Naos (Tempel) tetra- hexa- okta- deka- dodekastylos (d. h. 4- 6- 8- 10- 12säulige Tempel). Eine besondere Abart der Tempel die Rundtempel welche bisweilen auch von Säulen waren und dann Monopteros hießen. griechische Tempel

Christentum

Im Christentum spielte in der ersten der Jerusalemer Tempel noch eine Rolle. Da jedoch Jesus sehr kritisch gegenüber dem Tempel hatte und da der getaufte Mensch selbst Tempel Gottes verstanden wurde endete der Tempelkult Christentum fand jedoch ab Konstantin I. eine Form in den Kirchenbauten. Noch heute jedoch in den Lesungen zum Kirchweihfest der Text "Der Tempel Gottes seid IHR". In Reiseführern zuweilen das Wort Tempel als Synonym für vor allem dann wenn die Texte aus Italienischen übersetzt sind da hier das Wort immer noch als Synonym für chiesa (Kirche) wird.

Auch in der Christlich-Orthodoxen Kirche werden die Gotteshäuser als Tempel bezeichnet während das Wort Kirche nur für die Institution selbst verwendet

Unter den christlichen Sekten sind die Mormonen für ihre teilweise extravaganten Tempelbauten bekannt.

übrige Weltreligionen

Islam

Das arabisch Wort Moschee bedeutet wörtlich übersetzt ebenfalls Tempel .

Asien

Einige der großen Weltreligionen die Tempel als Heiligtümer haben sind

Tempel als touristische Anziehungspunkte

Die Tempel und Tempelruinen vergangener Kulturen die von Babylon Assyrien Griechenland Rom der Azteken und Inka sind wichtige archäologische Denkmäler die häufig touristische Anziehungspunkte sind.

Siehe



Bücher zum Thema Tempel

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