Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Tenside sind Substanzen die auf die Oberflächenspannung der Grenzfläche zwischen zwei Phasen einwirken. Der Name ist vom lateinischen tensus (von tendere - spannen straff anziehen ) abgeleitet. Beim Einsatz in der Lebensmitteltechnik sie als Emulgator bezeichnet.
Unter Tensiden versteht man in der synthetische waschaktive Substanzen die in Waschmitteln aber auch in Spülmitteln Duschmitteln und enthalten sind. Sie wurden in der ersten des 20. Jahrhunderts entwickelt und haben die traditionelle Seife weitgehend verdrängt.
Diese Eigenschaften erlangen sie durch ihren Aufbau. Tenside bestehen allgemein aus einem hydrophoben (wasserabweisenden) Teil aus Kohlenwasserstoffen und einem hydrophilen (wasserfreundlichen in Wasser löslichen) Rest man sie sind amphiphil . Kommen sie nun mit Wasser in richten sich die einzelnen Tensidmoleküle so aus der wasserabweisende Teil entweder in die Luft oder sich mit andren Molekülen zu einzelnen sogenannten Mizellen zusammenlagert. Der wasserlösliche Rest wird dann Wasser gelöst.
Tenside bewirken dass zwei nicht miteinander Flüssigkeiten (z.B. Öl in Wasser) sich zu so genannte Emulsion vermengen können. Künstlich hergestellte sind z.B. Seife und Nonylphenolethoxylate. Natürlich vorkommende sind Lecithin und Fette . Aufgrund ihres amphiphilen Charakters lagern sie dem fettliebenden Teil an den Öltröpfchen an. den wasserliebenden Teil kann das Öltröpfchen im in Lösung gehalten werden.
Tenside sind die eigentlichen waschaktiven Substanzen Waschmitteln.
Von Netzmitteln spricht man wenn das Ziel des der Tenside nicht die Vermischung zweier Phasen sondern nur die Herabsetzung der Oberflächenspannung. Wasser dann leichter ab. Im Fotolabor werden Tenside als Netzmittel eingesetzt um auf Fotomaterialien nach der Schlusswässerung zu verhindern. die reduzierte Oberflächenspannung des Wassers läuft dieses Tropfen zu bilden praktisch rückstandsfrei ab.
Nichtionische Tenside wirken selbst bei niedrigen Temperaturen und vor allem für synthetische Textilfasern geeignet.
Anionen-Tenside unterteilt man im weiteren in natürliche synthetische Tenside.
Natürliche Tenside zum Beispiel Seifen werden aus natürlichen Rohstoffen (z. B. druch Verseifung (Kochen in Lauge) hergestellt. Sie gut in weichem Wasser und bei hohen Waschtemperaturen. Bei Anwesenheit Kalziumionen fällt Kalkseife aus im Sauren fallen freien Fettsäuren aus.
Synthetische Tenside werden hingegen aus dem Rohstoff Erdöl zahlreiche chemische Reaktionen hergestellt. Teilweise sind sie abbaubar. Sie wirken auch gut in hartem da die Bildung von Kalkseife unterbleibt.
Kationen-Tenside machen Textilien weich antistatisch und reduzieren Trocknungszeit.