Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Zeugnis des Josephus oder Testimunium Flavium besteht aus zwei Abschnitten aus den Jüdischen Altertümer des Flavius Josephus . Sie spielte lange Zeit eine besondere für die Interpretation des frühen Christentums . Anders als seine Zeitgenossen berichtete Josephus im Anschluss an die Beschreibung der Konflikte Zeit des Pilatus zum erstenmal nicht verächtlich auch in einem anderen Tenor als üblich Jesus.
Im Zusammenhang des Wechsels des Prokurators auf Albinus im Jahre 62:
Ananos (der Hohepriester) nun der (wild und und) von jener (den Sadduzäern eigenen Härte Gerichtsdingen) war hielt den (Zeitpunkt für geeignet Festus war (gerade) gestorben und Albinus noch Er berief deshalb den Hohen Rat zum und ließ den Bruder Jesu des sogenannten Christus Jakobus mit Namen sowie einege andere die der Gesetzesübertretung beschuldigte zur Steinigung führen.
Eusebius (h.e. II 23 22) und Origenes (c.Cels. I47; II13; Comm. in Mt. kannten diese Notitz schon; aufgrund seiner Distanz Christentum besteht in diesem Abschnitt wenig Anlass dessen Historizität zu zweifeln.
Um diese Zeit lebte Jesus ein Mensch voll Weisheit wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen . Er tat nämlich ganz unglaubliche Dinge und der Lehrer derjenigen Menschen welche gern die aufnahmen; so zog er viele Juden und viele aus dem Heidentum an sich. Er war der Christus . Auf Anklage der Vornehmen bei uns verurteilte Pilatus zwar zum Kreuzestode; gleichwohl wurden die ihn früher geliebt hatten auch jetzt ihm untreu. Er erschien ihnen nämlich am dritten Tage lebend wie gottgesandte Propheten neben tausend anderen wunderbaren Dingen von verkündet hatten. Noch bis jetzt hat das Volk der die sich nach ihm nennen nicht aufgehört. " (XVIII 63f)
Diese berühmtere Passage spielte lange Zeit besondere Rolle für die Interpretation des frühen Christentums . Anders als seine Zeitgenossen berichtete Josephus im Anschluss an die Beschreibung der Konflikte Zeit des Pilatus zum erstenmal nicht verächtlich auch in einem anderen Tenor als üblich Jesus.
Origenes ( 3. Jahrhundert n. Chr. ) scheint diese Stelle jedoch noch nicht zu haben vielmehr schreibt er sogar explizit Josephus Jesus nicht für den Christus hielt; von Eusebius ( 4. Jahrhundert n. Chr. ) hingegen wurde sie dann in seiner Kirchengeschichte (I 11 7) herangezogen. Heute ist man sich ziemlich dass dieser Abschnitt spätestens im 3. Jahrhundert n. Chr. nachträglich in die Altertümer eingefügt bzw. die heute bekannte Form umgeformt wurde.
In der eingangs zitierten Passage sind wahrscheinlichsten nachträglichen Hinzufügungen hervorgehoben.
Möglicherweise wird der ursprüngliche Text auch christlich-arabischen Historiker Agapius (10.Jh) in seinem "Kitab zitiert:
...dass zu der Zeit ein Mann war Jeschua genannt wurde einen guten Lebenswandel aufwies als tugendhaft (oder: gelehrt) bekannt war und Leute von den Juden und von anderen als Jünger hatte. Pilatus hatte ihn zur und zum Tode verurteilt aber diejenigen die Jünger geworden waren gaben seine Jüngerschaft (oder:Lehre) auf und erzählten dass er ihnen drei nach der Kruzigung erschienen sei und lebe daher vielleicht der Messias sei in Bezug den die Propheten Wunderbares gesagt haben. (Übers. J. Maier zitiert nach Schneemelcher)
Für diese Version spräche im übrigen die Stilgleichheit mit dem anderen als echt Abschnitt in der Josephus eine distante aber verächtliche Position zum Christentum einnimmt. Allerdings ist Überlieferungsgeschichte schwer zu rekonstruieren.