Nach dieser Theorie arbeiteten Teufel als Feuerwächter an Signalstationen der vorchristlichen Kultur welche meist auf Hügelkuppen abseits der Siedlungen im Wald lagen und mittels einer Technik von Lichtsignalen eine schnelle Nachrichtenübermittlung über Distanzen ermöglichten.
Dieser Zusammenhang zeigt sich angeblich noch Mittelhochdeutschen wo tiufel (auch tievel tivel ) soviel wie Waldleute Waldmensch Riese bedeuten soll. Der Arbeitsplatz des Teufels die Helle ( hél ) es war der Platz mit dem Signalfeuer ( Lohe ). Erst mit der Zwangschristianisierung und der Zerstörung der alten Kultur und ihrer Infrastruktur setzte nach dieser Theorie die Dämonisierung Teufel ein ihr Arbeitsplatz wurde zur Hölle . (siehe auch Dämon Hexenverbrennung )
Die alten Teufel verrichteten als Hellmänner neben dem Hüten des Feuers und Übermittlung von Warnsignalen und Botschaften noch weitere wichtige Aufgaben für das Sie waren zuständig für die Verbrennung von Leichnamen im vegeviur (reinigendes Feuer) dem Fegefeuer außerdem verrichteten sie möglicherweise Schmiedearbeiten . Aufgrund ihrer Tätigkeit lebten die Teufel der Ansiedlungen im Tabugebiet des Unlands da sie jedoch für die Gemeinschaft Arbeiten ausführten wurden sie von der Bevölkerung Nahrungsmitteln versorgt die zu diesem Zweck an Stellen ( Opfersteine ) abgelegt wurden wo sie dann der Teufel holte .
Aus der alltäglichen Arbeit des Teufels sich auch seine typischen Attribute :
Hörner da er den damals üblichen hornverzierten Helm trug. Gestank da er ständig am Feuer wachte. Das zottelige Fell: ein weiteres
Das Hinken der "Pferdefuß" läßt sich verstehen wenn folgendes bedenkt: Als Teufel brauchte man militärisch Personen sie mußten z.B. die Geschwindigkeit und Gefährdungspotenzial feindlicher Heere einschätzen können. Hierzu setzte man gerne Invaliden ein die nicht mehr aktiv im kämpfen konnten beispielsweise Menschen mit einem amputiertem und einer Holzprothese ( Kämpfer die zur hél geschlagen worden waren siehe Nibelungensage oder Svava).
Der Schwanz : Der Teufel trug seine langen Haare Pferdeschwanz gebunden damit sie nicht ins Feuer und verbrannten.
Mit der Christianisierung begann eine gezielte Kampagne zur Diffamierung der hochentwickelten alten heidnischen gleichzeitig wurden die alten Ludrenplätze (siehe auch Ludre ) mit ihren Signaltürmen kurzerhand zu Kirchen umfunktioniert was erklärt weshalb alte Kirchen in Sichtweite voneinander an geomantisch und radiästhetisch Punkten liegen. An den Turm wurde ein Anbau als Versammlungsraum gesetzt die unterworfene Bevölkerung auf ein Glockensignal hin zu erscheinen hatte die alten Zunftzeichen der Signalleute (Kugel gallischer Hahn) einfach beibehalten ( Wetterhahn ) oder durch Kreuze ersetzt.
Die Teufel wurden verfolgt die Versorgung Hellmänner durch Gemeindeangehörige unter Strafe gestellt wie im Capitular von Paderborn . Das hatte zur Folge daß die Teufel zu armen Teufeln wurden in die ausgedehnten Wälder flüchten bei Nacht und Nebel auf Diebestour gehen mußten um nicht zu verhungern wiederum als Bestätigung für ihre Gefährlichkeit angeführt und als Legitimation zu weiterer Verfolgung diente.
Gernot L. Geise: Der Teufel war ein Nachrichtenmann in: Tattva Viveka Forum für Wissenschaft und spirituelle Kultur Heft Nr.16 April 2001 36 - 47
Gernot L. Geise: Das keltische Nachrichtensystem wiederentdeckt. Die verschollene Nachrichtentechnik Kelten rekonstruiert EFODON e.V. Hohenpeißenberg 1996 ISBN 3-9804300-9-X (vergriffen)
Gernot L. Geise: Das keltische Nachrichtensystem Michaels-Verlag Peiting 2002 ISBN 3-89539-606-0 (überarbeitete und erweiterte Neuauflage)
Gernot Geise: Der Teufel und die Hölle: historisch nachweisbar Efodon-Verlag Hohenpeißenberg 2000 ISBN 3-932539-24-9