Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Textkritik des Neuen Testaments ist die wissenschaftliche Arbeit die den der verschiedenen Varianten der neutestamentlichen Texte zu rekonstruieren sucht und eine der historisch-kritischen Methode der Bibelauslegung.
Die (allgemeine) Textkritik wurde von der klassischen Philologie entwickelt um antike Texte die teilweise schlecht überliefert sind zu rekonstruieren.
Obwohl der Text der Bibel insbesonders Text des Neuen Testaments zu den am überlieferten Texten der Antike gehört ist die des Neuen Testaments insbesondere in der Theologie Anwendung um einen ursprünglichen Bibeltext zu rekonstruieren.
Der Text der antiken Handschriften wird und entziffert.
Die vorhandenen Manuskripte werden miteinander verglichen Varianten festgestellt.
Die Varianten werden analysiert insbesondere im auf ihr Entstehen. Erfahrungsgemäß kommen dabei vor:
Abschreibversehen (doppelte Zeilen oder Worte ausgelassene oder Worte Verwechslung ähnlicher Buchstaben)
ein schwieriger Text wurde vereinfacht
ein kurzer Text wurde ergänzt
ein ungebräuchlicher Text wurde einem gebräuchlichen (z.B. aus Christus Jesus wird Jesus Christus)
Die ursprüngliche Variante wird ermittelt. Das dabei ist: die ursprüngliche Lesart ist die das Zusammenkommen der anderen Lesarten am besten kann (vergleichbar zur Phylogenie ). Weitere Faktoren sind dabei z.B. auch Alter oder die Qualität einer Handschrift: ein Papyrus ist in der Regel älter als Pergament und eine Minuskelhandschrift ist meist jünger als eine Majuskel .
Diese ganze Arbeit fließt z.B. in so genannten Apparat einer griechischen Bibelausgabe ein der es erlaubt die Zuverlässigkeit des Texts zu beurteilen. The Greek New Testament Barbara Aland et al. Deutsche Bibelgesellschaft ISBN 3-438-05110-9 )
Dabei werden in Fußnoten die möglichen zu einem Bibelvers angegeben die Textzeugen in die Varianten vorkommen und gewöhnlich auch noch Bewertung der Variante.