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Thomas Tallis


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Thomas Tallis (* ca. 1505 vermutlich in Kent andere Quellen geben Leicestershire an; † 23. November 1585 in Greenwich ) - englischer Komponist geistlicher vorwiegend vokaler Musik zur Zeit der englischen Reformation.

Über sein frühes Leben ist so wie nichts bekannt. Jedenfalls ist sein Wirken Organist an der Benediktiner-Abtei Waltham nördlich von London für die Jahre 1532 bis 1540 dem Jahr der Auflösung des Klosters Heinrich VIII. belegt. Nach einer kurzen Zeit an Kathedrale von Canterbury wurde er zum "Gentleman of the Royal" - also zum "Gentleman" der Königlichen ernannt; ein Amt - oder besser: eine - das er die folgenden vierzig Jahre

Bemerkenswert ist die Ausrichtung seiner geistlichen während und vor allem nach der Reformation. er zuvor lateinische Messen und Motetten geschaffen also Werke für die katholische Liturgie komponierte er nun zwar für den protestantischen Gottesdienst. Aber er fuhr fort lateinische Motetten zu schreiben wie es auch Christopher (* ca. 1500 ; † 1572/73 ) tat. Grund hierfür war die mit religiösen Neuordnung durch Elisabeth I. verbundene veränderte Form des Gottesdienstes die Musik zwar einen festen Platz aber nur künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten einräumte. Um weiter am technischen und künstlerischen Reiz seiner Musik arbeiten zu blieb er der katholischen Motette treu. (Protestantisches das Anthem .) Für neue lateinische Messen hingegen gab es indes keine Verwendung Übrigens: Unter diesem Druck hatte John Taverner ca. 1495 ; † 1545 ) das Komponieren ganz aufgegeben.

Kontrapunktik und Imitation sind jene Kompositionstechniken die bei Tallis wie auch seinen Zeitgenossen - im Vordergrund Zu nennen sind hier eine frühe auf eigenen Motette Salve intemerata beruhende Messe die Lamtentations of Jeremiah und die Fasten-Motette In jenunio .

SPEM IN ALIUM

Das Werk welches unmittelbar mit dem Thomas Tallis verbunden ist gehört zu den genialen Monumentalwerken der Musikgeschichte: Spem in alium Motette auf den Text des Apokryphen Buches Judith . Nicht weniger als 40 selbständige notierte Stimmen bilden ein komplexes Werk das in Form einzigartig ist. Jeweils fünf verschiedene Stimmen in insgesamt acht Chören die man sich der zeitgenössischen Praxis an besonderen Positionen im Kirchenraum platziert vorstellen Die Musikwissenschaft bringt die Entstehung der Motette Zusammenhang mit dem 40. Geburtstag von Elisabeth im Jahre 1573 . Übertroffen in seiner Vielstimmigkeit wird Spem in alium erst wesentlich später von einem barocken das unter dem Namen „Missa Salisburgensis à voci“ Orazio Benevoli zugeschrieben wird von diesem mit Sicherheit nicht stammt und möglicherweise von Andreas Hofer oder Heinrich Ignaz Franz Biber komponiert wurde (Kolossalstil).

Zwei Werke für Tasteninstrumente – mit vorrangig für die Interpretation auf der Orgel – haben unter dem Namen Felix namque Aufnahme in das Fitzwilliam Virginal Book gefunden. Hierbei handelt es sich um ausufernde – von der älteren Musikkrititik (Willi respektlos als „Monsterwerke“ bezeichnete – Variationsfolgen die immer neuen kontrapunktischen imitatorischen und experimentellen rythmischen die langgezogenen Notenwerte des cantus firmus auslegen. selbst für aufgeschlossene und ausdauernde Interpreten und sind diese beiden Werke nur schwer konsumierbare

Lebendig bleibt der Geist Thomas Tallis´ der Musik der Fantasia on a Theme by Thomas Tallis von Ralph Vaughan Williams (* 1872 1958 ).



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