Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Thomismus bezeichnet die Gesamtheit der im 13. Jahrhundert von Thomas von Aquin und seinen Anhängern entwickelten objektiv-idealistischen theologisch-philosophischen
Der Thomismus stellt den Höhepunkt der Scholastik dar und ist das repräsentativste und theologisch-philosophische System der Hochscholastik. Seither ist er die Jahrhunderte hinweg die ideelle Grundlage der Kirche. Der Thomismus ist der ideologische Ausdruck europäischen Feudalismus in der Periode des Übergangs von erb- zur berufsständischen Gliederung der feudalen Gesellschaft.
Er ist die theoretische Rechtfertigung der im Interesse der herrschenden Aristokratie. Das eigentliche des Thomismus ist identisch mit dem der überhaupt: rationale Begründung des kirchlichen Dogmensystems Versöhnung von Wissen und Glauben Einbau überlieferten und neu hinzukommenden Wissens in ein der Grundlage der Meinungen der krichlichen Autoritäten entwerfendes theologisch-philosophsiches System(siehe scholastische Methode).
Diese Aufgabe hat der Thomismus mit Scharfsinn und konsequenterer Systematik infolge besserer Voraussetzungen als seine scholastischen Vorgänger: die Philosophie des war der Hochscholastik im Unterschied zur Frühscholastik bekannt die scholastische Methode durch Pierre Abaelard in ihren Grundzügen bereits entwickelt die zur ersten Macht innerhalb der Feudalgesellschaft geworden.
Schließlich war der Thomismus durch das und Wirksamwerden zahlreicher Gegner der Scholastik gezwungen feineren Argumenten zu arbeiten als die Vertreter Frühscholastik. Dem Thomismus gelingt es vor allem der Scholastik vor ihm nicht gelungen war Meinungen der kirchlichen Autoritäten mit der Aristotelischen Philosophie zu versöhnen freilich nur indem er historische Umdeutungen und Umbiegungen der Lehre des vornimmt.
Mit Hilfe des Aristotelischen Kategorienpaares Wirklichkeit Möglichkeit(siehe Akt - Potenz) entwirft er in System auf der Grundlage der kirchlichen Dogmen hierarchischen Stufenbau alles Seienden der auf Probleme Gesellschaft und des Staates übertragen der Ständegliederung Feudalgesellschaft entspricht. Auf diesen Momenten beruht die Wirkung des Thomismus und seine Nachwirkung.
Obwohl der Thomismus im Unterschied zu Systemen der Frühscholastik den Bereich des von Vernunft Erfaßbaren stark erweitert endet er doch was von den modernen Wiedererweckern ungern zugestanden - im Agnostizismus und Irrationalismus insofern dem Menschen eine letzte Erkenntnis Offenbarung verschlossen bleibt.
Erkenntnis ist für den Menschen nur möglich als der ideelle höchste Geist ihn seiner Weisheit teilhaben läßt vermittelt durch abstrakte der Transformation d. h. die Teilhabe des Menschen an der Weisheit des ist nicht für alle Menschen die gleiche es gibt auch hier - wie in beim Thomismus - eine hierarchische Stufenordnung.
Der Wert des Thomismus wurde von offiziellen katholischen Kirche frühzeitig erkannt: Thomas wurde 1323 heiliggesprochen und 1567 zum Kirchenlehrer erklärt. Besonders gepflegt und wurde der Thomismus durch die katholischen Orden( Dominikaner Jesuiten ). Ungeachtet der Förderung durch die offizielle Kirche verschwand der Thomismus mit dem Zerfall Scholastik der Auflösung der Feudalgesellschaft und der der bürgerlichen Gesellschaft aus dem geistigen Leben Völker.
Bereits im 14. und 15. Jahrhundert fristete er - wie die Scholastik - nur noch ein Schattendasein in Klöstern Ordenseinrichtungen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelingt es der katholischen Kirche den in Gestalt des Neuthomismus wieder verstärkt in die Aufmerksamkeit der zu rücken. Seine Erneuerung wurde allen katholischen der Theologie und Philosophie in den Enyzklika Aeterni Patris vom 4. August 1879 des Papstes Leo XIII. zur Pflicht augegeben.