In der Wermutpflanze kommt Thujon als Gemisch der beiden Stereoisomere α- und β-Thujon vor. Bei der von Absinth wird Thujon aus den Blättern des Wermut ( Folia absinthii ) oder des ganzen Wermutkraut ( Herba absinthii ) extrahiert. Im Absinth ist das Thujon für die angeblich euphorisierende aphrodisierende und berauschende Wirkung des Getränks verantwortlich zumindest nach Aussage der so genannten Absinteure die dem Thujon auch eine THC -ähnliche Wirkung zuschreiben.
Thujon wirkt in geringen Mengen Psychoaktiv . In ausreichend hoher Dosierung ist Thujon starkes Nervengift und kann Verwirrtheit sowie epileptische Krämpfe hervorrufen. Bei chronischem Missbrauch kann es zur Verblödung führen. Krankheitsbild wird Absinthismus genannt.
Diese Gefahr kann allerdings relativiert werden ist unter Wissenschaftlern nach wie vor ungeklärt:
Die berauschende Wirkung kann nicht zu nachgewiesen werden denn die meisten Studien zum stammen aus dem vorletzten Jahrhundert und entstanden der Atmosphäre einer Moralpanik den Absinth betreffend.
Es wird eine Wechselwirkung zwischen Alkoholgehalt Thujonresorption vermutet (je mehr Ethanol desto niedrigere Resorption ). Der Absinthismus kann also durchaus einfach die hohen Alkoholkonzentrationen der thujonhaltigen Getränke zurückzuführen