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Thukydides


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Thukydides

Thukydides (* zwischen 460 und 455 v. Chr. † ca. 399 v. Chr. ) war ein griechischer Historiker .

Er stammte aus vornehmer attischer Familie erlangte durch sein Geschichtswerk Geschichte des Peloponnesischen Kriegs ( Peloponnesischer Krieg ) große Berühmtheit. Als ein Zeitzeuge des dessen Bedeutung er früh erkannte schrieb er Werk im thrakischen (s. Thrakien ) Exil nieder. In klarer Abrenzung zu Herodot wollte er nur das berichten was auch wirklich vorgefallen ist . Ziel ist Klarheit und Gegenwartsbezug. Großen auf die Geschicke der Menschen weist er Tyche dem Zufall zu. Sein Werk ist klar strukturiert einem nüchternen knappen Stil verfasst und bezieht zahlreiche Quellen ein denen er Zugang hatte. Es ist des in fünf Teile geteilt (insgesamt 8 Bücher): Einleitung 2) archidamischer Krieg 3) der faule Frieden" (Nikias Frieden) 4) Sizilische Expedition und 5) der dekeleisch-ionische Krieg . Das 8. Buch bricht abrupt im 411 v.Chr. ab. Es wurde durch den Historiker Xenophon in seiner Hellenika fortgesetzt.

Die Geschichte des Thukydides ist das eines großen und scharfsinnigen Geistes. Vielleicht ist sogar das größte und bedeutendste Geschichtswerk welches jemals geschrieben wurde. Es entwickelte ungeheure Breitenwirkung bis in unsere heutige Zeit (siehe der berühmte Melierdialog; Thukydides Worte über Demokratie stehen am Anfang des Entwurfs EU-Verfassung; Hegemonie als Analogie zu Amerikas Politik wie zahlreichen Historikern als Beispiel herangezogen). Denn Thukydides ist es auch zu untersuchen wie eine zu Grunde gehen kann. Sein Hauptaugenmerk gilt Triebfedern der Politik und nirgends wird dies als im berühmten Melierdialog (Thuk V. 82 In diesem machen die Athener den Meliern dass sie da Melos keine Großmacht war Athen nicht erwarten könnten dass es sich gültige Verträge halten solle! Gerade die rationale kühle Analyse der Politik unter der aber verdeckt die Abscheu des Verfassers durchblickt machen Werk so bedeutend.

So zu schreiben wie Thukydides mit scharfer Urteilskraft und Objektivität war das Ziel antiken Autors vor allem in Byzanz (siehe Prokop ). Trotzdem muss gesagt werden dass gerade Wirkungsmächtigkeit seines Werks die modernen Historiker dazu kann seine Darstellung unreflektiert zu übernehmen. So Thukydides nicht den so genannten Kalliasfrieden den jedoch höchstwahrscheinlich gegeben hat. Und dennoch ist Objektivität und vor allem sein Geschichtsverständnis einmalig denn er unterscheidet streng zwischen Ursache und womit er den Schritt zur wissenschaftlichen Beurteilung

Literatur

Werkausgabe:

  • Thukydides: Der Peloponnesische Krieg (Reclam) hrsg. H. Vrestka und W. Rinner Stuttgart 2000. auch weiterführende Literatur und Angaben zu anderen des Werks. ISBN 3-150-01808-0 Diese Ausgabe ist näher am Text als Übersetzung.
  • Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges (Bücherei gr.-dt. von Peter Landmann 2 Bde. Darmstadt Leider z.Z. nicht lieferbar.

Sekundärliteratur (in Auswahl):

  • Simon Hornblower: A Commentary on Thucydides 1991 ff. Nicht mehr greifbar jedoch in Bibliotheken vorhanden. z.Z. beste Kommentar zum Werk des Thukydides.

  • Wolfgang Schadewaldt: Die Anfänge der Geschichtsschreibung den Griechen Bd. 2 3. Aufl. Frankfurt M. 1990. ISBN 3-518-27989-0 Zur Einführung.




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