Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Tiberius Gracchus


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Tiberius Sempronius Gracchus (* 162 v. Chr. 133 v. Chr. ) war ein römischer Politiker der als Volkstribun weitgehende Reformen des römischen Staates und römischen Verfassung durchsetzen wollte jedoch am gewaltsamen der besitenden Schichten scheiterte und zusammen mit Anhängern ermordet wurde.

Ti. Gracchus‘ Familie entstammte dem römischen Adel . Tiberius war der älteste Sohn des Sempronius Gracchus Konsul des Jahres 177 v. Chr. und Cornelia Tochter des Scipio Africanus. Der junge Gracchus begleitete im Alter von fünfzehn Jahren damaligen Konsul Scipio Aemilianus in den 3. Punischen Krieg (147 v. Chr.) und ging im 137 v. Chr. mit dem Konsul C. Mancinus als Quaestor in die Provinz Hispania Citerior. Dort er die Kapitulation des römischen Heeres vor Numantia eine der bis dahin schwersten Niederlagen römischen Armee. Seine Erlebnisse in Spanien und Reaktion des römischen Senats der die für die Niederlage vor verantwortlichen Offiziere opfern wollte machten ihn zu Gegner des Senats und dessen Politik.

Wieder nach Rom zurückgekehrt schloss sich Gracchus dem Reformkreis um Appius Claudius Pulcher und wurde trotz seiner jungen Jahre schon zu deren aktivstem Mitglied. Die Reformer hatte vor allem zum Ziel gesetzt den ager den im Eigentum des römischen Staates befindlichen gerecht zu verteilen und den römischen Bürgern ein selbständiges Auskommen zu ermöglichen.

Den Reformern gelang es für das 133 v. Chr. einige ihrer Mitglieder in Ämter wählen zu lassen. Ti. Gracchus wurde dieses Jahr zum Volkstribun gewählt. Sofort begann er mit der seiner Agrarreform. Die Reform sah unter anderem Einführung einer Höchstgrenze für den Besitz des am ager publicus vor. In einem zweiten sollten die so gewonnen neuen Ländereien in Bauernstellen umgewandelt werden. Die Durchführung und Überwachung Reform sollte durch eine dreiköpfige Kommission erfolgen neben Ti. Gracchus auch sein zu diesem erst 20 Jahre alter Bruder Gaius Gracchus der Reformer Appius Claudius Pulcher angehören sollte.

Diese Reform traf auf den erbitterten der Großgrundbesitzer und weiter Kreise des Senats. Kollege des Ti. Gracchus im Amt des Marcus Octavius verhindert die Verabschiedung des Reformgesetzes die Volksversammlung im Frühjahr 133 v. Chr. Einlegung seines Vetos .

Ti. Gracchus und seine Anhänger ließen nun zu dem nach damaligen Rechtsverständnis einmaligen revolutionären Schritt hinreißen den Volkstribun Octavius durch der Volksversammlung abzusetzen. Nachdem dies einmal erfolgreich die Wege geleitet war konnten die Reformer Ackergesetze durchsetzen.

Auf der Wahlversammlung Mitte des Jahres v. Chr. stellte sich Ti. Gracchus schließlich eine zweite Amtszeit zur Wahl. Dies stellte Ansicht der Senatsmehrheit einen zweiten schweren Rechtsbruch da zwischen zwei Ämtern oder Amtszeiten immer ämterlose Zeit zu liegen hatte. Die bei nicht unüblichen handgreiflichen und tumultartigen Auseinandersetzungen zwischen Parteien und Gruppen steigerten sich außerdem durch gezielt verbreitete Gerüchte Ti. Gracchus strebe nach Krone derart dass es zu einer bewaffneten zwischen den Anhängern der Senatspolitik ( Optimaten ) und denen der Reformer kam ( Popularen ). In deren Verlauf wurden Ti. Gracchus ca. 200 seiner Anhänger erschlagen. Die Leiche Ti. Gracchus wurde in den Tiber geworfen. Senatspartei hatte gesiegt.

Damit waren die Reformen des Ti. zum Scheitern verurteilt ein Großteil seiner Gesetze unverzüglich rückgängig gemacht oder nicht mehr in Sinne vorangetrieben. Sein Bruder Gaius Gracchus griff Reformbestrebungen des Bruders im Jahr 123 v. wieder auf scheiterte schließlich aber ebenfalls.

Das kurze politische Wirken von Ti. ist von enormer Bedeutung führte es doch Cicero zur Spaltung der römischen Gesellschaft.




Bücher zum Thema Tiberius Gracchus

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Tiberius_Gracchus.html">Tiberius Gracchus </a>