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Tibet


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Tibet ist ein ausgedehntes Hochland in Asien gehört größtenteils zur chinesischen Autonomen Region Tibet die indigene Bevölkerung wird als Tibeter bezeichnet. Der chinesische Name von Tibet Xizang (Aussprache: Schidsang ; vollständig: Xizang Zizhiqu 西藏自治区).

西藏自治区
Xīzàng Zìzhìqū
Abkürzung: 藏 zàng
Hauptstadt Lhasa
Fläche
 - Gesamt
 - % Wasser
2. Stelle
1.200.000 km²
xx%
Bevölkerung
 - Gesamt (2001)
 - Dichte
32. Stelle
2.630.000
2 2 Einwohner pro km²
Verwaltungstyp Autonome Region

Die chinesische Regierung erkennt Tibets Unabhängigkeitsanspruch an und argumentiert dass Tibet in der auch schon zu China gehört habe. Die Exilregierung in Indien verlangt die völlige Unabhängigkeit des Landes die Wiederherstellung des Status den Tibet vor chinesischen Okkupation 1951 hatte.

Die Tibetische Hochebene die einen großen des Himalaya -Gebirges umfasst wird häufig als Dach der bezeichnet. Es ist die höchstgelegene Region der Tibet grenzt an die indischen Bundesstaaten Jammu und Kaschmir Himachal Pradesh Uttaranchal Sikkim und Assam (von Westen nach Osten) sowie an Nepal und Bhutan .

Tibet ist das Zentrum des Tibetischen Buddhismus der als Vajrayana oder Lamaismus bekannt ist. Sein geistiges und weltliches ist der Dalai Lama . Die vorbuddhistische tibetische Religion ist der Bön die von buddhistischen Einflüssen stark durchdrungen - ebenso wie der tibetische Buddhismus wiederum Bön beeinflusst wurde.

Geschichte

  • 617-649: Kaiser Songtsen Gampo festigt die erste geschichtlich nachweisbare Monarchie Tibet. Reichserweiterung nach Westen (Guge) Nepal und (bis zum Kokonor-See). Zeitweilige Ausdehnung auch bis und auf die heutigen chinesischen Provinzen Gansu Sichuan.
  • 634-649: Kriegerische Auseinandersetzungen mit China. Durch die von Kaiser Songtsen Gampo mit der chinesischen Prinzessin Wencheng werden diese beigelegt.
  • 747 : Der legendäre Inder Padmasambhava führt den Buddhismus in seiner tantrischen in Tibet ein. Er errichtet in Samye das erste buddhistische Kloster. Rasche Verbreitung buddhistischen Lehre (Schule der Nyingmapa ).
  • 763 : Die Tibeter erobern vorübergehend die chinesische Chang’an (heute: Xi’an).
  • 836-842: Buddhistenverfolgung unter König Langdarma und Wiederaufleben der alten schamanistischen Bön -Religion. Verfall des Königtums.
  • 8./9. Jh.: Wiederbelebung des Buddhismus.
  • um 1050: Dom-Tön (1008-1064) gründet die Schule der Kadampa. Sitz ist das 1056 nördlich von Lhasa Kloster Reting .
  • um 1060: Entstehung der Schule der Kagyüpa .
  • 1073 : Gründung des Klosters von Sakya in Shigatse. Die Sakyapa wächst zur bedeutendsten buddhistischen Schule ihrer heran.
  • 1185 : Entstehung der Schule der Karma Kagyüpa .
  • 1280 - 1367 : Unter der Herrschaft der mongolischen Yüan-Dynastie werden die zahlreichen Kleinstaaten Tibets reorganisiert. Kublai Khan mongolischer Großfürst und Kaiser Chinas verleiht Äbten der Sakya -Klöster die Lehnsherrschaft über Tibet (Vizekönigtum). Mit Zusammenbruch der Yüan endet die Vorherrschaft der Tibet wird eigenständige Monarchie.
  • 1400-1600: Hochblüte der tibetischen Klosterkultur.
  • 1409 : Tsongkhapa (1357-1419) gründet das Kloster Ganden (östlich von Lhasa) und die Schule Gelugpa (»Tugendschule«; auch »Gelbmützen« genannt) die sich zum wichtigsten religiösen und politischen Faktor entwickelt.
  • 1447 : Errichtung des Klosters Tashilhünpo bei Shigatse späterer Sitz des Panchen Lama .
  • 1578 : Sönam Gyatso der dritte Großabt der Gelugpa erhält mongolischen Herrscher Altan Khan den Titel » Dalai Lama « (»Großer Ozean«) verliehen. Die Mongolen nehmen buddhistische Lehre an.
  • um 1630: Löbsang Gyatso (1617-1682) der V. Dalai Lama schafft Tibet einen hierokratischen »Kirchenstaat« setzt die Vorherrschaft Gelugpa durch und errichtet den mächtigen Potala -Palast in Lhasa der neuen Hauptstadt Tibets.
  • 1642-1959: Tibet unter der Herrschaft der Dalai (ab 1950/51 unter chinesischer Besatzung).
  • 1650 : Errichtung der Institution des Panchen Lama die nach dem Dalai Lama zweithöchste Hierarchie der Gelugpa.
  • 1653 : Der Dalai Lama besucht als unabhängiger den Ch’ing-Hof (Qing) in China.
  • 1720 : Die Chinesen beanspruchen in Tibet – Gewährung der inneren Autonomie – die formale
  • 1727 : Die Chinesen bedienen sich des Panchen als politisches Gegengewicht zum Dalai Lama.
  • 1774 : Die Briten versuchen von Indien aus wirtschaftliche Öffnung Tibets.
  • seit 1792 : Tibet riegelt sich gegen ausländische Einflüsse
  • 19. Jh.: Reformpolitik des XIII. Dalai Lama.
  • 1903 : Im Versuch Tibet den Interessen Großbritanniens zu machen marschiert Oberst Younghusband in Tibet ein.
  • 1904 : Im Vertrag von Lhasa der durch Zusatzabkommen von 1907 auch für China verbindlich legt Großbritannien die tibetischen Grenzen fest und Handelsprivilegien.
  • 1911 : Nach dem Sturz der Qing-Dynastie in China werden die in Tibet chinesischen Garnisonen geräumt.
  • 1912 (Februar): Ausrufung der Chinesischen Republik. Tibet zur Provinz Chinas erklärt doch bleibt das bis 1950 de facto unabhängig.
  • 1914 (3.7.): Britisch-Tibetisch-Chinesisches Abkommen von Simla dessen von China verweigert wird. China beansprucht weiterhin Oberhoheit über Tibet während die Briten auf Gebietsansprüche verzichten.
  • 1939 (Juli): Tenzin Gyatso (geb. 6.7.1935) wird von der tibetischen offiziell als der XIV. Dalai Lama bestätigt.
  • 1940 (22.2.): Tenzin Gyatso wird als der XIV. Dalai Lama Alter von 4½ Jahren inthronisiert. Erziehung und im Potala-Palast in Lhasa.
  • 1949 (1.10.): Proklamation der Volksrepublik China. Die Volksbefreiungsarmee besetzt große Teile der tibetischen Provinz
  • 1950 (17.11.): Angesichts der chinesischen Bedrohung übernimmt 16-jährige Dalai Lama vorzeitig die Regierungsgeschäfte.
  • 1951 (23.5.): Die Tibeter unterzeichnen unter Zwang »17-Punkte-Abkommen« mit der Volksrepublik China das Tibet und freie Religionsausübung zusichert. In Tibet werden chinesische Zivil- und Militärbehörden eingesetzt. Das Land in drei Regionen eingeteilt.
  • 1954 : Der Dalai führt in Peking Gespräche Mao Zedong (Mao Tse-tung) über eine friedliche Beilegung des Tibet-Konflikts. Mission endet ohne Ergebnisse.
  • 1959 (10.3.): Die chinesische Besetzung Tibets provoziert Volksaufstand der blutig niedergeschlagen wird. Flucht des Dalai Lama nach Indien wo er in Dharamsala (Himajal Pradesh) eine Exilregierung bildet. Dem Lama folgen Zehntausende Tibeter ins Exil.
  • seit 1960 : Die sozialistische Gesellschaftsordnung Chinas wird auch Tibet durchgesetzt.
  • 1962 : Der X. Panchen Lama kritisiert nach Inspektionsreise durch Tibet die Misswirtschaft und die Politik der Volksrepublik China.
  • 1963 (10.3.): Der XIV. Dalai Lama verkündet indischen Exil eine demokratische Verfassung für Tibet.
  • 1965 (9.9.): Gründung der »Autonomen Region Tibet«. Hälfte des ursprünglichen Staatsgebietes (Amdo und Kham) chinesischen Provinzen angegliedert.
  • 1966 - 1976 : Während der chinesischen » Kulturrevolution « werden die meisten Kulturdenkmäler und religiösen (Klöster Schulen Bibliotheken usw.) Tibets zerstört Mönche Regimegegner verfolgt gefoltert und hingerichtet. Nach Schätzungen sich die Zahl der tibetischen Opfer auf 1 Million Menschen.
  • ab 1978 : Allmähliche Liberalisierung der chinesischen Religionspolitik.
  • 1989 (5.10.): Dem XIV. Dalai Lama wird Friedensnobelpreis verliehen.
  • 1992 (22.9.): Die chinesische Regierung veröffentlich ein zu Tibet in dem das Land als Teil Chinas bezeichnet wird.
  • 1995 (15.5.): Der XIV. Dalai Lama erkennt Chökyi Nyima als Reinkarnation des X. Panchen Lama 1989) an. Die Chinesen reagieren darauf mit Installation Gyaltsen Norbus als XI. Panchen Lama (29.11.) und Chökyi Nyima und seine Familie an einen Ort.


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