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Tinte


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Der Begriff Tinte (v. lat.: tincta [aqua] gefärbtes Wasser) bezeichnet
  1. eine intensiv gefärbte Flüssigkeit die man mit Hilfe von Federn oder Tintenschreibern in dünnen Linien auf Papier bringen kann wo sie dann schnell und eine deutlich sichtbare Spur hinterlässt und so das Zeichnen und Schreiben auf Papier ermöglicht.
  2. (gehoben) die Färbung Farbe

Hinsichtlich des Mediums muss grundsätzlich zwischen Tintentypen unterschieden werden:

  • wasserbasierende Tinte
  • lösemittelbasierende Tinte
Hinsichtlich der Farbgebung muss wiederum unterschieden zwischen:
  • Farbstofftinte
  • pigmentierte Tinte

Inhaltsverzeichnis

Tintenarten

Wasserbasierende Tinte

Wasserbasierende Tinte wird vor allem für Schreiben oder Markieren auf Papier eingesetzt da Tinten nicht durch das Papier schlagen und hierbei nicht so sehr auf die Trocknungsgeschwindigkeit denn wässrige Tinte trocknet wesentlich langsamer als Tinte. Länder mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugen für auf glatten Oberflächen Tinte auf Lösungsmittelbasis. Wenn Luftfeuchtigkeit nahezu 100% beträgt dann kann die kein Wasser mehr aufnehmen und der Film solange nicht bis die Luftfeuchtigkeit sinkt - dann nur sehr langsam!

Lösungsmittelbasierende Tinte

Lösemittelbasierende Tinte wird vor allem für Schreiben auf glatten Oberflächen (Glas Folien etc.) Auf Papieren schlägt sie sehr durch und auseinander. In Frage kommende Lösungsmittel sind Alkohol und Ethylacetat. Diese Lösungsmittel haben die Eigenschaft schnell zu verdunsten (unabhängig von der Luftfeuchtigkeit) somit schneller einen trockenen Film zu bilden.

Mittlerweile wird von den deutschen Herstellern physiologischen Gründen als Lösungsmittelbasis nur vergällter Ethanol d.h. Spiritus verwendet.

Farbstofftinte

Bei Farbstofftinten sind die Farbstoffe physikalisch Zucker im Wasser) im jeweiligen Medium ge löst . Dies bietet Vorteil einer leichten Herstellung der Farbstoff lediglich in das Medium eingerührt muss. Außerdem können Farbstoffe nicht sedimentieren d.h. sie können sich nicht absetzen. an der Farbstofftinte ist jedoch ihre meist Lichtechtheit sowie ihre geringe Echtheit gegenüber Chemikalien.

Pigmentierte Tinte

Pigmente können sich im Gegensatz zu den nicht physikalisch im Medium lösen sondern sind dispergiert (= aufgeschlämmt). Pigmentierte Tinten haben den einer hohen Farbkraft hoher Lichtechtheit hoher Wasserfestigkeit Chemikalienresistenz (dies ist vor allem von Bedeutung Tinte dokumentenecht sein soll). An Nachteilen ist zu erwähnen dass Pigmente sich relativ rasch (ähnlich wie feiner Sand im Wasser) weshalb Pigmente in Tinten besonders stabilisiert werden müssen.

Anmerkung: Die Highlightertinte wird oft auch als Tinte bezeichnet. Es sind kleine Kunststoffteilchen in Lösung dispergiert (ähnlich wie Dispersionsfarbe). Allerdings handelt hierbei nicht um echte Pigmente sondern lediglich Kunststoffteilchen welche mit speziellen Farbstoffen eingefärbt wurden. Vorgang ermöglicht dann auch die Fluoreszenz.

Leuchttinte

Das Leuchten der Tinten die Fluoreszenz kommt folgendermaßen zustande:
Aus dem Tageslichtspektrum wird ein Teil unsichtbaren kurzwelligen UV-Lichts durch das chromophore (farbgebende) des Farbstoffes absorbiert und als sichtbares langwelliges ausgestrahlt. Da die Leuchtfarbe also mehr sichtbares reflektiert als die Umgebung erscheint Sie uns Dieser Effekt ist unter einer normalen Glühbirne nicht zu beobachten da sie ja in Regel keinen UV-Anteil hat im Gegensatz dazu das Leuchten im Schwarzlicht extrem sichtbar.
Der Effekt der Fluoreszenz wird auch den so genannten optischen Aufhellern in der eingesetzt welche dann die Wäsche weiß "strahlen"

Permanente Tinte

Zum Unterschied zwischen permanenter und nicht Tinte:
Permanente Tinte bildet einen wasserunlöslichen nicht einen wasserlöslichen Film. Permanente Tinte ist meist Lösungsmittelbasis und mit einem Bindemittel versetzt welches Trocknen eine Art Lackfilm bildet. Dadurch kann Farbmittel nicht mit Wasser sondern bestenfalls mit Lösungsmittel entfernt werden. In Deutschland verwendet man Permanenttinten als Lösungsmittel nur noch Spiritus (= Ethanol Speisealkohol). Ester und Ketone werden aus Aspekten kaum noch eingesetzt.

Es gibt auch wasserbasierende permanente Tinten. Bindmittel ist hier beispielsweise nur in einer aus Wasser Alkohol und flüchtigem Alkali löslich. nach dem Trocknen das Alkali und der verdunstet sind ist der Film nur mit nicht wieder anlösbar.

Gel-Tinte

In den letzten Jahren haben Gel-Tinten mehr an Bedeutung gewonnen. Es handelt sich um wasserbasierende Tinten meistens pigmentiert manchmal aber farbstoffbasierend. Das besondere an diesen Tinten ist Rheologie. Gel Tinten weisen ein strukturviskoses Verhalten unter Einwirkung von Scherkräften werden sie dünnflüssig Ruhe sind sie dickflüssig. Bei Gel-Stiften erfolgt Verflüssigung in der Spitze durch die Schreibkugel. macht sie besonders gut geeignet für den von Pigmenten welche in normalen (dünnen) Tinten Sedimentieren neigen. Pigmentierte Gele haben gegenüber den Gelen den Vorteil dass die Schrift auf Papier nicht ausblutet. Dieses Problem hat man Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit wie z.B. Malaysia.

Seit neuestem gibt es auch so Liquid-Gele. Diese Gele sind ähnlich aufgebaut wir normalen Gel Tinten sind aber wesentlich dünnflüssiger deswegen meist auf Farbstoffbasis. Gegenüber den klassischen haben sie den Vorteil das sie weicher flüssiger schreiben (more "liquid") durch ihre niedrigere besser ins Papier eindringen und somit weniger

Tusche

Beim Thema Tusche streiten sich die "Tusche" als Begriff ist rechtlich nicht geschützt Zusammensetzung von Tusche erweist sich als nicht definierbar.

Im Grunde handelt es sich bei Tusche um eine spezielle Form von Tinte sich durch eine sehr kräftige Farbe auszeichnet. ist darauf zurückzuführen dass sie ihre Farbe durch Pigmente erhält welche (wie bereits dargestellt) hohe Farbkraft und Lichtechtheit aufweisen. Außerdem enthält oft ein Bindemittel das die Pigmente gut dem Papier haften lässt. Dieses Bindemittel kann wässrige Lösung von Schellack oder aber wasserlösliche Kunstharze und Borax sein. Somit lässt sich manche Tusche mittels einer Rasierklinge vom Papier abschaben. Insgesamt die Tusche eine wasserbasierende meist pigmentierte Tinte Es gibt aber auch billige Farbstofftuschen (oft Chinatusche im Handel) auf dem Markt welche nur eine Randbedeutung haben.

Geheimtinten

Als Geheimtinten werden Tinten bezeichnet die nicht sichtbar sind oder ihre Eigenschaften nach Zeit ändern. Schon vor etwa 2000 Jahren Geheimtinten bekannt die erst nach Behandlung mit sichtbar wurden. Später kamen dann Tinten dazu nach einiger Zeit verschwanden bzw. die die ändern.

siehe Geheimtinte

Fleckentfernung

Immer wieder kommt es vor dass bezüglich der Entfernung von Tintenflecken aus Kleidung Marmorböden usw. kommen.

Wenn die Tinten nicht als "auswaschbar gekennzeichnet sind ist eine vollständige Entfernung aus Kleidung meistens nicht möglich. Wundermittel oder Geheimrezepte dem Labor gibt es leider nicht am ist es die verschmutze Kleidung sofort zu Wie gut der Fleck entfernbar ist hängt von der Art der Textile ab. Erfahrungsgemäß sich Flecken aus Kunstfasern ( Polyester Acryl) wesentlich besser entfernen als aus ( Baumwolle Wolle Seide ).

Für die Schreibgeräteindustrie gibt es keine Farbstoffe so dass wir uns der Farbstoffe der Textilbranche Papierindustrie und teilweise aus der und Lebensmittelbranche bedienen müssen. Diese Farbstoffe sind so ausgelegt dass sie an der Oberfläche gut haften bzw. sich mit dieser chemisch (vor allem Textilfarbstoffe).

Daraus resultiert dann auch die schlechte von Tintenflecken.

Historisches

Tinten wurden in Ägypten und China schon um 2600 v.Chr. verwendet. Gewöhnliche Tinte wurde aus Ruß und Gummiwasser hergestellt. Die Eisengallustinte wurde 3.Jahrhundert vor Christus erfunden und durch Abkochen Eichengallen mit Eisensulfat (damals Eisenvitriol genannt) hergestellt. Eisengallustinte galt besonders dokumentenecht.



Bücher zum Thema Tinte

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