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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 22. Dezember 2014 

Tischtennis


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Tischtennis ist eine Sportart und gehört zu den Ballspielen . Für seine Ausübung benötigt man neben Tischtennistisch auch Tischtennisschläger sowie mindestens einen Tischtennisball . Das Ziel des Spieles besteht darin viele Punkte zu erzielen indem man den hin- und herspielt dabei möglichst eigene Fehler und Fehler des Gegners provoziert.

Tischtenniswettkampf

Gespielt wird Tischtennis seit Ende des 19. Jahrhunderts als es in England erfunden wurde. Zu dieser Zeit verwendete noch den Namen "Ping Pong". Dieser wurde 1901 als kommerzielle Marke geschützt und darf mehr frei verwendet werden. "Ping Pong" von Professionellen als Beleidigung empfunden wird aber sowohl Volksmund als auch in China weiterverwendet wo der Sport offiziell "Ping Ball" heißt.

Inhaltsverzeichnis

Grundregeln im Einzelwettkampf

Im Einzelwettkampf spielen zwei Spielerinnen oder gegeneinander. Im folgenden sind mit dem Begriff sowohl Spieler als auch Spielerinnen gemeint.

Aufschlag

Ein korrekter Aufschlag erfolgt hinter dem Tisch . Anfänger beugen sich oft über den und schlagen kurz vor dem Netz auf ist nicht zulässig. Hinter dem Tisch legt den Ball auf die flache Hand (seit Saison 2003/2004 muss die Hand nicht mehr sein) wirft ihn ein wenig (aber mindestens hoch und schlägt ihn aus der Luft Im Moment der Ballberührung durch den aufschlagenden darf sich kein Körperteil des Aufschlägers in gedachten Dreieck befinden dessen Ecken durch die und den Ball gegeben sind. Diese Verfeinerung in der Saison 2003/2004 eingeführt um verdeckte Aufschläge zu verhindern.

Der Ball springt auf der Tischhälfte Aufschlägers auf fliegt über das Netz und auf der Tischhälfte des Gegners wieder auf. der Ball das Netz sind aber sonst Kriterien eines korrekten Aufschlags erfüllt dann wird Aufschlag wiederholt. Bei anderen Aufschlagfehlern wenn z.B. Ball nicht über das Netz fliegt erhält Gegner den Punkt. Im Gegensatz zum Tennis hat man hier keinen zweiten Versuch.

Ballwechsel

Ein Ballwechsel wird eingeleitet mit einem Danach muss man den Ball immer direkt das Netz spielen so dass er auf Tischhälfte des Gegners aufspringt. Der Gegner lässt Ball genau einmal aufspringen und spielt ihn über das Netz auf die andere Seite Der Ball muss also auf jeder Seite einmal aufspringen. Ein Ballwechsel ist beendet wenn der Spieler ein Fehler unterläuft indem er Ball
  • mit seinem Schläger annimmt bevor er eigene Tischhälfte berührt hat
  • in der eigenen Tischhälfte mehr als aufspringen lässt
  • zuerst auf seine Seite schlägt
  • ins Netz schlägt oder
  • nicht auf die gegnerische Tischhälfte schlägt.

Wenn einem Spieler ein Fehler unterläuft wird für den Gegner ein Gewinnpunkt gezählt.

Ferner wird ein Ballwechsel beendet wenn

  • der Schiedsrichter das Spiel unterbricht oder
  • beim Zeitspiel (siehe unten) der Ballwechsel rechtzeitig beendet wird.

Wechsel des Aufschlagrechts

Das Recht zum Aufschlag wechselt jeweils zwei Punkten. Muss ein Satz verlängert werden die Spieler nach jedem Punkt abwechselnd auf.

Der Satz

Ein Satz endet wenn ein Spieler Gewinnpunkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Vorsprung hat zum Beispiel 11:9 12:10 13:11 Beim Stand von 10:10 geht der Satz die Verlängerung. Dabei wechselt das Aufschlagsrecht nach Punkt. Der Satz endet dann wenn ein zwei Punkte Vorsprung erkämpft hat.

Das Spiel

Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen. Mannschaftkämpfen sind in der Regel drei Gewinnsätze Das heißt das Spiel endet wenn einer Gegner drei Sätze gewonnen hat. Dies ist höchstens fünf Sätzen der Fall (3:2). Nach Satz werden die Seiten gewechselt. Im entscheidenden Satz also zum Beispiel bei einem Stand 2:2 werden die Seiten gewechselt sobald ein fünf Punkte erreicht hat.

Zeitspiel

Das Zeitspiel setzt ein wenn ein nach zehn Minuten noch nicht beendet ist sei denn beide Spieler haben bereits neun oder mehr erreicht. Beim Zeitspiel wechselt das nach jedem Punkt. Der Gewinnpunkt wird wie normalen Spiel vergeben mit einer Ausnahme: Wenn Gegner des Aufschlagenden 13 mal den Ball zurückgespielt hat erhält er den Punkt. Das bei einem Ballwechsel wird der Ball maximal mal hin- und hergespielt. Sind noch weitere zu spielen dann werden diese auch im durchgeführt.

Das Zeitspiel wurde eingeführt um die eines Spieles zu begrenzen. Insbesondere wenn zwei sehr vorsichtig oder passiv spielen kann es dass ein Zeitspiel erreicht wird. Bei der Tischtennisweltmeisterschaft 1936 war im Spiel zwischen Aloizy Ehrlich Farkas Paneth erst nach 130 Minuten der Ballwechsel entschieden. Der Ball ging dabei rund 000 mal über das Netz. Im gleichen hatte ein Münzwurf das Spiel zwischen Marian und Michel Haguenauer entschieden weil beide nach Stunden vor dem fünften Satz stehend k.o. Daraufhin wurde 1937 das Zeitspiel eingeführt – die Dauer Satzes wurde auf eine halbe Stunde begrenzt.

Grundregeln beim Doppelwettkampf

Beim Doppel spielen je zwei Spieler Es gelten die gleichen Grundregeln wie beim mit den folgenden Besonderheiten.

Ballwechsel

Beim Ballwechsel müssen die Spieler – anders als beim abwechselnd den Ball spielen.
Beispiel: A und B spielen gegen und Y. Dann wäre ein korrekter Ballwechsel X B Y A X B Y.
Im Doppel endet ein Ballwechsel aus gleichen Gründen wie beim Einzel aber auch wenn ein Spieler den Ball zwei mal spielt.

Aufschlag

Beim Aufschlag muss der Ball auf eigenen Tischseite in der rechten Hälfte aufspringen über das Netz fliegen und in der Hälfte der gegnerischen Tischhälfte auftreffen also diagonal.

Regeln vor 2001/2002

Die geschilderten Regeln wurden zum Teil Jahre 2001 / 2002 eingeführt. Vorher galten unter anderem folgende Bestimmungen:
  • ein Satz endete nach 21 Gewinnpunkten mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht waren. Beim von 20:20 wurde der Satz verlängert mit Aufschlag nach jedem Punkt und zwar solange ein Spieler zwei Punkte erreicht hatte.
  • das Aufschlagsrecht wechselte nach fünf Punkten
  • Zeitspiel setzte ein wenn ein Satz Minuten dauerte
  • es wurde mit kleineren Bällen gespielt: 38 mm heute 40 mm Durchmesser .
Durch die neuen Regeln soll der vor allem für den (TV-)Zuschauer interessanter werden: kurzen Sätze sollen mehr Spannungsmomente durch häufigere erreichen die großen Bälle durch weniger Rotation und Geschwindigkeit den Sport besser beobachtbar Es bleibt abzuwarten ob diese Ziele erreicht

Gremium für Regeländerungen

Zuständig für die Regeln ist der ("Annual General Meeting"). Dieses Gremium tritt normalerweise den Tischtennisweltmeisterschaften zusammen und berät über Regeländerungen. Der Tischtennisbund DTTB ist nicht Mitglied dieses Gremiums.

Spielweisen und Spieltaktik

Man kann auf verschiedene Weisen versuchen zu erkämpfen. Prinzipiell kann man offensiv oder spielen. Heute haben wir es meist mit zu tun: Man versucht den Gegner mit Anschneiden des Balles (Spin: Topspin Sidespin …) und Schmetterbällen unter Druck zu setzen. Ist dieser offensiv eingestellt dann versucht er ein Gegenspiel Blocken (Wilfried Lieck war hierin ein Meister) oder Schmetterbällen zu organisieren. Nur noch selten man heute rein defensiv eingestellte Spieler oder Oft spielen diese weit hinter dem Tisch bringen den Ball mit Unterschnitt oder auch zurück. Legendär war hier in den sechziger Eberhard Schöler. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in Frankreich trat der Koreaner Joo Se-Hyuk mit einer explosiven Mischung aggressivem Angriffsspiel und recht spektakulärer Defensive auf. verlor erst im Finale gegen den Österreicher Werner Schlager. Es bleibt abzuwarten ob diese Spielweise gegen das vorherrschende Angriffspiel behaupten

Tischtennis-Fachbegriffe

  • Spin: Durch eine geeignete Schlagtechnik versetzt man Ball in Rotation. Gebräuchlich sind die Begriffe und Sidespin.
  • Topspin: Der Ball wird in der oberen getroffen bzw. tangential gestreift – mit mehr weniger Krafteinsatz. Dadurch erhält der Ball eine Die Flugbahn ist kürzer als bei einem geraden" Schlag.
  • Sidespin: Der Ball wird seitlich getroffen bzw. gestreift – mit mehr oder weniger Krafteinsatz. erhält der Ball eine seitwärts gerichtete Rotation. Flugbahn weicht nach rechts oder links von normalen "geraden" Bahn ab.
  • Unterschnitt: Der Ball wird in der unteren gestreift und erhält so eine rückwärts gerichtete Die Flugbahn verlängert sich.
  • Schmetterball: Der Ball wird mit voller Kraft Er erreicht eine hohe Geschwindigkeit.
  • Ballonabwehr: Der Spieler steht weit hinter dem und spielt den Ball hoch zurück. In Regel versucht man so einen Schmetterball abzuwehren.

Spielbetrieb

Tischtennis wird sowohl hobbymäßig in der Freizeit als auch – etwas ernsthafter – von Vereinen gespielt.

Deutschland

Dem Deutschen Tischtennisbund gehören mehr als Vereine mit rund 850.000 Mitgliedern an. Gespielt Damen- und Herreneinzel Damen- und Herrendoppel sowie Doppel.
Nationale Mannschaftskämpfe werden in verschiedenen Spielklassen organisiert innerhalb man auf- oder absteigen kann. Deren Einteilung Wertung in den unteren Klassen obliegt jedoch zuständigen ländlichen Verband so dass wegen der Spielerzahl und Spielstärke nicht alle die Ligenbezeichnungen Verbände miteinander verglichen werden können. Folgende Spielklassen es in Deutschland:
  • 1. Bundesliga - eingleisig
  • 2. Bundesliga
  • Regionalliga
  • Oberliga
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse
  • Landesliga
  • Bezirksliga
  • Bezirksklasse
  • Kreisliga
  • 1.Kreisklasse
  • 2.Kreisklasse
  • 3.Kreisklasse
  • 4.Kreisklasse

Daneben werden auf den verschiedenen Verbandsebenen Einzelmeisterschaften organisiert: Kreismeisterschaft Bezirksmeisterschaft ... Landesmeisterschaft deutsche Meisterschaft .

International

Historisches

Internationale Geschichte des Tischtennis

Ursprung

Über den Ursprung des Tischtennis gibt verschiedene Meinungen. Einige sehen die Anfänge am des 19. Jahrhunderts in Indien von wo aus es sich nach verbreitete andere bestreiten dies und halten die für die Erfinder wo es 1874 erstmals schriftlich erwähnt wurde: Der englische Major Walter Clopton Wingfield machte das "spharistike" "Lass uns spielen") bekannt. Hierbei handelte es um einen Holzkoffer darin enthalten die Spielregeln das ganze Zubehör vom Hammer bis zu Schnüren für die Befestigung der Netzspannvorrichtung auf Rasen. Das Spiel entwickelte sich aus dem Tennis und wurde zunächst vorwiegend vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball mit Flanellüberzug oder auch eine Kugel aus Kork . Später benannte man das Spiel in Lawn-Tennis (Rasen-Tennis) um.

Wegen des häufigen Regenwetters in England verlegte man das Spiel in die Wohnung und benutzte dabei normale man verlegte das Tennisfeld auf den Tisch. Schnur diente als "Netz" als Schläger nahm Federballschläger Bücher oder gar Bratpfannen. Folgerichtig nannte das Spiel wieder um in Raum-Tennis . 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.

"Ping Pong"

1891 brachte James Gibb von einer Geschäftsreise den USA bunte Zelluloid -Bälle mit. Von nun an verdrängte der Ping Pong welcher 1878 erstmals vereinzelt wegen der Geräusche des auftauchte zunehmend die Bezeichnung Raum-Tennis . Verschiedene Hersteller kreierten weitere Namen zum Gossima Whiff Waff Flim Flam und schließlich Table Tennis . Der Geschäftsmann John Jacques de Croydon Freund von Gibb meldete 1891 den Begriff Pong" beim englischen Patentamt zum Patent an und verkaufte die amerikanischen Rechte die Firma Parker Brothers. In diesen Jahren der Schläger weiterentwickelt: Der Holzschläger wurde beklebt Kork Schmirgelpapier Wildschweingewebe. In England wurde 1900 der erste Verein gegründet. Schließlich erfand 1902 den Gummibelag mit Noppen. Im gleichen Jahr wurde England der nationale Verband "Ping Pong Association" Dieser musste aber nach weniger als drei wegen der Namensrechte an "Ping Pong" aufgeben.

Verbreitung außerhalb Englands

In Ungarn fand 1897 die erste nationale Meisterschaft statt. Zwischen 1905 und 1910 stellte Edward Shires ein Vertreter von das Spiel in Wien und Budapest vor. 1899 wurde die 1. Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft gegründet 1900 das erste Ping-Pong-Cafe (Viktoria-Luise-Platz in Berlin) eröffnet. Um 1899 eine vereinfachte Variante nach Japan . Von hier aus gelangte es nach China Korea und Hongkong . 1901 fand in Hamburg-Uhlenhorst das erste deutsche statt. Bis in den Jahren nach dem Weltkrieg entwickelte sich das Spiel nicht wesentlich vielleicht wegen der verschiedenartigen und teilweise komplizierten

Gründung von Verbänden erste wichtige Veranstaltungen

Nach und nach werden nationale und Verbände gegründet:
  • 1921 "Table Tennis Association" in England
  • 1925 Gründung des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) 25. November )
  • 1926 Internationale Tischtennisförderation ITTF in Berlin gegründet England Schweden Ungarn Indien Dänemark Deutschland Tschechoslowakei Österreich und Wales
  • 1927 "La fédération française de tennis de in Frankreich
  • 1930 "The American Ping Pong Association" gestattete Mitgliedern nur die Verwendung von Spielmaterial der Brothers. Deshalb entstanden in Amerika 1933 2 weitere Verbände: "U.S. Amateur Table Association" und "The National Table Tennis Association". 1935 vereinigen sich die 3 Verbände zur Table Tennis Association" (welche sich 1994 in "U.S.A. Table Tennis" umbenannte)
  • 1907 wurde die erste deutsche Meisterschaft gespielt Kasino am Nollendorff-Platz in Berlin
  • 1925 Erste offizielle deutschen Meisterschaften im Herren- Dameneinzel in Berlin
  • 1926 wurde die erste Europameisterschaft in London geplant die allerdings durch die Beteiligung einigen Indern zu einer Weltmeisterschaft aufgewertet wurde. Für das Endspiel qualifizierten die beiden Ungarn Roland Jacobi und Zoltan Jacobi spielte in langen Bügelfaltenhosen und weißen – man überredete ihn wenigstens die Fliege – und war nach dem 3:0 Sieg erste Tischtennisweltmeister.
  • 1928 erste Meisterschaft von Frankreich
  • 1933 Der Kieler TTK wurde erster deutscher der Herren

Weitere Entwicklung

Bis zum Zweiten Weltkrieg kamen die besten Tischtennisspieler und -spielerinnen Ungarn (Maria Mednyanszky Victor Barna) Tschechoslowakei und Rumänien . Ab 1953 wurden die japanischen Spieler führend. Sie den Penholder -Griff wobei der Schläger zwischen Zeigefinger und gehalten wurde. Ferner beklebten sie den Schläger dicken Schaumstoffmatten was das Spiel erheblich schneller machte. Japaner erfanden auch den Topspin. Anfang der 1960er Jahre war Erich Arndt der erste Spieler der den Topspin beherrschte. In den 30 Jahren kamen alle Weltmeister aus Asien. der 1980er Jahre konnten die Europäer mit Hilfe neuen Techniken (Frischkleben) aufholen

  • 1949 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am Juli der DTTB in Bad Homburg wiedergegründet
  • 1951 Am 11. März wurde der DTTB in die ITTF aufgenommen
  • 1958 erste "echte" Europameisterschaft
  • 1964 Der Franzose Alex Ehrlich stellt in Malmö seinen neuentwickelten Tischtennis- Roboter vor
  • 1966 /67 deutsche Bundesliga für Herren
  • 1972 /73 deutsche Bundesliga für Damen
  • 1988 wurde Tischtennis offiziell olympische Sportart.

Tischtennis und Politik vor dem Zweiten Weltkrieg

Immer wieder versuchte die Politik Einfluss das Sportgeschehen zu nehmen. So durften die Herren 1934 nicht an der Tischtennis-WM teilnehmen denn man befürchtete dass sich "überlegene nordische Rasse" gegen "minderwertige Völker" blamieren Auch 1935 verzichtete man auf eine Teilnahme der aus Protest dagegen dass Irland Nordirland und Wales mit jeweils eigenen Mannschaften antraten. Erst 1936 entsandte man wieder ein Herrenteam um die bevorstehenden Olympischen Spiele in Deutschland zu werben.

Tischtennis und Politik im Nachkriegsdeutschland

Nicht immer konnte man Politik und Sport voneinander trennen. Speziell in den Jahren dem Zweiten Weltkrieg beeinflusste die Politik das Sport-Verhältnis zwischen DDR und Westdeutschland. 1950 stellten der Deutsche Tischtennisbund DTTB und Tischtennisverband der DDR jeweils den Antrag in den internationalen ITTF aufgenommen zu werden. Dies lehnte der ab und forderte ein gemeinsames Auftreten der Verbände. Daraufhin gründete man am 8. Juni den Arbeitsausschuss Deutscher Tischtennissport . Dieser beantragte 1951 erfolgreich die Aufnahme "Gesamtdeutschlands" in den Bei der Weltmeisterschaft in Wien im März 1951 nahmen dann erstmals dem Krieg Deutsche teil. In den folgenden werden jeweils gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen: 1951 in am Funkturm 1952 in Ost-Berlin (Deutsche Sporthalle) 1953 in Herford . 1957 trat nochmals eine gesamtdeutsche Mannschaft bei WM in Stockholm auf; Heinz Schneider (Thüringen) wurde dritter Einzel.

Am 2. August 1958 schließlich endeten die Gemeinsamkeiten: DTTB und der DDR wurden separat "provisorische Mitglieder" des Als der DTTB 1960 beauftragt wurde die Europameisterschaften im Jahre 1962 auszurichten legte dieser als Austragungsort West-Berlin fest. Dagegen protestierte die DDR alle Länder kündigten einen Boykott der Veranstaltung an. Tatsächlich kam es zum Boykott mit der Begründung West-Berlin gehöre zur Bundesrepublik. Lediglich Jugoslawien beteiligte sich nicht an dem Boykott. November 1964 kam es bei der Europameisterschaft in Malmö ( Schweden ) zum nächsten Eklat weil bei der Auftaktveranstaltung die DTTB-Auswahl Schild "West-Allemagne" und die ostdeutsche Mannschaft das "DDR" trug. 1965 versuchte man seitens der Bundesrepublik die wieder zu verbessern: Der DSB bezuschusste den

Tischtennis in der DDR zwischen 1958 und Wende

In dieser Zeit scheint Tischtennis in DDR ein Schattendasein zu führen(?) Es ist Dokumentation zu finden. Wenn hier jemand aus ehemaligen DDR etwas beitragen könnte ...

Ping-Pong-Diplomatie zwischen USA und China

In den 1950er und 1960er Jahren versuchten die USA und die Volksrepublik China mit "normalem" diplomatischen Mitteln die Beziehungen verbessern; die sogenannten Warschauer Gespräche brachten aber nicht die erhofften Ergebnisse. Hilfe kamen hier schließlich die Tischtennisspieler. Während Weltmeisterschaften 1971 in Nagoya ( Japan ) lud China die amerikanischen TT-Spieler nach Peking ein. Diesem Besuch folgten weitere Treffen hochrangigen Politikern ( Nixon 1972 ) wodurch Spannungen abgebaut und die Beziehungen wurden. Diese Ereignisse sind heute unter dem Ping-Pong-Diplomatie bekannt.

Erfolge deutscher Spieler und Mannschaften

  • 1934 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz der Weltmeisterschaft in Paris
  • 1939 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz der Weltmeisterschaft in Kairo
  • 1957 Heinz Schneider (Thüringen) 3. Platz bei in Stockholm
  • 1962 Europameisterschaft in Berlin(West) Damen-Mannschaft belegt 1.Platz; Simon 1.Platz im Einzel
  • 1964 Eberhard Schöler 3. Platz bei Europameisterschaft Stockholm
  • 1965 Eberhard Schöler 3. Platz bei Weltmeisterschaft Ljubljana
  • 1968 Europameisterschaft in Lyon 1.Platz der Damenmannschaft (Agnes Simon Edith Jutta Krüger Wiebke Hendriksen)
  • 1969 Eberhard Schöler Vizeweltmeister in München .
  • 1989 Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner in Dortmund Weltmeister im Doppel.
  • 1992 Jörg Roßkopf wird Einzeleuropameister in Stuttgart .
  • 2002 Timo Boll Europameister im Einzel und auch Goldmedallie Doppel
  • 2003 Timo Boll zeitweise (Anfang des Jahres) Nummer 1 Weltrangliste derzeitig Nr 10.
  • 2004 Die deutsche Herrenmannschaft wird WM-Zweiter unterliegt Finale China 0:3

Erfolge internationaler Spieler

  • Der Ungar Victor Barna ist der erfolgreichste Zwischen 1929 und 1939 gewann er 15 WM-Titel: fünf mal acht mal Doppel und zwei mal Mixed.

Technische Details zu den Spielgeräten

Der Tisch


Tischtennis-Tisch

Ein wettkampftauglicher Tisch muss eine Länge 2 74 m und eine Breite von 52 m haben. Die Oberfläche muss genau Zentimeter über dem Boden liegen. Der Tisch mittels eines 15 25 cm hohen Netzes zwei gleichgroße (1 37 m x 1 m) Hälften geteilt. Die eigentliche Holzplatte ist 55 Zentimeter dick und ist aus fünffach Sperrholz gefertigt. Auf ihr muss ein Tischtennisball aus 30 Zentimetern Höhe fallengelassen wird 22 25 cm hoch springen. Jede Hälfte wird Länge nach noch einmal mittels eines 3 dicken Streifens in zwei Hälften unterteilt. An Kanten der Platte verläuft außerdem noch ein mm dicker weißer Streifen. Die Oberfläche der kann sowohl dunkelgrün als auch blau sein.

Der Ball

Der Ball besteht aus Zelluloid ist innen hohl und hat einen Durchmesser von 40 mm. Er ist in Klassen erhältlich die durch Sterne voneinander unterschieden Sie unterscheiden sich im Grad ihrer Rundung Oberfläche sowie durch die Härte und Spielbarkeit. gibt es in verschiedenen Farben (meist orange oder gelb) sowie mit bunten Drucken darauf. Wettkampf richtet sich die Farbe des Balles der Farbe des Tisches: Ist er grün ist der Ball weiß ist er blau ist der Ball gelb.

Siehe auch Tischtennisball

Der Schläger

Der Schläger ist in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. ist zumeist oval und in der Mitte mehrfach geleimten Holz. Darauf ist ein Belag sowohl mit als auch ohne Noppen sein Diese wiederum können nach innen und nach gerichtet sein. Darunter befindet sich ein Schwamm in unterschiedlichen Dicken zu erhalten ist. Der besteht in den meisten Fällen ebenfalls aus es gibt ihn in unterschiedlichen Formen.

Frischkleben

Beim Frischkleben wird der Tischtennisbelag erst vor dem Spielen auf das Holz aufgeklebt. wird ein spezieller Frischkleber verwendet der bestimmte enthält die die Eigenschaften des Belags verändern. dem Frischkleben ist der Belag elastischer etwas und viel spinfreudiger. Außerdem entsteht der charakteristische beim Schlagen des Balles.

Weitere Details findet man im separaten über Tischtennisschläger .

Spielvarianten

Tischtennis wird aber nicht nur wettkampfgemäß sondern oft und gern auch in der mit abgeänderten Regeln.

  • Eine beliebte Variante bei mehr als 3 >5) Spielern ist das " Chinesisch " auch " Rundlauf " genannt. Auf jeder Seite des Tisches sich mindestens ein Spieler auf. Nachdem ein seinen Schlag fehlerlos durchgeführt hat rennt er die andere Seite und stellt sich hier um erneut einen Schlag durchzuführen. Jeder der Fehler macht scheidet aus. Sind nur noch Spieler übrig wird normal gespielt. Der Sieger einen Punkt danach setzen alle wieder ein.

  • Für drei Spieler gibt es eine Variante die eine zwischen Einzel und Doppel ist. Der Spieler auf seiner Tischseite alleine spielt darf solange spielen bis er einen Fehler macht. Dann gegen den Uhrzeigersinn gewechselt. Punkte sammelt man als Alleinspieler.

Wissenswertes Kurioses Rekorde

  • Ein hart geschlagener Schmetterball kann bis 180 km/h schnell werden. Dabei berührt der den Schläger nur 1/1000 Sekunde und verformt dabei um bis zu 20 Prozent.
  • Bei einem optimal angeschnittenen Topspin dreht der Ball 50 mal pro Sekunde um eigene Achse. Dies ergibt hochgerechnet 3000 Umdrehungen Minute.
  • Bei der Weltmeisterschaft in Prag 1936 "kämpften" Ehrlich (Polen) und Paneth (Rumänien) Stunden und 12 Minuten um einen einzigen Im gleichen Turnier wurde die Begegnung zwischen (Frankreich) und Goldberg (Rumänien) nach 7 5 beim Stande von 5:3 im 5. Satz die Turnierleitung abgebrochen.
  • Der längste Ballwechsel in der Tischtennisgeschichte 8 Stunden und 33 Minuten. Diesen schafften 30. Juli 1978 in Stamford (USA) die Robert Stiegel und Donald Peters.
  • Der Weltrekord im Dauer-Tischtennis beträgt mehr als 31
  • Das längste Einzelmatch bestritten die beiden Uwe Geiger und Thomas Opiol vom 14. 21. April 1985.
  • Das längste Doppel spielten mit 102 Roland Merklein Volker Fernath Hilmar Küttner und Hanus aus Stuttgart vom 23. bis 27. 1980.
  • 170 Ballwechsel innerhalb einer Minute schafften den Internationalen Britischen Meisterschaften am 28. Februar in Newcastle Allan Cooke und Desmond Douglas GB). Das sind fast 3 Ballwechsel pro
    Übertroffen wurde dies am 7. Februar 1993 Großbritannien von Jackie Bellinger und Lisa Lomas mit 173 Ballwechseln den bisherigen Rekord halten.
  • Das längste Mannschaftsspiel wurde 1936 in Prag ausgetragen. Das Finale um den Swaythling-Cup Österreich und Rumänien begann am Sonntag dem März (11 Uhr) und endete am folgenden
  • Der größte Rundlauf fand am 27. 2000 in Bremen parallel zur Europameisterschaft statt. 40 Tischen spielten 245 Hobbyspieler 61 Minuten Diese Aktion gelangte ins Guinness-Buch der Rekorde .
  • Ein Profispieler verliert während eines Turniers zu 7 Pfund Gewicht pro Wettkampftag. Während Satzes (mit 21 Punkten) verbraucht er etwa gleiche Energie wie ein Leichtathlet der 100 in 10 2 Sekunden läuft.
  • Schmetterbälle waren früher verboten wegen der für den Gegner.
  • Fred Perry wurde 1929 Tischtennis-Weltmeister. Später stieg er auf Tennis und wurde durch seine Siege im Wimbledon
  • Ann Haydon-Jones die 1957 alle drei WM-Endspiele im Einzel Doppel Mixed im fünften Satz verlor stand ab zwölf Jahre in den Top Ten im und gewann Wimbledon.

Literatur

  • Jürgen Schmicker Das große Buch vom Tischtennis ISBN 3-9807311-0-3
  • Manfred Schäfer Winfried Stöckmann Norbert Wolf und Ein Spiel fürs Leben - 75 Jahre Tischtennis-Bund 228 Seiten
  • Horst Biese Verliebt in einen kleinen Ball AGON-Sportverlag

Weblinks


Siehe auch: Liste der Tischtennisspieler und -spielerinnen Tischtennisschläger Tischtennisball Tennis

  



Bücher zum Thema Tischtennis

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