Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Titan ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ti und der Ordnungszahl 22. Es gehört zu den Übergangsmetallen. fest dehnbar weiß-metallisch glänzend und korrosionsbeständig ist besonders für hochmobile und korrosive Anwendungen geeignet.
Titan bildet an Luft eine äußerst oxidische Schutzschicht aus die es in vielen korrosionsbeständig macht. Bemerkenswert ist die hohe Festigkeit einer relativ geringen Dichte. Oberhalb einer Temperatur 400°C gehen die Festigkeitseigenschaften aber schnell zurück. Titan ist duktil . Bei höheren Temperaturen versprödet es durch von Sauerstoff Stickstoff und Wasserstoff sehr schnell. beachten ist auch die hohe Reaktivität von mit vielen Medien bei erhöhten Temperaturen oder Druck wenn die Passivschicht dem korrosiven Angriff gewachsen ist. Hier kann die Korrosionsgeschwindigkeit bis Explosion anwachsen. In reinem Sauerstoff bei 25°C 25 bar verbrennt Titan von einer frischen ausgehend vollständig zum Titandioxid. Bei Temperaturen oberhalb 880°C reagiert es mit Sauerstoff bei Temperaturen 550°C reagiert es mit Chlor.
Titan ist das einzige Element das Stickstoff brennen kann. In verdünnter Schwefelsäure Salzsäure Lösungen und den meisten organischen Säuren ist beständig. Wegen der Explosionsgefahr sind bei Anwendungen Chlorgas die Betriebsbedingungen strikt einzuhalten. Die mechanischen und das korrosive Verhalten lassen sich durch geringfügige Legierungszusätze von Aluminium Vanadium Mangan Molybdän Kupfer Zirkonium und Zinn erheblich steigern.
Durch Beschuss mit Deuterium wird Titan Es emmittiert dann Positronen und gamma-Strahlung. Unterhalb 880°C liegt Titan in einer hexagonal dichtesten vor. Oberhalb von 880°C bildet sich eine Gitterstruktur aus.
Besondere Erwähnung muß Titandioxid als Farbpigment finden. Es zeichnet sich eine extrem hohe "Weißkraft" aus und ist seiner Ungiftigkeit als Lebensmittelzusatz E171 zugelassen. Titanverbindungen Kohlenstoff Bor und Stickstoff werden aufgrund ihrer Festigkeit als Hartstoffe eingesetzt.
Ungefähr 95% des Titans werden als verbraucht. Es zeichnet sich als Farbpigment durch hohe Deckkraft in Farben in Papier und aus. Farben mit Titandioxid als Weißpigment reflektieren Infrarotstrahlung.
Wegen der Summe der Eigenschaften bezüglich Dichte und Beständigkeit werden Titanlegierungen in kleinen in so unterschiedlichen Erzeugnissen wie Raketenbau Golfschlägern Gehäuse für Lap Tops Verdampferanlagen und Wärmetauschern chloridhaltige Medien eingesetzt. Da Titan sehr teuer aber gleichzeitig eine geringen Dichte und äußerst Materialeigenschaften aufweisen lohnt sich die Verwendung von vorallem im Bau von militärischen Flugzeugen und
Eine Besonderheit stellen die Shape-Memory-Metalle dar. längerer Zeit bekannt ist Nitinol eine binäre Verformte Shape-Memory-Metalle nehmen durch Erwärmung ihre ursprüngliche wieder an.
Titan verhält sich inert zum Körpergewebe. verursacht es keine allergischen Reaktionen. In den Jahren wird es daher vermehrt für Schmuck Brillen) Körperschmuck (Body Piercing) und medizinischen Implantaten beispielsweise künstlichen Hüftgelenken genutzt.
Weitere Anwendungen :
Anwendungen in Seewasser und chloridhaltigen Medien :
Propellerteile wie Wellen sowie Verspannungen für maritime
Einbauteile in Meerwasserentsalzungsanlagen
Bauteile für die Eindampfung von Kaliumchlorid-Lösungen
Herstellung relativ weicher künstlicher Edelsteine (gemstones)
Als Titantetrachlorid zur Herstellung von Glasspiegeln und Nebel
Als Ferrotitan Zusatz in Stählen als Karbidbildner
Bildung von intermetallischen Phasen (Ni 3 Ti) in hochwarmfesten Nickellegierungen
Supraleitende Niob-Titan-Legierungen
in der Pyrotechnik
Verbindungen des Titans mit Bor Kohlenstoff Stickstoff finden Verwendung als Hartstoffe. Auch zur von Cermets Verbundwerkstoffen aus Keramik und Metall Titanverbindungen eingesetzt.
Titan ( lat. Titan ; nach "Titanen" den riesenhaften Gestalten der Mythologie welche von Zeus besiegt wurden) wurde in England durch den Geistlichen und Amateurchemiker Gregor im Ilmenit bemerkt. Mehrere Jahre später es der deutsche Chemiker Heinrich Klapproth im Rutilerz erneut. 1795 benannte er neue Element Titan.
Reines Titanmetall (99 9%) stellte erstmals A. Hunter 1910 durch Erhitzen von Titantetrachlorid Natrium in einer Stahlbombe auf 700-800°C her.
Erst die Einführung der großtechnisch durchgeführten von Titantetrachlorid mit Magnesium (Kroll-Prozess durch William Kroll;1946) erschloss dem Titan kommerzielle Anwendungen.
Titan kommt in der Lithossphäre nur Verbindungen mit Sauerstoff als Oxid vor. Es keineswegs selten steht es doch an 9. der Elementhäufigkeit. Meist ist es aber nur geringer Konzentrationen vorhanden. Wichtige Mineralien sind :
Meteoriten können Titan enthalten. In der und in Sternen des M-Typs (?) wurde Titan nachgewiesen. Gesteinsproben der Apollo 17 Mission bis zu 12 1% TiO 2 . Auch in Kohlenaschen Pflanzen und im Körper ist es enthalten.
Meist vom Ilmenit oder Rutil ausgehend angereichertes Titandioxid mit Chlor zu Titantetrachlorid in Hitze umgesetzt. Anschließend erfolgt eine Reduktion zum durch flüssiges Magnesium (Kroll Prozess nach William Kroll). Zur Herstellung von bearbeitbaren Legierungen muß erhaltene Titanschwamm im Vakuum-Lichtbogenofen umgeschlozen werden.
Während metallisches Titan wegen der Herstellkosten technischen Anwendungen vorbehalten bleibt ist das preiswerte ungiftige Farbpigment Titandioxid (Titanweiß) ein Begleiter des Lebens geworden. Praktisch alle heutigen weissen Kunststoffe Farben auch Lebensmittelfarben enthalten es. Aber auch Bereich der Elektro- und Werkstofftechnik werden Titanverbindungen
Titanpulver ist feuergefährlich. Die meisten Titansalze als harmlos. Unbeständige Verbindungen wie Titantrichlorid oder sind stark korrosiv da sie mit Spuren Wasser Salzsäure bilden. In siliziumhaltigem (silica?) (könnte Übersetzungsfehler sein da "silica" im technischen Bereich Quarz (SiO2) steht!) Körpergewebe neigt Titan zur Eine biologische Rolle des Titans im menschlichen ist zur Zeit nicht bekannt.