Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Tonmineral


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Tonminerale bezeichnet man feinkörnige wasser- und hydroxidhaltige mit geringen Mengen an Magnesium Eisen Natrium Kalium und Calcium . Die meisten Tonminerale gehören zur Gruppe Schichtsilikate/"Phyllosilikate" .

Tonminerale entstehen an der Erdoberfläche durch Verwitterung von Silikatmineralen ( siehe auch: Modellfall der Silikatverwitterung ). Sie bilden sich aber auch während Diagenese der Umwandlung eines Locker- in ein wo das Auftreten bestimmter Tonminerale als Anzeiger den Diagenesefortschritt verwendet werden kann.

Tonminerale im Boden

Tonhaltige Böden zeichnen sich dadurch aus sie leicht Wasser und mineralische wie organische binden können. Die hohe spezifische Oberfläche der feinkörnigen Minerale und die Polarität der Mineralflächen Stoffadsorption an den Aussenflächen. Einige Tonminerale können Kationen und organische Moleküle reversibel in ihre eingelagern. Dieses Verhalten ist besonders bei Smectiten Montmorillonit-Mineralien zu beobachten bei denen der Einbau einer Quellung des Schichtstapels einhergeht.

Technische Verwendung

  • Tonminerale werden wegen ihrer Eigenschaft als Ionentauscher verwendet z.B. zur Säuberung von Trinkwasser zum Entfärben von Lösungen.
  • Kaolinit ist ein wichtiger Grundstoff der Keramikindustrie dient in reiner Form zur Porzellanherstellung .
  • Kaolinit macht Papieroberflächen glatt und nimmt Tinte
  • Blähtone dienen als isolierender Baustoff und für Hydrokultur .
  • Tone dienen als Abdichtung in Deponien
  • Tone sind Füll- und Zuschlagstoffe in Farben pharmazeutischen Produkten
  • Tone werden als Katalysatoren eingesetzt

Beispiele für Tonminerale

  • Kaolinit: Al 2 [(OH) 4 |Si 2 O 5 ]
  • Halloysit: Al 2 [(OH) 4 |Si 2 O 5 ] * n H 2 O (Wasserverlust ist irreversibel)
  • Montmorillonit: (Al Mg) 2 [(OH) 2 |Si 4 O 10 ](Na Ca) x * n H 2 O durch reversiblen Einbau von Wasser und und Na-Ionen dehnt sich das Kristallgitter
  • Vermiculit : (Mg Ca) 0 31 (H 2 O) n {Ti 0 18 Al 0 03 Fe(III) 1 09 Mg 1 25 [Si 2 80 Al 1 20 O 10 (OH) 2 ]}




Bücher zum Thema Tonmineral

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Tonmineral.html">Tonmineral </a>