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Torf


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Torf ist ein spezieller Bodentyp der für Moore typisch ist. Er entsteht aus der pflanzlicher Substanzen in verschiedenem Grade der Zersetzung. einen niedrigen pH-Wert und Luftabschluss durch aufliegendes Wasser wird Zersetzung dabei extrem verlangsamt. Die Bildung von geht dadurch so langsam vor sich dass bis zur Entstehung eines Moores ca. 8000 dauert (ca. 1 m pro 1000 Jahre).

So entsteht ein Mittelzustand zwischen Land Wasser: die Moore (Lohden der Oberpfälzer Ried in Schwaben und Thüringen Moos (Moor) Bayern).

Torfabbau in Schussenried in Oberschwaben ca. 1920

Rohstoff für den Torf ist das Hochmoor oder das nährstoffreiche Niedermoor . Danach ist auch die Torfqualität unterscheidbar.

In den ersten Stadien der Bildung der Torf die Struktur der Pflanzen noch erkennen es entsteht der so genannte Weisstorf; weiterer Zersetzung entsteht ein homogener wenigstens bei mit unbewaffnetem Auge strukturloser Körper Braun- oder Bunttorf genannt. Die älteste Torfschicht der so Schwarztorf ist bereits halbflüssig. Die unteren Schichten Torflagers sind dabei als die älteren und Druck ausgesetzten in der Zersetzung weiter vorgeschritten als die oberen (unreifen). Wo es die die Ansammlung stagnierender seichter Wasser gestattet werden durch Pflanzen überwuchert die dann ihrerseits wiederum Wasser vor schneller Verdunstung schützen.

Die Torfmoorbildung setzt eine Einsenkung des oder Verbindung mit benachbarten Gewässern sowie einen Untergrund voraus. Dieser wird entweder von fettem Ton (dem Knick der Norddeutschen) oder von einem eigentümlichen Mergel (Wiesenmergel Alm in Südbayern) gebildet.

Auch auf spaltenfreien Gesteinen die ein des Wassers nicht gestatten und namentlich auf welche bei ihrer Verwitterung einen undurchlässigen Ton können Moore entstehen. Ferner müssen die klimatischen einer schnellen Verdunstung des Wassers entgegenarbeiten wie regen- und nebelreichen Gegenden weshalb namentlich die Zonen die eigentliche Heimat der Moore bilden sie sich in der heißen Zone auf gelegene Plateaus und auf undurchdringliche Wälder beschränken.

Außer durch die atmosphärischen Niederschläge beziehen Moore das Wasser aus Seen Schnee- und aus Flüssen welch letztere sie oft saumartig Ferner können Landseen mit flachen Ufern der unterliegen. Von den Uferrändern aus zieht sich das Wasser überwuchernde Vegetation immer tiefer in See hinein; schwimmende Vorposten werden abgerissen bilden Inseln auf denen sich eine reiche Sumpfflora bis die Masse zu schwer wird und Boden sinkt um durch Wiederholung des Spiels immer mächtigere das Wasser allmählich verdrängende Schicht bilden die sich endlich mit der vom her fortschreitenden Moorbildung vereinigt.

Federseegebiet bei Bad Buchau mit 3300 ha größte Moor in Südwestdeutschland

So besitzt der Federsee in Oberschwaben heute nur noch eine von 256 Hektar während er noch gegen Ende des 18. Jahrhunderts 1100 Hektar groß

Die Pflanzen die zur Vermoorung führen solche welche in großer Anzahl vorkommen und wuchern besonders aber verfilzte Wurzeln treiben: die Heiden (Calluna vulgaris und Erica tetralix) Moltebeere Riedgräser (Carex-Arten) Wollgräser (Eriophorum) Scirpus Juncus besonders Nardus stricta von Moosen Hypnum- und Sphagnum -Arten endlich in hoch gelegenen Regionen die (Pinus Pumilio). Je nach der hervorragenden Beteiligung der genannten Pflanzen an der Moorbildung unterscheidet Wiesen- (Grünlands-) Moore und Heide- (Moos- oder Moore. In ersteren dominieren die Carex- und bisweilen tritt auch Hypnum in großer Menge während Sphagnum fehlt.

Der Torf von Niedermooren und Hochmooren sich. Als Ergebnis spielen Niedermoore (ausser durch wirtschaftlich keine Rolle nur in geringen Mengen dort Niedermoortorf für balneologische Zwecke abgebaut. Hochmoortorf hingegen hat seit 15. Jhdt. bis zum Anfang des 19. sowie in Notzeiten des 20. Jhdt.s als in Form des minderwertigen Splinttorfes grosse Bedeutung heute wird er hauptsächlich in der Pflanzenindustrie sowohl von Berufs- wie Hobbygärtnern in grossen verwandt. Durch den Abbau des Torfes werden Moore großflächig zerstört die sich angesichts ihrer und des schweren Eingriffs den der Abbau meist nicht mehr erholen können.

In der Berufsgärtnerei dient die Beimischung Torf üblicherweise zur präzisen Regelung des Säurehaushaltes Bodens. Daher gibt es in diesem Bereich Ersatzmöglichkeiten für Torf. Kritisiert wird von Naturschützern der Einsatz von Torf im privaten Bereich. falschen Glauben den Boden zu verbessern werden Hobbygärtnern jedes Jahr rund 2 3 Millionen Torf ausgebracht welche allerdings die Bodenqualitität verschlechtern Hochmoortorf extrem nährstoffarm ist und zur Bodenversauerung führt.




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