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Tour de France


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Die Tour de France auch Grande Boucle ("Große Schleife") oder einfach Le Tour genannt ist das berühmteste Radrennen der Welt und eines der wichtigsten Großereignisse überhaupt. Seit 1903 wird die Tour alljährlich - mit der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs - während dreier Wochen im Juli und führt dabei in wechselnder Streckenführung quer Frankreich und das nahe Ausland.

Eine Tour de France der Frauen grande boucle féminine ) mit deutlich kürzeren Etappen wird seit gefahren. Sie steht medial völlig im Schatten männlichen Pendants.

Inhaltsverzeichnis

Aktuell

Tour de France 2003
Tour de France 2004

Strecke

Die Tour de France wird als schwerste Radrundfahrt der Welt angesehen obwohl das oft nicht anspruchsvoller ist als das der großen Rundfahrten Giro d'Italia und Vuelta a Espana . Tatsächlich sind es aber die Rennfahrer das Rennen schwer machen: Bei der Tour ohne Zweifel schneller härter und kompromissloser gefahren bei jeder anderen Rundfahrt; jede einzelne Etappe umkämpft wie sonst nur die Eintagesklassiker .

Die Tour de France beginnt seit mit dem so genannten Prolog einem kurzen Einzelzeitfahren (ca. 5 bis 10 km). Die meist 20 Etappen die von zwei Ruhetagen werden zeichnen dann das französischen Hexagon (Sechseck) wobei Frankreich abwechselnd im bzw. gegen den Uhrzeigersinn wird. Die insgesamt zu absolvierende Streckenlänge wurde dem Dopingskandal von 1998 deutlich reduziert und betrug in den Jahren rund 3500 Kilometer. Die Streckenführung und Etappenorte wechseln dabei jedes Jahr. Die einzige stellen die Pariser Champs-Elysées dar auf denen die Tour de seit 1975 endet.

Die ersten Tage der Tour de sind fast immer von schnellen und sprinterfreundlichen geprägt bevor sich dann im Hochgebirge der Pyrenäen (seit 1910) und der Alpen (seit die Gesamtwertung der Tour entscheidet. Weiterhin werden der Tour de France zwei Einzelzeitfahren und seit 2000 auch wieder ein Mannschaftszeitfahren ausgetragen. Schon in der Frühzeit des wurden die französischen Landesgrenzen in einzelnen Etappen seit 1954 findet der Start der Tour unregelmäßigen Abständen im nahen Ausland statt (bisher Deutschland Spanien Italien Benelux-Länder Schweiz England und Irland ). Der lang gehegte Plan die Tour New York oder auf einem französischen Überseedepartement starten wurde bisher nicht umgesetzt.

Teilnehmer

Jährlich werden rund 20 Profimannschaften mit neun Fahrern zur Tour de France eingeladen. meisten Fahrer und Mannschaften kommen üblicherweise aus Auch Spanien Italien und Belgien sind gewöhnlich vertreten. Zur Tour 2003 waren erstmals drei Mannschaften (Telekom Gerolsteiner Bianchi) dabei.

Trikots

Der Fahrer mit der geringsten Gesamtzeit seit 1919 das berühmte Gelbe Trikot ( le maillot jaune ) des Führenden der Gesamtwertung. Der erste war Eugene Christophe . Eddy Merckx trug das gelbe Leibchen am längsten insgesamt 96 Tage lang. Der einzige Fahrer von der ersten bis zur letzten Etappe gelben Trikot fuhr war der Luxemburger Nicolas 1928: Als Vorjahressieger trug er das gelbe bereits auf der ersten Etappe und legte zur letzten Etappe nicht wieder ab.

Der beste Sprinter vor allem bei aber auch bei Zwischensprints wird seit 1953 dem grünen Trikot ( le maillot vert ) geehrt. Erik Zabel hat das Sprintertrikot bisher sechs Mal Paris tragen können und ist damit alleiniger vor dem Iren Sean Kelly (4 Mal).

Ein Bergpreis wird bereits seit 1933 ausgelobt aber seit 1975 wird auch hier ein Trikot weiß mit roten Punkten ( le maillot à pois rouges ) - verliehen. Punkte für das Bergtrikot in den Kategorien 4 (leicht) bis 1 sowie der hors categorie (außerordentlich schwer) vergeben. Die Kletterer Richard Virenque (Fra) Federico Bahamontes (Esp) und Lucien Van Impe (Bel) gewannen je 6 Mal.

Weitere Wertungen ermitteln den besten Jungprofi 25 Jahren - mit weißem Trikot ( le maillot blanc ) seit 1975 - den aggressivsten Fahrer Startnummer) und die beste Mannschaft (seit 1930).

Berge

Die Gesamtwertung der Tour entscheidet sich jedem Jahr neben den Zeitfahren vor allem Hochgebirge. Einige Berge und Pässe stehen sehr im Programm der Tour und haben im der Jahre einen geradezu mythischen Ruf erworben.

Die drei "heiligen Berge" der Tour France sind der Col du Tourmalet (2114 Pyrenäen ) der im Jahre 1910 als erster erklommen wurde der Col du Galibier (2645 Alpen) der ein Jahr später ins Programm wurde und der Mont Ventoux (1909 m Provence ) dessen einsam aufragender kahler Vulkankegel erstmals befahren wurde und durch den Tod von Simpson zu trauriger Berühmtheit gelangt ist.

Dazu kommt noch der inzwischen legendäre zur alpinen Skistation L'Alpe d'Huez deren legendäre 21 Kehren hinauf auf Meter zum ersten Mal 1952 bewältigt wurden.

Geschichte

Die Tour de France geht auf Idee des Journalisten Geo Lefèvre zurück der einem landesweiten Radrennen die Auflage der Zeitung L'Auto (der L'Équipe ) steigern wollte. Lefèvre konnte den Chefredakteur Zeitung Henri Desgrange für seine Idee begeistern so dass Tour de France 1903 zum ersten Mal ausgetragen wurde. Erster der Tour war der Franzose Maurice Garin.

Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg als "heroische Epoche" der Tour bezeichnet weil regelmäßig Tagesdistanzen von über 400 km zurückgelegt - aus heutiger Sicht genauso unglaublich wie bescheidene damalige technische Ausstattung der Rennräder und miserable Qualität der Straßen die man heute noch beim Radklassiker Paris-Roubaix findet. Ab 1910 wurden auch Etappen im Hochgebirge ausgetragen den Mythos des Rennens als "Tour der nochmals verstärkte.

Von 1930 bis 1961 wurde die de France von Nationalmannschaften bestritten seitdem bestimmen das Aussehen der Rundfahrt.

Mit 36 Erfolgen konnte bisher Frankreich die weitaus meisten Toursiege für sich gefolgt von Belgien (18). Mit deutlichem Abstand Italien (9) Spanien (8) die USA (8) Luxemburg (4) Schweiz und Holland (je 2). Übrigens war der erste Gesamtsieger ein Luxemburger und zwar François Faber Die französisch-belgische Dominanz spiegelt allerdings nicht das Kräfteverhältnis wieder. Der letzte Sieger aus einer beiden Nationen wurde vor fast 20 Jahren 1985 gewann der Franzose Bernard Hinault seine fünfte Tour. Seit dieser Zeit sich eine Reihe von neuen Nationen in Siegerliste eingetragen: 1986 gab es den ersten inzwischen acht amerikanischen 1987 den ersten irischen den ersten dänischen Sieg. 1997 schließlich errang der 23-jährige Jan Ullrich den ersten und bisher einzigen deutschen

Fünf Fahrer haben die Tour de bisher fünf Mal gewinnen können:

Alle Sieger der Tour

Sieger der Tour de France

Krisen

Die Tour de France wurde zwei durch den Tod eines Fahrers überschattet. Kurz dem Gipfel des Mont Ventoux brach am 13. Juli 1967 der englische Radprofi Tom Simpson tot Ursache waren eine Mischung von Amphetaminen zum Aufputschen sowie Alkohol zum Betäuben Schmerzen. 1995 wiederum erlag der junge italienische Radprofi Casartelli seinen Verletzungen die er sich bei Sturz bei der Abfahrt vom Col du d'Aspet ( Pyrenäen ) zugezogen hatte.

Während der Tour des Jahres 1998 erlebte der Radsport eine schwere Glaubwürdigkeitskrise: der so genannten Festina-Affäre wurde im Spitzenteam Festina (mit den Richard Virenque und Alex Zülle ) eine systematische flächendeckende Dopingpraxis aufgedeckt nachdem bei Willy Voet einem der Mannschaft durch Zufall große Mengen unerlaubter - vor allem Erythropoietin (EPO) - gefunden worden waren. Diese verdeutlichte auch die Unwirksamkeit der damaligen Dopingkontrollen: der Festina-Fahrer war positiv getestet worden. Es schließlich zum Ausschluss der Mannschaft Festina und die spanischen Mannschaften zogen sich aus Protest die Ermittlungsmethoden der französischen Behörden von der zurück. Die Tour de France 1998 wurde von Marco Pantani gewonnen der dann ein Jahr später wegen eines auf Doping hinweisenden stark erhöhten vom Giro d'Italia ausgeschlossen wurde...

Der Welt-Radsport-Verband UCI trug mit seinem oft wenig konsequenten mit der Dopingproblematik dazu bei dass der in der Öffentlichkeit immer öfter mit Doping Verbindung gebracht wurde. Auch der Tour-Sieger der 1999-2003 Lance Armstrong musste sich immer wieder mit dem auseinander setzen sein Erfolg wäre auf Medikamente die bei der Therapie seiner schweren Krebserkrankung verwendet wurden. Heute hat der Radsport eines der strengsten Dopingkontrollsysteme im internationalen Sport in regelmäßigen Abständen werden neue Dopingfälle Trotzdem ist unklar inwieweit Doping weiterhin ein Mittel der Leistungssteigerung im Radsport darstellt.

Kleines Tour de France - Lexikon

  • caravane publicitaire - Werbekarawane die vor den Fahrern
  • chapeau - "Hut ab" Ehrenbezeugung für die
  • contre-la-montre - "gegen die Uhr" Zeitfahren
  • finisseur - Sprinter
  • flamme rouge - "Teufelslappen" kennzeichnet den Beginn des Kilometers
  • grande boucle - "große Schleife" Bezeichnung der Tour
  • grimpeur - "Kletterer" Bergfahrer
  • hors categorie - Bergwertung der schwersten ("Ehren")Kategorie
  • maillot jaune - gelbes Trikot des Führenden der
  • peloton - Hauptfeld
  • poursuivant - Verfolger
  • radio tour - der offizielle Tourfunk
  • tête de la course - "Kopf des Feldes" Spitzengruppe
  • voiture balai - "Besenwagen" Fahrer die das Rennen müssen ihre Startnummer beim verantwortlichen Kommissar des Ende des Feldes fahrenden Schlusswagens abgeben
  • tour d'honneur - "Ehrentour" letzte Etappe die auf Champs-Elysées endet bei der der Träger des Trikots traditionell nicht mehr angegriffen wird

Siehe auch: Tour de France 2003
Radrennen Radsport Deutschlandtour Giro d'Italia Vuelta a Espana Tour de Suisse Friedensfahrt Flandern-Rundfahrt Lüttich-Bastogne-Lüttich Mailand-San Remo Paris-Roubaix .

Literatur

  • 100 Jahre Tour de France 1903-2003 2003 ISBN 3895951897

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