Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Straßenbahn


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Der "62er" unterwegs in Wieden (Wien)

Fahrschalter

Berliner Pferdebahnwagen Typ Metropol von 1885

Berliner Straßenbahn Typ TD von 1912 Umbau

Berliner Straßenbahn Typ TM 34 von 1927 1934

Wiener Straßenbahn bis 1978

Berliner Straßenbahn Typ TDE 58 (ex DDR Gothawagen) von 1958

Niederstflurwagen der Wiener Straßenbahn (1999)

Rhein Neckar Variobahn der MVV Verkehr AG Mannheim (2003)

GT8N der VAG Nürnberg

Die Straßenbahn auch Bim Tram oder Tramway ist ein elektrisch betriebenes schienengebundenes Personenverkehrsmittel.

Sie wird im Regelfall im Stadtverkehr und die Gleise sind in der Straße verlegt. Sie aber auch wie in vielen Städten auf Bahnkörper (u.a. in Tunneln ) verlaufen oder wie in Karlsruhe im Mischbetrieb als Regionalstadtbahn geführt werden um so eine direkte der Vororte ans Zentrum zu erreichen. In solchen spricht man zunehmend von Stadtbahn statt von Straßenbahn; der Übergang ist fließend. Weitere Straßenbahnen außerhalb verbauter Stadtgebiete sind Kirnitzschtalbahn eine Straßenbahn in der Hohen Tatra und eine im Thüringer Wald .

Inhaltsverzeichnis

Rechtliches

Juristisch sind Straßenbahnen von Vollbahnen nach Recht scharf getrennt; Straßenbahnen fahren in der auf Sicht und werden nach BOStrab betrieben; Vollbahnen ( Eisenbahnen ) fahren mit Signaldeckung und werden nach der Eisenbahnbau- und ( EBO ) betrieben. Weiterere Hauptunterschiede sind die Anforderungen die Längsfestigkeit die bei Vollbahnfahrzeugen viel größer muss als bei Straßenbahnfahrzeugen. Die bei Eisenbahnen Dreilicht-Spitzenbeleuchtung entfällt bei Straßenbahnen die jedoch über Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) verfügen. Diese kuriose Situation hat lange (alte) Wurzeln: Als zum Ende des Jahrhunderts Strassenbahnen immer populärer wurden bekamen es die "alt"eingesessenen Eisenbahnbetriebe mit der Angst zu Sie wollten auf jeden Fall verhindern dass "Elektrische" Besitz von ihren Strecken ergriff. Die auf Meterspur (obwohl es dafür technisch keinen gibt die Radienänderung ist minimal) ist nur Beispiel für die Protektoratspolitik. Die Unterscheidunung in unbd BOStrab ist eine andere.

Es gibt kuriose Fälle wie zum die Rhein-Haardt-Bahn eine schmalspurige Bahnstrecke von Bad Dürkheim nach Mannheim oder auch die Oberrheinische Eisenbahn die mit Straßenbahnfahrzeugen befahren allerdings nach betrieben und gesichert werden. Was für alle wie eine Straßenbahn aussieht ist rechtlich also Eisenbahn.

Technik

Die elektrische Antriebsenergie einer Straßenbahn wird Stromabnehmer von Oberleitungen oder (in Tunneln) von Stromschienen abgenommen. Historisch gab es auch Straßenbahnen Akkumulatoren oder Gasmotorenantrieb. Aus ästhetischen Gründen (Verzicht die Oberleitung) wurde manchmal auch eine Stromabnahme unterirdischen Stromschienen eingebaut. Neuerdings werden (so in Bordeaux ) wieder entsprechende Versuche mit unterirdische Stromabnahme des Fahrzeugbodens gemacht. Bei modernen Straßenbahnfahrzeugen werden Bremsen die Motoren als Generatoren geschaltet so dass elektrische Energie zurück die Fahrleitung gespeist wird.

Die Straßenbahn kombiniert die Vorteile von Fahrgastkapazitäten mit dichten Haltestellennetzen. Meist gibt es eingesetzten Wagenmaterial anpassungen an die Strecke. Die innerstädtischen Straßenbahnen haben kurze Haltestellenabstände um einen Fahrgastwechsel zu ermöglichen haben dort die Fahrzeuge Türen viel Stehfläche und daher weniger Sitze. Überlandlinien mit längeren Strecken zwischen den Haltestellen es meist weniger Türen und mehr Sitze.

Die frühen Straßenbahnen setzten zu den meist 2-achsigen Triebwagen 1 bis 2 Beiwagen Anhänger ein (auf Überlandstrecken konnten die Züge länger sein). Die Beiwagen waren sehr häufig Wagen der vormaligen Pferdebahn. Üblich waren zwei offene Sommerwagen sowie geschlossene Wagen für den

Die Entwicklung der Fahrzeuge war geprägt die Wünsche der jeweiligen Straßenbahnbetriebe. Die Hersteller die Wagen in Kleinserien jeweils angepasst an Bedürfnisse des jeweiligen Kunden. Mit der Entwicklung längeren Gelenktriebwagen wurden die Beiwagen zunehmend verdrängt.

In den 1980ern begann die Entwicklung der Niederflur -Technik sowie die Modularisierung der Fahrzeuge. Moderne werden von Herstellern wie Bombardier in Modulbauweise und sind an die örtlichen Gegebenheiten anpassbar Normalspur / Meterspur Fahrzeugbreite Türen rechts/links/beidseitig Fahrt in eine oder beide Richtungen Achsanzahl Niederfluranteil). Beispiele für derartige sind der Combino und die Variobahn .

Geschichte

Die ersten Straßenbahnen waren Pferdebahnen . Die erste derartige Bahn wurde 1832 in New York City eröffnet. Später wurden sie auf einzelnen durch Dampfstraßenbahnen ersetzt. Die erste elektrische Straßenbahn 1884 in Frankfurt am Main in Betrieb genommen. In Berlin gab seit 1881 ähnliche Systeme die allerdings nicht direkt der Straße fuhren. In Österreich eröffnete die Straßenbahn 1883 zwischen Mödling und Hinterbrühl .

Am Anfang des 20. Jahrhundert entstanden weltweit in Europa aber besonders in den USA sehr viele Bahnen die außerhalb der Städte aus Kostengründen nicht auf Trasse sondern auf bereits vorhandenen Straßen verkehrten als Straßenbahn konzipiert zu sein. Die Konflikte dem Straßenverkehr waren durchaus vorprogrammiert und auch So haben sich manche Konzessionsbetriebe lange Zeit ihre Schienen so zu verlegen dass diese anderen Fahrzeugen passiert oder überquert werden konnten. Epoche wird als die Zeit der "Eisenbahnschlachten" der Verkehrsgeschichte gehandelt.

Um 1900 gab es in vielen Städten (ca. 150) eine Straßenbahn. Davon wurden Laufe der Zeit viele Straßenbahnen stillgelegt. So 1987 die Straßenbahn in Wuppertal gegen den Willen vieler Leute stillgelegt. schönste deutsche Straßenbahnstrecke galt die Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld die von 1927 bis 1963 von der Hagener Straßenbahn AG betrieben wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden in Städten die zerstörten Straßenbahnen nicht wieder aufgebaut oftmals durch O-Busse oder Omnibusse abgelöst.

Heute werden die Überlandstrecken der Straßenbahnen auf eigenen Strecken geführt.

Seit ca. 1990

Seit dem Ende der U-Bahn -Mode wird vielerorts erkannt wie sinnvoll Straßenbahnen Transportmittel sind und welches Potenzial sie für Lebensqualität einer Stadt bergen können. Schien das vieler Straßenbahnen durch Aufgehen in einer Mischung reinen U-Bahnen S-Bahnen und Busverkehr in den 1960er Jahren noch besiegelt kann man in letzten Jahrzehnten von einem Straßenbahn-Boom sprechen insbesondere dem Erfolg der Maßnahmen in Karlsruhe.

Ausbau Attraktivierung Streckenneubauten Wiedereröffnung stillgelegter Systeme Ausdehnung ins Umland sind in Dutzenden von durchgeführt und auch sonst fast überall im wo es je eine Straßenbahn gab. Die gibt sich wenn solche Modernisierungen durchgeführt werden den neuen Namen Stadtbahn oder einen regionaltypischen Namen wie die Saarbrücker " Saarbahn ".

Sogar von Güterstraßenbahnen die früher gang gäbe waren wird wieder gesprochen. In Dresden wird auf der Straßenbahn mittlerweile ein eher symbolischer) Güterverkehr zur Versorgung der VW -Manufaktur betrieben.

Regionaltypisches

In Wien wird die letzte Straßenbahn in der als die Blaue bezeichnet. Diese Bezeichnung rührt daher dass Liniensignal der jeweils letzten Garnitur blau beleuchtet

In Frankfurt am Main verkehrt als der Ebbelwei-Expreß nach festem Fahrplan. Im Fahrpreis ist Glas Apfelwein enthalten.

In Zwickau verkehren RegioSprinter der Vogtlandbahn gemeinsam mit der Zwickauer Straßenbahn auf Dreischienengleis zwischen der Stadthalle und der Haltestelle

Siehe auch: " Öffentlicher Personen-Nahverkehr " Liste der Städte mit Straßenbahnen Stadtbahn Tram-Train U-Bahn

Weblinks




Bücher zum Thema Straßenbahn

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Tramway.html">Straßenbahn </a>